SPÖ: Gschäftsfraun, Tag gegen Gewalt an Frauen, Integration

Heiligenbrunn, 25. 11. 2016 –

Projekt „Gschäftsfraun“ hilft Frauen am Weg zur selbständigen Tätigkeit

Unternehmerisches Know-how im Südburgenland

Frauenlandesrätin Verena Dunst, abz*austria GFin Mag.a Manuela Vollman und Projektleiterin Daniela Friedrich stellten das Projekt „Gschäftsfraun“, welches demnächst im Südburgenland gestartet wird, vor. „Frauen haben großartige Ideen, vielfältige Kompetenzen und Fähigkeiten. Der Sprung in die berufliche Selbständigkeit muss gut überlegt sein. Das Projekt „Gschäftsfraun“ bietet Teilnehmerinnen die Möglichkeit, sich in Rahmen von Workshops das notwendige Fachwissen als Unternehmerin anzueignen und verhilft zur Selbständigkeit“, so Frauenlandesrätin Verena Dunst. Daher startete das abz*austria in Kooperation mit dem Frauenreferat und auf Initiative von Frauenlandesrätin Verena Dunst eine neue Beschäftigungsmaßnahme um Gründerinnen, Teilzeitselbständige und erwerbslose Frauen auf das Unternehmertum und die Selbständigkeit vorzubereiten.

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1. Reihe: Unternehmerin Eva Weinek, WEINEK, Elke Piff, Inhaberin BIO – Kräutergarten, GFin Mag.a Manuela Vollmann, abz*austria, Frauenlandesrätin Verena Dunst, Projektleitung Daniela Friedrich, abz*austria 2. Reihe:
Beraterin Susanne Drdla, abz*austria

Mit dem Projekt werden Frauen, die sich selbständig machen möchten und ihren eigenen Arbeitsplatz schaffen möchten, Kleinstgewerbetreibende, die von ihrem Unternehmen nicht existenzsichernd leben können, und vor allem Bäuerinnen, die ihre Produkte professionell(er) vermarkten möchten angesprochen. „Im Südburgenland gibt es genügend Frauen, die aufgrund ihrer Tätigkeit am Rande der Legalität ohne soziale Absicherung tätig sind. Darunter fallen Direktvermarkterinnen, „Kellerfrisörinnen“, Mehlspeisbäckerinnen und viele andere. Im Projekt „Gschäftsfrauen“ können sich diese Frauen das nötige Know-how holen“, erläutert Frauenlandesrätin Verena Dunst.

In den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf werden demnächst Informationsveranstaltungen abgehalten. Im Rahmen von Clearinggesprächen wird die Projektteilnahmemöglichkeit abgeklärt. Es gibt bereits das Angebot, das Coaching in Anspruch zu nehmen. Die Workshopreihe zur Vermittlung des unternehmerischen Know-how startet mit Februar 2017. Folgende Inhalte werden bei den Workshops behandelt: Von der Idee zum konkreten Produkt, Grundlagen zur Unternehmensgründung, rechtliche Grundlagen, Finanzierung und Finanzplanung, Unternehmensführung, Businessplan, Marketing u.v.m.

Als Best Practice Beispiel wurde die Inhaberin von „BIO-Kräutergarten“ – Elke Piff –, welche auch Teilnehmende beim Projekt Frauen*initiativ war, eingeladen, um über ihre Selbständigkeit zu berichten. Frau Piff hat sich als Kräuterbäuerin selbständig gemacht und ist seither mit ihrem Unternehmen erfolgreich. Eva Weinek erfüllte sich einen großen Kindheitswunsch und führt als Unternehmerin seit 15 Jahren einen eigenen Weinbaubetrieb im Südburgenland.

„Der Schritt in die Selbständigkeit braucht gewissen Mut. Es ist sehr wichtig, bereits im Vorfeld, vor allem auch in rechtlichen und wirtschaftlichen Belangen, welche für eine Unternehmensgründung heutzutage unumgänglich sind, umfangreich informiert und beraten zu sein! Mit Hilfe des Projektes wollen wir Frauen im Burgenland eine umfassende Vorbereitung und Begleitung auf dem Weg in die Selbständigkeit anbieten“, so Landesrätin Verena Dunst abschließend.


Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

SJ-Czech: „Jede fünfte Frau in Österreich ist von Gewalt betroffen!“

Am 25. November findet der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt. An diesem Tag starten jährlich die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. Weltweit, aber auch in Österreich, ist Gewalt an Frauen noch immer ein großes Problem, das nach wie vor tabuisiert wird. Auch dieses Jahr setzt die Sozialistische Jugend Burgenland (SJ) ein Zeichen an diesem Tag. Mit einer Art „Miss-Wahl“ in der FußgängerInnen-Zone in Eisenstadt wurde auf die Thematik aufmerksam gemacht. „Laut Studien ist jede fünfte Frau in Österreich von Gewalt betroffen. Für viele Frauen gehört Gewalt zum Alltag. Es gibt unterschiedlichste Formen der Gewalt und alle sind für die Betroffenen ein Problem. Die Politik und die Gesellschaft dürfen nicht länger zusehen“, kritisiert SJ Landesvorsitzende Silvia Czech.

