Aufregung um Mega-Glashaus in Frauenkirchen

Frauenkirchen, 12. 11. 2016 –

In der letzten Gemeinderatssitzung von Frauenkirchen wurde eine Änderung des Flächenwidmungsplanes durch die SPÖ beschlossen. Damit kann jetzt ein riesiges Glashaus am Ortsrand errichtet werden. Das sorgt jetzt für viel Aufregung in Frauenkirchen.

Gesamt werden im Burgenland auf ca. 61 ha Paradeiser angebaut. Laut Auskunft der Landwirtschaftskammer werden davon lediglich 6 ha im Freien angebaut. 55 ha der Tomaten wachsen in Glashäusern. Jetzt sollen noch 14 ha oder 140.000m² dazukommen. Wie viele dieser Tomaten für den Eigenverbrauch der Österreicher sind, konnte uns auch das Landwirtschaftsministerium nicht sagen. Laut Statistik Austria werden in Österreich durchschnittlich 28 kg pro Kopf und Jahr verbraucht. Der Selbstversorgungsgrad bei Tomaten liegt aber bei nur 22%, der Rest muss importiert werden.

Doch zurück nach Frauenkirchen.
Fakt ist, dass ein Streit darüber ausgebrochen ist, ob Frauenkirchen ein ca 20 Fußballfelder großes Glasgewächshaus für Tomaten braucht. Laut dem Betreiber wird es mit modernster Technik ausgestattet. Dazu gehört zum Beispiel, daß die Tomaten mit Regenwasser gegossen werden sollen.

Jetzt ein paar Daten zum Mega-Glashaus:
Die Fassadenlänge entlang der Straße ist fast einen halben Kilometer lang.
Die Wandhöhe beträgt ca. 5m, die Giebelhöhe ca. 7m.
Die größte Höhe ist 14m beim Pufferspeicher.
Das gesamte Areal hat eine Größe von 19 ha, davon 14ha als Glashaus und Betriebsgebäude.
Im Vergleich zu den Windrädern die schon fast überall stehen, ist eine Höhe von 14 Metern nicht der Rede wert.

Bei der letzten Pressekonferenz in Frauenkirchen, wo neben dem Bürgermeister Josef Ziniel, auch LH Hans Niessl anwesend war, kamen viele Bürger um sich zu informieren. Sie konnten sich aber nicht nur informieren, sondern auch Fragen stellen und ihre Bedenken vortragen. LH Hans Niessl ist einer der Befürworter des Mega Glashauses, er betonte auch immer wieder, dass viele Tomaten aus fernen Ländern wie Marokko, Spanien und Holland im Burgenland verbraucht werden.

Auf der anderen Seite ist der Bürgermeister von Frauenkirchen, Josef Ziniel, davon überzeugt, dass sich die Proteste gegen das Riesenglashaus, einzig und alleine nur gegen seine Person richten.

Die Gegner des Glashauses, die mit verschiedenen Tafeln auf sich aufmerksam machten, lassen sich jedoch nicht ins Eck drängen und verlangen Antworten.

Wir haben mit Gegnern und Befürwortern gesprochen, hören sie was diese zu sagen haben.

 

 

 

 

 

 

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