Grüne: Wieder mehr als 2 Mio. Euro verloren

Eisenstadt, 16. 11. 2016 –

Landesrechnungshof Prüfbericht Landes-EDV

Wieder mehr als 2 Mio. Euro verloren

Der auch von den Grünen geforderte Prüfbericht zur Landes-EDV liegt nun vor und ist mit 200 Seiten und 70 Empfehlungen sehr umfangreich ausgefallen. Der Landerechnungshof (LRH) geht darin vor allem auf die Vorgänge rund um das Personalmanagementprogramm IPA ein, welches die Lohnverrechung von etwa 8.000 Lohnstellen regelt. Das Land Burgenland musste ab 2009 dieses veraltete System auf ein neues System umstellen und scheiterte daran kolossal. Grund dafür war in erster Linie lt. LRH das Fehlen eines Projektleiters, eines Managementplans, ausreichende Projektbericht, etc.

„Nun liegt, man traut es sich ja kaum sagen, die Lohnverrechnung unseres Landes in den Händen des Landes Oberösterreich, beschämend für das Burgenland“, so der Grüne Landtagsabgeordneten Wolfgang Spitzmüller.

Die Idee dieses Programm IPA neu, jetzt IPA-NG genannt gemeinsam mit dem Land Oberösterreich zu erarbeiten, hält der Grüne Labg. für klug und begrüßenswert, leider ist man auf diese Idee erst zu spät gekommen und hat lange alleine versucht diese Aufgabe zu bewältigen. Selbst der für das Land daran arbeitende IT-Ziviltechniker hält die dafür investierten Kosten für „abschreibungswürdig“. Der Landesrechnungshof geht davon aus, dass von den 2,2 Mio € die dafür investiert wurden, 2,1 Mio. € gänzlich verloren sind.

Gleichzeitig mit dem Verlust dieser Investitionen, ging viel Zeit verloren, bzw. wurde der Zeitfaktor völlig falsch eingeschätzt. Das neue Lohnverrechnungsprogramm IPA-NG ist bis heute nicht fertig gestellt. Es geht hier, um die Umstellung auf ein neues zeitgemäße Datensystem mit ca. 9 Mio. Codezeilen.

„Einmal mehr wurde durch unzureichende Planung, ein kaum vorhandenes Projektmanagement, unzureichende Dokumentation, ein großer Schaden für das Land verursacht“, so Spitzmüller. 70 Empfehlungen listet der LRH am Ende seines Berichtes auf. Ein Teil davon betrifft auch das Erste Bgld. Rechenzentrum (EBRZ) welches, dies ist die Hauptkritik, Arbeitskräfte dem Land überlassen hat. Dies widerspricht nicht nur den gesetzlichen Bestimmungen, sondern führte zu Mehrkosten durch die daraus nötige Verrechnung der Umsatzsteuer.

Die Grünen fordern die umgehende Umsetzung jener Empfehlungen des Landes die jetzt noch möglich sind und jene Empfehlungen die nur noch für zukünftige Projekte relevant sind, zu befolgen.

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