Mattersburg Aktuell: Arena Verkehr, Wohnen in Mattersburg, Stadt Budget

Mattersburg, 1. 12. 2016 –

ÖVP kritisiert Ampel bei Arena Mattersburg:
„Millionen-Euro-Umbau hat sich nicht bewährt“

„Einen Kreisverkehr um mehr als 1,5 Millionen Euro zurückzubauen, ist wohl einzigartig im Burgenland und in Österreich. Die Ampel-Anlage bei der Arena Mattersburg hat sich bisher nicht bewährt“, betont ÖVP-Bezirksparteiobmann LAbg. Christian Sagartz.

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Die Ampel-Anlage ist eine Verschlechterung zum früheren Kreisverkehr. „Es gibt nun Staus zurück bis zum Kreisverkehr Eisenstädter Straße, Staus in der Arena und teilweise steht man an drei Ampeln hintereinander bei Rot“, so Christian Sagartz. „Die ersten PKW stehen jetzt schon in den frühen Morgenstunden ohne Verkehr bei mindestens einer roten Ampel. Außerdem ist die Beschilderung nicht ausreichend, die Abbiegespuren sind zu kurz und schmal und die Taktung der Ampeln ist nicht ausgereift.“

„Der Umbau hat mehr als 1,5 Millionen Euro gekostet, davon zu zwei Dritteln Steuergeld. Aber für Abbiegespuren, die lang und breit genug sind, hat das Geld scheinbar nicht gereicht. Schuld an diesem Zustand ist SPÖ-Landesrat Bieler, der mit diesem Alleingang nach dem KUZ-Desaster erneut einen Streitpunkt verursacht hat. Die Weihnachts-Samstage mit viel Verkehr in der Arena werden zur ersten großen Herausforderung für den Millionen-Euro-Umbau“, hält der ÖVP-Bezirksparteiobmann fest. „Wenn Bieler, Illedits und Salamon von einem ‚problemlosen Verkehrsfluss‘ reden, meinen sie wohl die neuen Turbokreisverkehre in Oberwart und Siegendorf und nicht die Millionen-Euro-Verschwendung bei der Arena Mattersburg.“

Mattersburgs Vizebürgermeister Michael Ulrich ergänzt: „Wir durften weder im Stadtrat noch im Gemeinderat die verschiedenen Varianten zum Umbau einsehen. Als Steuerzahler dürfen wir alle dafür bezahlen, mitentscheiden durften wir nicht. Wir erwarten uns, dass zumindest die Taktung der Ampeln verbessert wird. Denn lange Rot-Phasen bei wenig bis keinem Verkehr ist eine Zumutung für alle Autofahrer.“


Stadtgemeinde setzt auf Leist bares Wohnen

Mattersburg ist eine moderat wachsende Stadt, die vor allem bei Jungfamilien sehr beliebt ist. Dementsprechend begehrt sind Bauplätze, Reihenhäuser und Wohnungen im Stadtgebiet. In den letzten Jahren hat die Stadtgemeinde viele Akzente zur Wohnraumschaffung gesetzt.

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Bgm. Ingrid Salamon und Dr. Alfred Kollar von der OSG in der Siedlung Wienerstraße. Hier werden die Startwohnungen errichtet.

Im Bereich der Pielgasse wurden 2015 insgesamt 30 Bauplätze aufparzelliert. Die wunderschön gelegenen Grundstücke sind ca. 800 Quadratmeter groß, fünf davon sind noch zu einem Quadratmeterpreis von 91,50 Euro zu haben. Infos im Rathaus unter 02626/623 32.

 

Startwohnungen für die Jugend

In Kooperation mit der OSG werden in der Wienerstraße 28 Startwohnungen errichtet. Die Wohnungen sind ca. 55 qm groß und günstig. „Bei diese Initiative steht ganz konkret der junge Mensch im Mittelpunkt. Wir wollen dadurch dem Phänomen ‚Wohnen wird Luxus‘ bewusst entgegensteuern und jungen Menschen das erste selbstständige Wohnen ermöglichen,“ erklärt Bürgermeisterin Ingrid Salamon.

