SPÖ: Neuer Landesgeschäftsführer, 3 Millionen Nächtigungen, Kulturpreise 2016 verliehen

Eisenstadt, 14. 12. 2016 –

SPÖ Burgenland: Schlüsselübergabe im Roten Haus

LH Niessl: „Danke für die herausragende Arbeit und Zusammenarbeit von Helmut Schuster“

Beim heutigen Landesparteivorstand der SPÖ Burgenland wurde auch Landesgeschäftsführer Helmut Schuster nach 27jähriger Tätigkeit in der SPÖ offiziell verabschiedet. Ihm folgt ab 1. Jänner der 28jährige Christian Dax als Landesgeschäftsführer nach. Landeshauptmann und Landesparteivorsitzender Hans Niessl dankte Schuster für die hervorragende Arbeit und wünschte ihm viel Erfolg bei seiner künftigen Tätigkeit als Landessekretär des Pensionistenverbandes Burgenland.

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Schuster, Dax

Helmut Schuster begann seine Karriere in der SPÖ Burgenland klassisch in der Sozialisten Jugend, war danach Bezirksgeschäftsführer in Eisenstadt, Organisationssekretär der SPÖ Burgenland und letztendlich Landesgeschäftsführer. Ihm folgt ab 1. Jänner Mag. Christian Dax, dem Schuster heute symbolisch den Schlüssel für das Rote Haus überreichte. Dax wird im Jänner bei seiner Antrittspressekonferenz über die künftigen Arbeitsschwerpunkte und seine Vorhaben in der SPÖ Burgenland berichten.


Das Burgenland knackt die 3 Millionen Nächtigungsmarke

Niessl: „Die Statistik zeigt eindeutig: Das Burgenland als Urlaubsdestination wird immer beliebter“

Heute,  Mittwoch, den 14. Dezember 2016, konnte in der Sonnentherme Lutzmannsburg der 3.000.000. Nächtigungsgast von Landeshauptmann Hans Niessl, Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig und dem Geschäftsführer der Sonnentherme, Mag. Harald Zagiczek,  begrüßt werden. Dazu Landeshauptmann Hans Niessl: „Seit dem Jahr 2010 kratzen wir im Burgenland an der drei Millionen Nächtigungsmarke. 2016 haben wir es endlich geschafft, womit wir im Tourismus des Landes eine ganz besondere Erfolgsgeschichte schreiben. Das ist ein ganz großer gemeinsamer Erfolg – aller Tourismusbetriebe, aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aller Tourismus-Verantwortlichen im Land.“ Als Jubiläumsgast begrüßt werden konnte die Familie Stefan Bellinger, Stefanie Pauer und ihre 3 Kinder – Günter, Marco und Hannes aus Kössen in Tirol.

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Landeshauptmann Hans Niessl, Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig und der Geschäftsführer der Sonnentherme Lutzmannsburg Mag. Harald Zagiczek

Das heurige Tourismusjahr 2016 bricht bisher alle Rekorde. Von Jänner bis Oktober kann das Burgenland bei den Ankünften ein Plus von 9,3% verzeichnen. Bis Ende Oktober konnten über 933.000 Gäste im Land begrüßt werden. Das sind um über 79.000 Ankünfte mehr als im Vergleichszeitrum des Vorjahres. Zuwächse gab es sowohl bei den Gästen aus dem Inland (+10,5 % bei den Ankünften) als auch aus dem Ausland (+4,3 % bei den Ankünften). Bei den Nächtigungen sieht es laut Statistik folgendermaßen aus: Von Jänner bis Oktober kann das Burgenland bei den Nächtigungen ein Plus von 5,9% verzeichnen. Alleine bis Ende Oktober konnte ein Plus von 154.600 Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. „Die Gesamtentwicklung im Jahr 2016 ist beeindruckend. Ich bin stolz, dass wir die drei Millionen Schallmauer bei den Nächtigungen im Burgenland durchbrochen haben. Das ist ein deutlicher Beweis dafür, dass das touristische Angebot im Burgenland stimmt und die Anstrengungen der Verantwortlichen saisonverlängernde Maßnahmen zu setzen, greifen“, so der für Tourismus zuständige Landesrat MMag Alexander Petschnig.

