Regionalität zählt auch beim Christbaumkauf

Mattersburg, 7. 12. 2016 –

Beim Christbaumkauf auf die Herkunft achten und Preise vergleichen!

Die Christbaum-Saison hat wieder begonnen. Ob im eigenen Wohnzimmer, in den Kaufhäusern oder auf öffentlichen Plätzen – der schön geschmückte Christbaum  darf in der Weihnachtszeit einfach nicht fehlen. Rund 2,6 Mio. Naturchristbäume werden jedes Jahr in den österreichischen Heimen aufgestellt. 90 Prozent, knapp 2,35 Millionen Bäume, stammen aus heimischer Produktion, der Rest wird importiert. Auch im Burgenland finden die Verbraucher eine ausreichende Auswahl an burgenländischen Christbäumen vor, schließlich werden diese auf insgesamt 260 Hektar kultiviert. Jährlich werden im Burgenland rund 110.000 Bäume geschnitten, davon werden 70.000 in heimischen Haushalten aufgestellt und der Rest wird in den verschiedenen Bundesländern verkauft, aber auch in Deutschland und Ungarn. „Es ist erfreulich zu beobachten, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer immer mehr Wert auf regionale Herkunft legen. Beim Christbaumkauf setzen die Konsumentinnen und Konsumenten größtenteils auf einheimische Christbäume. Dabei spielt soziale Nähe und die direkte Kommunikation mit den Produzenten sowie die Unterstützung lokaler Betriebe und Gewissheit über die Produktherkunft  eine ausschlaggebende Rolle“, so Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst. Im Sinne des Konsumentenschutzes wird im Burgenland an Christbaumverkaufsständen die korrekte Preisauszeichnung kontrolliert. Überprüft wird auch, ob die Herkunft des Baumes für den Konsumenten nachvollziehbar ist.

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Kontrolle bei Christbaumverkauf Maras in Eisenstadt: AR Wolfgang Fuchs (Kontrollorgan), Konsumentenschutzlandesrätin Verena Dunst und Markus Maras

Korrekte Auszeichnung wird überprüft
„Letztendlich sollte man nicht gleich den erstbesten Baum beim ersten Händler kaufen. Es lohnt sich jedenfalls, einen Preisvergleich vorzunehmen“, betont Dunst. Die korrekte Auszeichnung von Preis, Herkunft und Größenangabe der Bäume wird von Preisauszeichnungs-Kontrollorganen des Landes ebenso überprüft wie die Etikettierung. Die Preisauszeichnung kann auf verschiedene Arten erfolgen, erklärt Wolfgang Fuchs: „Jeder Baum kann einzeln angeschrieben sein. Eine weitere Möglichkeit ist, die Bäume je nach Länge mit farbigen Etiketten oder Schleifen zu versehen. In diesem Fall muss zwingend die Länge des Baumes und der Preis je nach Farbe der Schleife deutlich sichtbar sein.“ Beim Verkauf der Bäume nach Länge müsse zwingend eine Mess- oder Meterlatte vorhanden sein, so der Kontrollor. Überprüft werde auch, ob es sich beim Verkäufer um einen Gewerbebetrieb oder einen landwirtschaftlichen Betrieb handelt und, ob für zusätzliche Dienstleistungen – zum Beispiel dem Zuspitzen des Baumes oder dem Verpacken des Baumes in ein Netz – ein Entgelt verrechnet wird. Frischetests werden von den Kontrollorganen nicht gemacht.

Kurze Wege, lange Frische – der Schütteltest macht sicher
Einiges spricht für den Kauf heimischer Qualitätsbäume. Ein großer Pluspunkt für die Burgenland-Christbäume ist der kurze Transportweg. Importbäume, zum Beispiel aus Nordeuropa, haben bereits 1000 Kilometer hinter sich, bevor sie bei uns zum Kauf angeboten werden. Kurze Transportwege bringen längere Frische und Haltbarkeit. Außerdem bieten viele heimische Produzenten die Möglichkeit, den Baum direkt in der Kultur auszusuchen. Der ökologische Gedanke sollte dabei nicht zu kurz kommen. Es gilt: je kürzer der Transportweg, desto schonender fürs Klima.

Damit der Christbaum über die Feiertage seine Nadeln behält, sollte am besten bereits beim Kauf auf die Frische des Baumes achten. Wie man diese überprüft? Am einfachsten schüttelt man den Baum leicht oder streicht mit der Hand von innen nach außen über die Nadeln. Verliert dieser bereits bei diesem Test Nadeln, sollte man vor einem Kauf die Finger lassen.  Bleiben die Nadeln am Ast, ist der Baum frisch. Ebenfalls hilfreich ist der Kratztest: das Holz unter der Rinde sollte noch feucht sein.

Neben der Frische des Baumes ist auch die Lagerung wichtig. Bis zum Aufstellen und Schmücken sollte man den Baum am besten kühl und dunkel lagern, um einem raschen Austrocknen entgegenzuwirken. Optimal ist es, den Stamm unten anzuschneiden und ins Wasser zu stellen. Aber es reicht auch, die Äste zu besprühen. Alternativ könnte man den Baum bereits vorzeitig in den Christbaumständer stellen und den Stamm regelmäßig mit Wasser feucht halten.

 

 

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