Kranzniederlegung vor dem Landhaus

Eisenstadt, 17. 11. 2016 –

Erinnerung lebendig halten für eine friedliche Zukunft

Kranzniederlegung vor dem Landhaus im Gedenken an die Opfer des Krieges und des Faschismus

Der Burgenländische Landtag mit Präsident Christian Illedits an der Spitze, die Mitglieder der Burgenländischen Landesregierung und der Landesfonds für die Opfer des Krieges und Faschismus gedachten am Donnerstag, 17. November, mit einer feierlichen Kranzniederlegung vor dem Landhaus jener Burgenländerinnen und Burgenländer, die von 1938 bis 1945 aus politischen, religiösen und rassischen Gründen dem Naziregime zum Opfer gefallen sind. Schülerinnen und Schüler des Vokalensembles der Musik-NMS Rosental umrahmten mit musikalischen Beiträgen die Gedenkfeier.

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Landtagspräsident Christian Illedits, LH Hans Niessl, LR Mag. Norbert Darabos, LAbg. Mag. Christian Sagartz, Dr. Susanne Steiger-Moser, Landesvorsitzende und Mitglied des Bundesvorstandes der sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktive AntifaschistInnen

„Mit dieser Kranzniederlegung wollen wir zum Ausdruck bringen, dass die Verbrechen und Gewalttätigkeiten des Nationalsozialismus ebenso wie die vielen Opfer und Leidtragenden  nicht vergessen werden dürfen. Es gilt auch jener Menschen zu gedenken, die in diesen Zeiten der härtesten Unterdrückung treu zu ihrer Überzeugung und zur Demokratie standen, die gegen totalitäre Macht und Willkür ankämpften und dafür ihr Leben lassen mussten. Neben der gemeinsamen Erinnerung und der Trauer um die Opfer verbindet uns auch ein gemeinsames Bekenntnis, das jedes Jahr erneuert und bekräftigt wird. Es ist das Bekenntnis: Nie mehr wieder Faschismus. Nie mehr wieder sollen Willkür, totalitäre Macht und Krieg die Menschenrechte mit Füßen treten können“, sagte Landesrat Mag. Norbert Darabos in seiner Ansprache.

Die grausamen Verfehlungen weniger Menschen kosteten nicht nur Leben, sie stürzten unser Land in Schutt und Asche. Nun, da es kaum mehr Zeugen dieser Zeit gibt, deren Schrecken schier unvorstellbar ist, sind wir in der Verantwortung, die Leistungen und Tapferkeit jener zu würdigen, die sich für eine bessere Zukunft, für uns, aufgeopfert haben. Vor dem Hintergrund der humanitären Katastrophen der Gegenwart erachte ich die Erinnerung und das Gedenken als ausschlaggebendes Gütekriterium unserer Demokratie. Wir dürfen nicht vergessen, dass die persönliche Freiheit unser wertvollstes Gut ist. Und wir dürfen keinesfalls zulassen, dass sich diese Geschichte wiederholt. Demokratie und die Freiheit müssen gewährleistet bleiben – Krieg und Faschismus, Hass und Völkerfeindschaft dürfen in unserer Welt keinen Platz mehr haben“, betonte Landtagspräsident Christian Illedits.

 

 

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