Regierung vor Ort

Jennersdorf, 6. 12. 2016 –

Sitzung der Burgenländischen Landesregierung in Jennersdorf – Anwaltschaften und Servicestellen zum Kennenlernen in der Bezirksverwaltungsbehörde

Ganz im Zeichen der neuen Wege, die die Burgenländische Landesregierung geht, fand am 06. Dezember 2016 – nach Oberwart – eine weitere Premiere statt: Zum ersten Mal wurde nämlich eine Sitzung der Landesregierung im südlichsten Bezirk des Burgenlandes, in der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf, abgehalten. Die Bezirkshauptmannschaft wird zum gegebenen Zeitpunkt mit einem Kostenaufwand von 3,4 Millionen Euro baulich adaptiert. Die Modernisierungsarbeiten für die 29 MitarbeiterInnen umfassende Einrichtung sollen bis Herbst 2018 abgeschlossen sein. „Diese Investitionen sind das sichtbare Zeichen, dass für die Landesregierung Bürgernähe und wohnortnahe Leistungen ein zentrales Anliegen sind, denn wir setzen auf Regionalisierung, und nicht auf Zentralisierung. Das wollen wir auch mit dieser Regierungssitzung hier in Jennersdorf unter Beweis stellen. Wichtig ist uns zudem, dass die Bürgerinnen und Bürger die Serviceleistungen des Landes bestmöglich auf kürzestem Weg nutzen können“, so Landeshauptmann Hans Niessl, der im Vorfeld zu dieser Regierungssitzung mit den 12 Bürgermeistern des Bezirkes zu informellen Gesprächen zusammentraf, um wichtige Fragen und Anliegen, die die Region betreffen, vor Ort zu besprechen.

 

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Landeshauptmann Hans Niessl, Landeshauptmann-Stv. Johann Tschürtz, Landesrat Helmut Bieler, Landesrätin Verena Dunst, Landesrat Mag. Norbert Darabos, Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf, Bezirkshauptmann WHR DDr. Hermann Prem und Südburgenland-Manager KommR Werner Unger nach der Sitzung der Landesregierung im südlichsten Bezirk des Burgenlandes, in der Bezirkshauptmannschaft Jennersdorf

Ende Juni dieses Jahres fand erstmals eine Regierungssitzung nicht in Eisenstadt, sondern in Oberwart statt. Schon damals, so Landeshauptmann Niessl weiter, habe man angekündigt, dass es sich dabei nicht um eine einmalige Aktion handeln werde: „Das Regierungsteam ist deshalb heute – gemeinsam mit den Anwaltschaften und den Servicestellen des Landes – nach Jennersdorf gekommen, um ein offenes Ohr für die Anliegen der BürgerInnen im Bezirk zu haben, denn eine ganz große Stärke der burgenländischen Verwaltung ist ihre Vernetzung und ihre gelebte Bürgernähe. Wir bekennen uns deshalb zur wohnortnahen Verwaltung und zur wohnortnahen medizinischen Versorgung. Diese Bürgernähe findet sich auch am heutigen Bürgertag wieder. Vor kurzem ist die heutige Regierungssitzung hier in Jennersdorf zu Ende gegangen. Dabei haben wir insgesamt 40 wichtige Beschlüsse gefasst. Beschlüsse, die auch für den Süden des Landes von großer Bedeutung sind, die Großteils den Sozialbereich betreffen, damit wir auch weiterhin die niedrigste Armutsgefährdung aller Bundesländer verzeichnen können.“

Ein vordergründiges Ziel der Burgenländischen Landesregierung ist es, das Südburgenland weiter gezielt zu stärken! „Seit Mitte Oktober gibt es mit KommR Werner Unger einen eigenen Südburgenland-Manager. Seine Aufgabe ist es, gemeinsam mit der Bevölkerung, mit den Gemeinden, mit der Wirtschaft, Konzepte zu erarbeiten und dazu beizutragen, dass die Entwicklung des Südburgenlandes ihre starke Dynamik beibehält. Wir tätigen deshalb hohe Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur im Landessüden, wie etwa in die Realisierung der S7, in den Ausbau von Lenzing, die selbst 60 Millionen Euro in die Hand nehmen, um den Standort langfristig abzusichern oder in die Umsetzung zusätzlicher Bauprojekte auf Basis der Burgenländischen Wohnbauförderung mit Blickrichtung leistbares Wohnen. Entscheidend für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Südburgenland ist aber auch der rasche Ausbau des Breitband-Internets. Unser Ziel ist es, bis 2019 als erste ländliche Region österreichweit eine flächendeckende Versorgung im gesamten Burgenland sicherzustellen“, so Niessl, der nach diesem Auftakt in den Verwaltungseinheiten in Oberwart und Jennersdorf auch in allen anderen Bezirksvororten Regierungssitzungen abgehalten will.

Die Basis für diese zeitgemäße, moderne, effiziente und bürgernahe Verwaltung der Zukunft wurde mit der Verwaltungsreform, mit klaren und schlankeren Strukturen geschaffen. Dabei wurde die Anzahl der Abteilungen und Stabsstellen reduziert sowie Doppelgleisigkeiten aufgelöst. „Uns ist wichtig, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer die Serviceleistungen des Landes bestmöglich nutzen können. Es geht uns vor allem darum, dass wir das Land Burgenland insgesamt und die Verwaltung des Landes im Speziellen fit für die Zukunft machen. Dazu braucht es zeitgemäße Rahmenbedingungen und eine dementsprechende infrastrukturelle Ausstattung. Deshalb haben wir uns auch im Sicherheitsbereich dazu entschlossen, Gelder des Landes für den Ankauf von neuen Waagen für LKW-Kontrollen bzw. von Alko- und Drogentestgeräten für die Polizei in die Hand zu nehmen, das Feuerwehrgesetz erstmalig für die 17.000 MitgliederInnen, wo wir sehr gut aufgestellt sind, mittels Befragung zu demokratisieren und im Tourismus 800.000 Euro für Vermieter zur Verfügung zu stellen“, so Landeshauptmann-Stv. Johann Tschürtz.

 

 

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