Mit einem Umsatz von über 1 Milliarde Euro ist der Tourismus zu einem der wichtigsten Wirtschaftsbereiche geworden. Die Tourismusbranche im Land zählt derzeit mehr als 14.000 Beschäftigte. Die Thermen des Landes haben entscheidend zur erfolgreichen Entwicklung im burgenländischen Tourismus mit neuen Nächtigungsrekorden beigetragen. Mit den Thermen entwickelt sich das Burgenland auch immer mehr zu einer Ganzjahresdestination. Rund 33 Prozent der gesamten Nächtigungen im Land, finden mittlerweile im Winterhalbjahr statt. Ein Zugpferd ist dabei auch die Sonnentherme Lutzmannsburg. „Die schöne Landschaft des Burgenlandes, die moderne Infrastruktur und die gute Sicherheitslage führt dazu, dass immer mehr Menschen ins Burgenland kommen, um einige Urlaubstage zu genießen. Die burgenländische Gastfreundschaft rundet unser Erfolgsrezept ab. Diesen Weg werden wir auch 2017 konsequent fortsetzen!“, so Landeshauptmann Hans Niessl abschließend.


Kulturpreise 2016 des Landes verliehen

Auszeichnungen für besondere kulturelle Leistungen

Die Kulturpreise 2016 des Landes Burgenland wurden am Mittwoch, 14. Dezember, im Rahmen eines Festaktes im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt übergeben. Landeshauptmann Hans Niessl und Kulturlandesrat Helmut Bieler zeichneten sechs Persönlichkeiten für besondere Leistungen in verschiedenen Kategorien aus. Der Feier wohnten neben Familie und Freunden der PreisträgerInnen LAbg. Mag. Johann Richter in Vertretung von Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz, 3. Landtagspräsidentin Ilse Benkö und weitere Vertreter des Landtags, Vizekanzler a.D. Dr. Erhard Busek, sowie zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und dem öffentlichen Leben bei.

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LR Helmut Bieler, HR Prof. Mag. Julius Koller, MEP a.D. Christa Prets, LH Hans Niessl, Marianne Gruber, Wolfgang Horwath, Reg. Rat Hans Spiess

Den Würdigungspreis für Musik durfte HR Prof. Mag. Julius Koller entgegennehmen. Der 1950 in Stegersbach geborene Musikpädagoge habe als Lehrer und Chorleiter am BG, BRG & BORG Eisenstadt sowohl in fachlicher als auch in pädagogisch-didaktischer Hinsicht Meilensteine im Unterrichtsfach Musik gesetzt. Große Verdienste habe er sich auch mit seinem großen Engagement für den Stellenwert des Singens und mit seinem kompositorischen Schaffen erworben.

Marianne Gruber, im Südburgenland aufgewachsen, erhielt den Würdigungspreis für Literatur und Publizistik. Die freie Schriftstellerin wurde für ihr vielfältiges literarisches Schaffen – Gedichte, Erzählungen, Kurzgeschichten, Romane und Essays – mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet. Sie war als Moderatorin des Club 2 im ORF tätig und 20 Jahre lang Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Literatur. Mit dem Preis ehrt die Jury ihre großartige Erzählkunst, die alle ihre Werke auszeichne.

Der Würdigungspreis für Erwachsenenbildung und Volkskultur wurde Reg. Rat Hans Spiess verliehen. Der 1944 in Baden geborene Pädagoge ist seit mehr als dreißig Jahren führend in der Erwachsenenbildung des Burgenlandes tätig. Als langjähriger Referent für Politikwissenschaft und Soziologie und Vorsitzender der Burgenländischen VHS habe Hans Spieß maßgeblich dazu beigetragen, dass die Volkshochschulen heute eine der modernsten und erfolgreichsten Erwachsenenbildungseinrichtungen des Landes sind.

