Burgenländischer Jugendlandtag – Mobilität für Jugendliche im Burgenland

Eisenstadt, 10. 11. 2016 –

 

Im 2. Punkt der Tagesordnung ging es um Mobilität für Jugendliche im Burgenland. Es ging dabei um die entbürokratisierung der Behördenwege. Die Forderung nach einem Onlineformular für die Förderung des Semestertickets wurde gestellt. Auch das alle burgenländischen Gemeinden 50 Prozent des Semesterticketpreises übernehmen sollen war ein Thema. Einige Gemeinden übernehmen die Hälfte der Kosten, einige fördern nur 50 Euro oder gar nichts. Der Ausbau des Top Jugendtickets auf alle unter 26 wurde gefordert. Auch der Führerschein soll leistbar werden. Zum Schluß wurde noch der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes gefordert.

 

 

Antrag der Jugendabgeordneten Lukas Scherhaufer, Maximilian Sipötz,Simon Luckinger, David Gollinger, Ing. Bettina Pauschenwein, Msc, Moritz Strasser, Maria Jessica Wiesinger, Manuel Kraly und Andreas Zach auf Fassung eines Beschlusses betreffend Mobilität für Jugendliche im Burgenland.
Der Landtag wolle beschließen:

Beschluss
des Jugend-Landtages vom 10. November 2016 betreffend Mobilität für Jugendliche im Burgenland

Onlineformular für die Förderung des Semestertickets
In Zeiten der Digitalisierung ist es vor allem im Sinne der Jugendlichen, Behördenwege zu entbürokratisieren. Aus gegebenem Anlass fordern wir die Schaffung einer Onlineplattform über die die Abwicklung des Förderantrags für das
Semesterticket durchgeführt werden kann. Dies würde zeitlichen Aufwand für die Studierenden erheblich minimieren.

50 Prozent Semesterticketförderung aller Gemeinden
Das Land Burgenland fördert bereits seit längerem 50 Prozent des Semestertickets. Einige Gemeinden leisten ebenfalls einen zusätzlichen Beitrag, jedoch nicht alle. Aufgrund dessen fordern wir den burgenländischen Landtag auf, einen Appell an alle Gemeinden zu richten, die übrigen 50 Prozent der Kosten zu übernehmen. Jene Gemeinden, die einen Fixbetrag von 50 Euro beschlossen haben, sollen aufgefordert werden die Förderung auf 50 Prozent der Kosten abzuändern.
Ausbau des Top-Jugendtickets
Die burgenländische Landesregierung soll sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass das Top-Jugendticket für alle österreichischen Jugendlichen unter 26 Jahren, wie auch im Regierungsabkommen aus dem Jahr 2013 festgehalten wurde, umgesetzt wird. Dies soll vor allem Studentinnen und Studenten ermöglichen um sechzig Euro durch ganz Österreich zu pendeln. 

Führerschein muss leistbar werden
Da gravierende Unterschiede zwischen den Preisen der einzelnen Fahrschulen bestehen und es kaum möglich ist, diese untereinander zu vergleichen, fordern wir Transparenz. Die verpflichtende Offenlegung aller Kosten von der Grundausbildung bis zum Abschluss der Mehrphasenausbildung soll Abhilfe schaffen Jugendliche über die entsprechenden Angebote zu informieren. Wir fordern daher eine unabhängige Onlineplattform auf der die Angebote der einzelnen Fahrschulen im Burgenland übersichtlich dargestellt werden und vergleichbar sind.
Optimierung und Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes
Wir fordern die Erhaltung beziehungsweise den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel speziell im Südburgenland. Zusätzlich soll die Möglichkeit eines „Gemeindebusses“ für fehlende Busverbindungen zum nächstgelegenen Bahnhof in Betracht gezogen werden. Diese sollen gegebenenfalls vom Land gefördert werden. 

Der Jugend-Landtag hat beschlossen:
Der Burgenländische Landtag wird aufgefordert, diesen Beschluss als 1. Teil eines Gesamtberichtes des Jugendlandtages im Burgenländischen Landtag zu behandeln.

 

 

 

 

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