15. 12. 2016 – Polizei News

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Verkehrsunfall auf der A4 bei Parndorf – Nachtrag

Ein 33-jähriger kroatischer Staatsangehöriger kollidierte mit seinem PKW auf der A4 im Gemeindegebiet von Parndorf bei einem Überholvorgang mit einem Kleinbus, der von einem 37-jährigen Rumänen gelenkt wurde. Beide Lenker wurden leicht, fünf Personen im Alter zwischen und 30 und 52 Jahren – alle rumänische Staatsangehörige – die sich im Kleinbus befanden, wurden zum Teil schwer verletzt.

Der 33-jährige PKW-Lenker fuhr auf der Richtungsfahrbahn Ungarn und überholte den vor ihm fahrenden Lenker des Kleinbusses, der auf einem Anhänger einen weiteren PKW beförderte. Bei dem Überholvorgang kam es zwischen beiden Fahrzeugen zu einer Kollision, sie kamen ins Schleudern, gerieten in den rechten Straßengaben und überschlugen sich. Einige Mitfahrer – welche ist nicht bekannt – wurden aus dem Kleinbus katapultiert und verletzt.

Eine 38-jährige Frau und ein gleichaltriger Mann wurden mit schwersten Verletzungen in Krankenhäuser nach Wien geflogen, die drei weiteren Insassen 30, 40 und 52 Jahre, (ebenfalls rumänische Staatsangehörige, männlich) wurden leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser eingeliefert

Alkoholisierung: Der 37-jährige Mann war nicht alkoholisiert, bei dem 33-Jährigen konnte kein Alkotest erfolgen, eine Blutabnahme wurde durchgeführt.

Die A4 – Richtungsfahrbahn Ungarn – war von 07:20 Uhr bis 08:35 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Zur Bergung der Fahrzeuge bzw. Reinigung der Fahrbahn war die Freiwillige Feuerwehr Parndorf mit 15 Mann im Einsatz.


Schwerer Diebstahl in Neumarkt an der Raab

Aus einem Waldstück außerhalb von Neumarkt/Raab wurden insgesamt 21 Bienenstöcke samt Bienenvölkern gestohlen.

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Im Zeitraum vom 5. bis 14. Dezember 2016 wurden von unbekannten Tätern aus einem Waldstück 21 ausgesuchte Bienenstöcke samt den darin befindlichen Bienenvölkern gestohlen. Der Tatort befindet sich zwischen dem östlichen Ortsende von Neumarkt/Raab und der ungarischen Staatsgrenze, ca. 100 m südlich der Landesstraße L 255.

Der Gesamtschaden wird mit einem fünfstelligen Betrag beziffert.


Diebstahl aus PKW mittels Störsender

Unbekannte Täter unterbrachen gestern vermutlich mittels eines Störsenders bei einem im Gemeindegebiet von Parndorf, Bezirk Neusiedl/See, abgestellten PKW das Funksignal zum Versperren und stahlen daraus Tauchzubehör, einen PC, alkoholfreie Getränke sowie Lebensmittel. Der Schaden liegt im unteren dreistelligen Eurobereich. Die Fahndung nach den Tätern läuft.

Ein 61-jähriger Mann aus Wien hatte seinen PKW auf einem Parkplatz abgestellt, um verschiedene Einkäufe zu tätigen. Beim Versperren seines PKWs dürfte der unbekannte Täter mit einem Störsender das Signal vom Fahrzeugschlüssel zum Fahrzeug unterbrochen und dadurch das Absperren der Fahrzeugtüren verhindert haben. Danach konnten die Täter den PKW ohne Gewaltanwendung öffnen und daraus die bereits angeführten Gegenstände entwenden.

Um weitere derartige Diebstähle zu verhindern, werden die Medien ersucht, die Bevölkerung dahingehend zu sensibilisieren, dass die Lenker

  • das Fahrzeug nach Möglichkeit manuell verschließen oder
  • bei Verschließen des Autos mittels Funksignal danach überprüfen, ob dieses auch tatsächlich versperrt ist.

Schwerer gewerbsmäßiger Betrug in NÖ, Tirol und Wien

Ersuchen um Lichtbildveröffentlichung – Ausforschung weiterer Opfer

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Bedienstete der Wirtschaftsgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich ermittelten gemeinsam mit Bediensteten der Polizeiinspektion Kufstein (Tirol) intensiv wegen Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betruges.

Der 51-jährige Alexander Maximilian KRESBACH, Frühere Namen: Peter Michael FABSCHÜTZ, Peter Michael SCHERRER bzw. Peter Michael KRESBACH;

Aliasnamen: Mag. Alexander RAST, Alexander POSCH, Mag. Alexander NEILS und Gerhard POSCH;

unstetig aufhältig, soll durch Betrugshandlungen und andere strafrechtliche Delikte, in den letzten Jahren eine derzeit noch unbekannte Anzahl an Personen am Vermögen geschädigt haben.

Bislang wurden mehr als zehn Opfer aus Niederösterreich (vor allem Bereich Tulln/Donau), Tirol und Wien ausgeforscht. Die derzeit geklärten Straftaten soll der 51-Jährige beginnend vor acht Jahren verübt haben.

Der Beschuldigte verwendet für seine Straftaten auch Firmen und andere Personen, ohne selbst offiziell aufzuscheinen. Er legte großen Wert auf einen Fuhrpark mit unterschiedlichen Fahrzeugen, um als Geschäftsmann unter verschiedenen Persönlichkeitsprofilen auftreten zu können. Dabei verwendete er häufig akademische Titel und Namen bekannter Rechtsanwälte.

In sämtlichen bisher bekannten Fällen wurden die Firmen bis zum Konkurs ausgehöhlt und die Eigentümer bzw. nahestehende Personen mussten durch persönliche Haftungen in Form von Bürgschaften oder unmittelbare Bezahlung für die Schäden aufkommen.

Kresbach lernte seine überwiegend weiblichen Opfer hauptsächlich über Partnerbörsen kennen, führte nebeneinander mehrere angebliche Lebensgemeinschaften und gab sich in vielen Fällen als Jurist aus. Er gab auch vor, einen prominenten Rechtsanwalt vermitteln zu können. Er vermittelte unter anderem einen Operationstermin bei einem Prim. Univ. Dozenten für 23.000 Euro, ohne dass dieser das Geld gefordert bzw. auch bekommen hatte.

Der 51-Jährige erschlich sich bei den diversen Tathandlungen Bargeld, indem er vortäuschte zahlungsfähig und -willig zu sein.

Nach bisherigem Ermittlungstand dürfte der durch Kresbach verursachte Schaden mehrere 100.000 Euro betragen.

Er wurde im Oktober 2016 in Kufstein festgenommen und befindet sich in der Justizanstalt Innsbruck in Haft.

Mögliche weitere Geschädigte mögen sich mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Wirtschaftskriminalität, Telefonnummer 059133-30-3333, in Verbindung setzen.

Weitere Opfer werden neben den Bundesländern Niederösterreich, Wien und Tirol auch in Oberösterreich sowie der Steiermark vermutet.

 

 

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