ÖVP fordert Masterplan

Oberpullendorf, 29. 11. 2016 –

ÖVP fordert „Masterplan Gesundheitsversorgung“ Hausärzteversorgung sichern und Standort Krankenhaus Oberpullendorf garantieren

Die medizinische Versorgung im Mittelburgenland ist durch den Hausärztemangel in den kommenden Jahren gefährdet. Von den niedergelassenen Kassenärzten werden zwei von drei Ärzten bis 2025 in Pension gehen. „Die ÖVP will eine wohnortnahe medizinische Versorgung im Bezirk sicherstellen. Wir fordern daher von der Landesregierung einen Masterplan, wie die Gesundheitsversorgung im Mittelburgenland aufrechterhalten bleibt. Dieser Masterplan soll alle Bereiche umfassen, die Hausärzte, die Fachärzte und das Krankenhaus“, so Niki Berlakovich und Patrik Fazekas.

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Nikolaus Berlakovich, Patrik Fazekas

Gesundheit ist für alle Menschen ein hohes Gut. Wenn man einen Arzt braucht, soll man rasch Hilfe bekommen. Deshalb brauchen wir eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Das Hausärztenetz muss gewährleistet bleiben. Es ist oft so, dass die Gemeinden Haus- und Fachärzte lange suchen müssen. Bei der Nachbesetzung von Hausarztstellen dürfen die Gemeinden nicht alleine gelassen werden. „Bei unserer Mitgliederbefragung war die Gesundheitsversorgung eines der wichtigsten Themen. Die Landesregierung muss die Gemeinden bei der Suche von Hausärzten unterstützen und auch die Versorgung von Fachärzten sicherstellen. Damit verbunden ist auch die Sicherung der hausärztlichen rund um die Uhr Versorgung. Diese ist gefährdet, wenn es zu wenig Ärzte gibt. Auch dieser Aspekt muss im ‚Masterplan Gesundheitsversorgung‘ enthalten sein“, sagt ÖVP-Bezirksparteiobmann Berlakovich.

 

Standortgarantie für Spital Oberpullendorf

„In der Steiermark gibt es aktuell Diskussionen um die Zusammenlegung von Spitälern. Solch eine Diskussion lehnen wir im Burgenland ab. Die Landesregierung muss die regionalen Spitäler aufrechterhalten. Wir fordern eine Standortgarantie für das Krankenhaus in Oberpullendorf“, so Niki Berlakovich.

ÖVP fordert Stipendien für künftige Landärzte

Es gibt bereits jetzt große Schwierigkeiten bei Nachbesetzungen von allgemeinmedizinischen Kassenstellen im ländlichen Raum. Experten warnen vor einer Verschärfung der Situation durch die große Zahl der bevorstehenden Pensionierungen.

„Als Maßnahme sollte das Land Stipendien vergeben. An diese Stipendien wäre dann die Verpflichtung verknüpft, fünf Jahre als Arzt im Burgenland zu arbeiten“, erklärt LAbg. Fazekas. Pro Jahr sollen 20 Stipendien für Jung-Ärzte seitens des Landes ausgeschrieben werden. Hauptstoßrichtung der Volkspartei bleibt, den Standort Burgenland für Ärzte so attraktiv zu machen, dass sie im Land bleiben.

Die Medizin-Ausbildung in Österreich ist hervorragend. „Leider bleibt nur ein Teil der jährlich rund 900 Medizin-Absolventen im Land. Wir müssen daher die Attraktivität des Standorts erhöhen“, appelliert Patrik Fazekas. „Die Landesregierung gefordert ist jetzt gefordert, bessere Rahmenbedingungen für Jungärzte zu schaffen. Der Hausarzt muss als erste Anlaufstelle flächendeckend erhalten bleiben. Leider hat die rot-blaue Landesregierung bislang tatenlos zugeschaut, während immer mehr Ärzte fehlen. Als Maßnahmen soll das Land die Möglichkeiten für Gruppenpraxen erleichtern, Arzt-Arzt-Anstellungen ermöglichen und Förderungen für neu niedergelassene Ärzte beschließen. Beim drohenden Ärztemangel darf sich Rot-Blau nicht länger wegducken“, so Fazekas.

„Die Versorgung mit Hausärzten, Fachärzten und dem Krankenhaus als zentrale Versorgungseinrichtung muss unbedingt gesichert werden. Nur so kann die Gesundheitsversorgung im Bezirk erhalten bleiben“, so Berlakovich und Fazekas abschließend.

 

 

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