Die Nachfrage nach den Wohnungen ist sehr groß. „Der Weg ist der richtige, nämlich Leist bares Wohnen auch für junge Menschen in Zukunft sicher zu stellen“, betont Salamon. Baubeginn für die Startwohnungen war im Herbst 2016, die Fertigstellung ist für Ende 2017 geplant. Interessierte können sich bei der OSG unter 02682/62 354-19 melden.

Auch im Ärztentrum wurden vier Wohnungen adaptiert, die bereits vergeben sind.

 

Betreutes Wohnen

Nicht nur für die Jugend, auch für ältere Menschen gibt es in Mattersburg sehr gute Wohnmöglichkeiten. Die Stadtgemeinde Mattersburg bietet seit Sommer 2016 neben dem pro mente-Haus „Betreutes Wohnen“ an. In einem eigenen Bau wurden seitens der Gemeinde ebenfalls gemeinsam mit der OSG 10 Wohneinheiten für „Betreutes Wohnen“ errichtet.

Die Stadtgemeinde wird auch in Zukunft danach trachten, günstige Bauplätze zu erwerben und an die Bevölkerung weiterzugeben. „Diesbezüglich hat auch ein Umdenken der Grundstückbesitzer stattgefunden. Das ist erfreulich“, so die Bürgermeisterin.


ÖVP-Vorschläge für Stadt-Budget:
Wichtige Zukunftsprojekte jetzt anpacken!

In der Gemeinderatssitzung am 14. Dezember wird das Budget der Stadtgemeinde Mattersburg beschlossen. Die ÖVP Mattersburg-Walbersdorf hat dafür konkrete Vorstellungen eingebracht: „Wir müssen jetzt wichtige Zukunftsprojekte anpacken: Günstige Bauplätze für Jungfamilien, Lehrplätze im Gemeindedienst schaffen, mehr Geld für neue Straßen- und Gehsteigsanierungen“, hält Vbgm. Michael Ulrich fest.

Die ÖVP-Vorschläge im Detail:

  • Günstige Bauplätze: Bauplätze für Familien sind kaum leistbar. Quadratmeterpreise von 120 Euro sind nur schwer finanzierbar. Wir schlagen vor, dass die Stadt Bauplätze für Familien fördert. Eine Familie, die in Mattersburg oder Walbersdorf bauen möchte, soll einen geförderten Bauplatz erhalten und bei den Anschlusskosten unterstützt werden.

 

  • Mehr Lehrplätze im Gemeindedienst: Am Bauhof und in der Gemeindeverwaltung gibt es zahlreiche interessante Arbeitsplätze. Um jungen Menschen eine Job-Perspektive zu geben, soll die Stadt mehr Lehrplätze im Gemeindedienst schaffen. Das ist ein Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und unterstützt junge Menschen.

 

  • Neue Gehsteige und Straßensanierungen: Viele Bürger warten seit Jahren auf die Errichtung der Gehsteige oder auf die Sanierung ihrer Straßen. Auch kleinere Straßensanierungen und Instandhaltungsmaßnahmen müssen angepackt werden.

 

  • Gratis-WLAN an öffentlichen Plätzen: Im Freibad und am Veranstaltungsplatz gibt es auf ÖVP-Initiative bereits einen kostenlosen Internet-Hotspot. Ein weiterer Gratis-WLAN-Standort ist beim Dorfplatz Walbersdorf sinnvoll.

 

  • Einfrieren der Repräsentationskosten: Jahr für Jahr werden die Repräsentationskosten angehoben. Um einen sorgsamen Umgang mit Steuergeld zu gewährleisten, sollen die Repräsentationskosten somit auf den Stand des Budgets 2016 eingefroren werden.

 

„Wenn die Gemeinde mit Steuergeld sparsam umgeht und in wichtige Zukunftsbereiche investiert, können wir unsere Stadt sinnvoll weiterentwickeln“, sagt Michael Ulrich abschließend.

 

 

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