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Lena Dörflinger, Caroline Pavitsits, Silvia Czech

Rund um den 25. November finden jährlich Aktionen gegen Gewalt an Frauen statt. Dieser Tag ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, dabei wird 16 Tage lang auf diese Thematik aufmerksam gemacht. Jede fünfte Frau ist in Österreich laut Statistik von Gewalt betroffen. Gewalt an Frauen stellt in der Realität leider immer noch ein großes Problem dar, welches jedoch größtenteils tabuisiert wird. Es gibt eine große Dunkelziffer von betroffenen Frauen. „Das Problem ist kaum sichtbar, denn 90% der Gewalttaten werden innerhalb der Familie oder im sozialen Umfeld begangen. Obwohl eine Vielzahl an Frauen betroffen ist, fehlt es dennoch bis heute an Frauenhausplätzen. Gerade in ländlichen Gebieten sind Frauenhäuser oft unterfinanziert oder gar nicht vorhanden“,“, so Czech weiter. Die Gewalt gegen Frauen hat die unterschiedlichsten Facetten und Erscheinungsformen und umfasst auch die psychische Gewalt, wie Handlungen, die Angst und Abhängigkeit erzeugen.

Die Sozialistische Jugend (SJ) Burgenland lehnt Gewalt in all ihren Formen ab und setzte daher ein Zeichen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Mit einer Art „Miss-Wahl“, wurde auf die Thematik aufmerksam gemacht. „Wir sagen klar: Nein zu Gewalt an Frauen! Denn jede und jeder hat ein Recht auf ein gewaltfreies Leben! Daher müssen sowohl präventive, als auch gesetzliche Maßnahmen, um Betroffenen Schutz zu bieten, ausgebaut werden!“, so Czech abschließend.

 

Beiträge der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit zur Integration

Vernetzungstreffen in der KUGA In Großwarasdorf

Die Integration junger Menschen mit Migrationserfahrung ist für die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit ein wichtiges Anliegen. Umgekehrt stellt für die Träger von Integrationsprojekten und –maßnahmen die Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen häufig einen wichtigen Schwerpunkt dar. Aktuell stehen sowohl die Jugendarbeit in diesem Bereich der Integration, wie auch die Integrationsarbeit mit Jugendlichen vor besonderen Herausforderungen – sei es angesichts des Zustromes an Flüchtlingen, sei es mit der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Integration und des friedlichen Zusammenlebens. Bei der Konferenz der Landesjugendreferent/-innen wurde deshalb die Durchführung von regionalen Vernetzungstreffen zum Thema „Beiträge der Jugendarbeit zur Integration“ in allen Bundesländern, in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familien und Jugend und unter Einbeziehung der Bundesjugendvertretung und dem Bundesweiten Netzwerk Offenen Jugendarbeit beschlossen. Das Landesjugendreferat Burgenland hat daher am 25. November 2016 in Kooperation mit dem Referat Integration und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Burgenland gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familien und Jugend in die KUGA nach Großwarasdorf zu einem regionalen Vernetzungstreffen eingeladen.

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Kinder- und Jugendanwalt Mag. Christian Reumann, Sanya Neinawaie, Integrationsbeauftragte Land Burgenland, Mag. Stephanie Deimel, Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit, Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf, Dr. Gabriele Matzinger, Bundesministerium für Familie und Jugend, Mag. Heinz Josef Zitz, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland, Kindergarteninspektorin Kornelia Berlakovich und Dr. Hermann Krenn, Landesjugendreferat Burgenland

„Das Burgenland hat im Bereich der Integration bereits wichtige Maßnahmen und Initiativen gesetzt. Wir waren beispielsweise das erste Bundesland, das Wertekurse angeboten hat. Wir haben heuer ein eigenes Integrationsreferat mit einer sehr kompetenten und engagierten jungen Frau geschaffen. Wir gehen klar den Weg der Kleinquartiere für eine funktionierende Integration. Davon gibt es mittlerweile mehr als 400. Nicht außeracht zu lassen ist die Koordination der Partnerorganisationen, um eine effektive Zusammenarbeit gewährleisten zu können. Das Burgenland bietet aber auch eine finanzielle Förderung für innovative Projekte im Bereich der Integration. Beispielsweise bietet das Landesjugendreferat eine neue Förderschiene für Integrationsprojekte mit Jugendlichen an, denn Tatsache ist, dass die kulturelle Vielfalt unser Zusammenleben, unseren Alltag und unsere Gesellschaft bereichert, aber auch eine große Herausforderung ist“, so Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf.

Bei diesem Vernetzungstreffen wurden aktuelle Informationen, Erfahrungen und Good-Practice-Modelle ausgetauscht und daraus resultierende Bedürfnisse, aber auch Anregungen aus der Praxis heraus aufgezeigt und diskutiert. Damit soll nunmehr die Jugendarbeit und ihre Beiträge zur Integration und zu einem friedlichen Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in den Regionen gestärkt und eine Grundlage für neue Kooperationen gelegt werden. Es wird eine ausführliche Dokumentation des regionalen Vernetzungstreffens erstellt, die die Inputs, Beiträge und Ergebnisse darstellt und zusammenfasst. In weiterer Folge soll diese Dokumentation gemeinsam mit entsprechenden Zusammenfassungen von gleichartigen Vernetzungstreffen in anderen Bundesländern österreichweit den Akteurinnen und Akteuren zur Verfügung gestellt werden. Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf dazu: „Eine erfolgreiche Integration findet vor allem auf kommunaler Ebene durch den Aufbau sozialer Kontakte, der Auseinandersetzung mit fremden Kulturen und der Einbindung der Migranten bei Vereinen und Veranstaltungen statt. Ich bin deshalb davon überzeugt, dass Integrationsprojekte auf kommunaler Ebene einen wertvollen Beitrag zum Abbau von Vorurteilen und zur Förderung des interkulturellen Verständnisses leisten. Daher unterstütze ich Integrationsprojekte der GemeindejugendreferentInnen bzw. Jugendorganisationen und hoffe, dass uns diese Initiativen wieder ein Stück näher zusammenbringen.“

 

 

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