„Sichtbar unterwegs“ – sicherer ankommen

Rust, 18. 11. 2016 –

KFV-Verkehrssicherheitsaktion soll Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern in der dunklen Jahreszeit erhöhen

Um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern in der dunklen Jahreszeit zu erhöhen, hat das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) die Aktion „Sichtbar unterwegs“ ins Leben gerufen. Das Land Burgenland und der Landesschulrat sind als Partner dabei. Bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Sicherheitsreferent Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz, DI Sabine Kaulich vom KFV und LSI HR Erwin Deutsch wurde die Aktion in der NMS Rust am Freitag, 18. November, vorgestellt. Mit eigens kreierter Kleidung riefen SchülerInnen der NMS das Thema „Sichtbarkeit“ in Erinnerung und mit einer Modeschau dazu auf, reflektierende Materialien zu tragen.

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Bgm. Gerold Stagl, Vize-Bgm.in Luzia Drawitsch, NMS-Dir. Peter Stoiber, Helmi, LH-Stv. Johann Tschürtz, DI Sabine Kaulich, KFV, LSI HR Erwin Deutsch, MSc, Kinder der NMS Rust

40 % aller Unfälle in dunkler Jahreszeit, ein Drittel wegen schlechter Sicht
Die dunkle Jahreszeit birgt erhöhtes Gefahrenpotential für Fußgänger und Radfahrer. „Das Risiko für Verkehrsunfälle steigt zwischen November und Februar aufgrund schlechter Witterungs- und Sichtverhältnisse stark an. Rund ein Drittel aller Unfälle passiert bei Dämmerung, Dunkelheit oder künstlicher Beleuchtung. Die Dämmerung kann für Fußgänger, die schwächsten Verkehrsteilnehmer, zur tödlichen Gefahr werden“, warnt Tschürtz. Die Mehrzahl der Unfälle ereignet sich dabei im Ortsgebiet, ein Großteil der schwer verletzten oder getöteten Personen sind Fußgänger oder Radfahrer, überdurchschnittlich oft sind Kinder, Jugendliche oder Senioren betroffen.

6 von 10 Kindern zu dunkel gekleidet
Objekte können in der Dämmerung oder Dunkelheit erst erheblich später wahrgenommen werden als bei Tageslicht, auch die Schärfewahrnehmung ist stark beeinträchtigt, weiß Kaulich. „Dunkel gekleidete Fußgänger können von Autofahrern deshalb erst aus 20 bis 30 Metern erkannt werden. Daher sei allen, besonders aber Kindern, dringend ans Herz gelegt, helle Kleidung oder Reflektoren zu tragen. An die Autofahrer appellieren wir eindringlich, die Geschwindigkeit an die Verhältnisse anzupassen und auf die richtige Scheinwerfereinstellung zu achten, um Blendungen zu vermeiden“. Besorgniserregend seien die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung, die zeige, dass im Burgenland 6 von 10 Kindern zu dunkel gekleidet sind. Ein Drittel der Kinder trage trotz dunkler Kleidung keine Reflektoren, nur drei Prozent tragen Warnwesten. Mit zunehmendem Alter sinke auch die Bereitschaft, sich sichtbar zu kleiden, sei es aus modischen Gründen oder aus Eitelkeit.

KFV-Aktion „Sichtbar unterwegs“
Mit der Aktion „Sichtbar unterwegs“ des Kuratoriums für Verkehrssicherheit sollen Fuß- und Radfahrer – ganz besonders Kinder und ältere Menschen – zeitgerecht zum Start der dunkleren Monate mit dem Thema „Sichtbarkeit im Straßenverkehr“ vertraut gemacht und dazu aufgerufen werden, sich sichtbarer zu kleiden. Als Partner haben sich das Land Burgenland und der Landesschulrat für Burgenland der Aktion angeschlossen. Der Auftakt zur Kampagne war am Freitag in der NMS Rust. Mit einem einfallsreichen Showact und einer Modeschau machten SchülerInnen auf das Thema Sichtbarkeit aufmerksam. Mit im Rahmen eines „Kreativ-Sicherheits-Workshops“ selbstdesignter Kleidung demonstrierten die SchülerInnen eindrucksvoll den Unterschied reflektierender zu nichtreflektierenden Materialien bei Dunkelheit. Für LSI Deutsch ist es „selbstverständlich, dass wir an dieser Aktion teilnehmen und damit einen weiteren Beitrag für mehr Sicherheit der Kinder am Schulweg leisten“.

Auch Sicherheitsbeauftragte im Dienste der Aktion „Sichtbar unterwegs“
Noch für den Herbst kündigte Tschürtz eine weitere Aktion zu diesem Thema an. So sollen die seit heuer im Burgenland tätigen Sicherheitsbeauftragten im Zuge ihrer Tätigkeit in den Gemeinden Folder und reflektierende Materialien an Passanten verteilen. Fußgängersicherheit sei auch ein zentraler Punkt im Burgenländischen Verkehrssicherheitsprogramm, betont der Sicherheitsreferent. Die dazu ins Leben gerufene Initiative „Sicheres Burgenland – Sei dabei“, ein Netzwerk von Partnern, darunter die Gemeinden, soll auf Basis von Unfallanalysen gemeinsam am Ziel arbeiten, das Burgenland zu einem der sichersten Bundesländer zu machen.

 

 

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