HR Univ.-Prof. Dr. Alois Herzig wurde der Würdigungspreis für Wissenschaft zuerkannt. Seit seinem Studium ist der Gewässerexperte dem Neusiedler See aufs Engste verbunden. Der wissenschaftliche Leiter des Nationalparks (1993 bis heute) und der Biologischen Station Illmitz (1994 bis zur Pensionierung 2011) gelte als „grünes Gewissen“ des Burgenlandes, der seine Forschungsergebnisse wie auch den „praktischen Naturschutz“ in Vorträgen und Schulungen einem breiten Personenkreis vermittle.

An den Maler und Grafiker Wolfgang Horwath ging der Würdigungspreis für bildende Kunst und Fotografie ging. Horwath, der im Südburgenland lebt und arbeitet, setze sich in seinem Werk als auch in seinem Auftreten oft mit gesellschaftspolitischen Entwicklungen auseinander. Als hoch engagierter Kunstvermittler betätigt er sich unter anderem als künstlerischer Leiter beim eu-art-network in der Cselley Mühle in Oslip oder, seit 2015, als Obmann des Offenen Hauses Oberwart (OHO), wo er vielbeachtete Projekte und Ausstellungen präsentiert.

Den Würdigungspreis für Darstellende Kunst, Film und Video erhielt MEP a.D. Christa Prets. Die ehemalige burgenländische Kulturlandesrätin und Abgeordnete zum Europäischen Parlament, wo sie die Kultur-Sprecherin für die Fraktion der Europäischen Sozialdemokratie war, habe Kultur stets ermöglicht und gestaltet. Mit dem höchst erfolgreichen Festival auf Burg Forchtenstein, das heuer sein 20-Jahr-Jubiläum feierte,  sei es ihr, der Präsidentin des Festivals, gelungen, ein junges Publikum zu Theater und Kultur im weitesten Sinn heranzuführen.  

„Motor des Miteinanders und der Menschlichkeit“
Die  Kultur sei auch „ein Motor des Miteinanders und der Menschlichkeit“, stellte Landeshauptmann Hans Niessl in seiner Ansprache fest. Dem müsse die Politik Rechnung tragen. „Dazu gehört eine Kulturpolitik, die Offenheit, Vielfalt, Innovation und Kreativität fördert; die dafür sorgt, dass möglichst viele Menschen am kulturellen Leben teilhaben können. Die Kulturpreisträger stehen für den kulturellen Reichtum des Landes. Sie sind es, die die Kultur mit Leben erfüllen und für viele Menschen erlebbar machen. Die Preisträger haben es mit ermöglicht, dass das Burgenland auch im Bereich der Kultur zu einer Modellregion geworden ist“.

„Kultur kennt keine Benchmarks“
Der wahre Wert von kultureller und wissenschaftlicher Leistung lasse sich nicht messen, er kenne keine Benchmarks, betonte Kulturlandesrat Helmut Bieler. „Es geht um bleibende Werte“. Kultur sei als Gesamtheit der menschlichen Bestrebungen zu sehen, die Lebensbedingungen und Lebensformen der Gesellschaft nach ethischen, ästhetischen und humanen Werten zu gestalten und zu verbessern. „Im Mittelpunkt der kulturpolitischen Bemühungen muss immer der Mensch stehen. Die heute ausgezeichneten Persönlichkeiten erfüllen mit ihrem künstlerischen Schaffen nicht bloß einen kulturpolitischen Grundsatz, sie bereichern vielmehr unser Kulturleben und unsere Gesellschaft. Sie haben sich diese Würdigung redlich verdient“, so Bieler.

Kulturpreis wird seit 1975 ausgeschrieben
Seit 1975 wird vom Land Burgenland der Kulturpreis in verschiedenen Kategorien ausgeschrieben. 157 Preisträger – inklusive jener von 2016 – wurden seither für herausragende kulturelle, künstlerische und volksbildnerische Leistungen ausgezeichnet. Bis 1989 wurden die Preise jährlich, ab 1992 alle drei Jahre vergeben.

 

 

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