ÖVP: Diagnose Ärztemangel

Eisenstadt, 8. 11. 2016 –

„Klub im Gespräch“ in Oberpullendorf:
ÖVP diskutierte mit Experten „Diagnose Ärztemangel“

Klubobmann Christian Sagartz lud gestern zur vierten Veranstaltung des neuen Veranstaltungsformats „Klub im Gespräch“. Zum Thema „Diagnose Ärztemangel“ diskutieren im Rathaus Oberpullendorf Michael Lang (Präsident Ärztekammer für Burgenland), Christian Moder (Direktor Burgenländische Gebietskrankenkasse) und Dieter Schmid (Präsident Apothekerkammer Burgenland).

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LAbg. Bgm. Georg Rosner, NR Dipl.-Ing. Niki Berlakovich, Mag.pharm. Dieter Schmid, Mag. Christian Moder, OA Dr. Michael Lang, KO LAbg. Mag. Christian Sagartz, Bgm. Rudi Geißler

Die Volkspartei Burgenland kann sich für Ärzte etwas Ähnliches wie Ausbildungsverträge in der Wirtschaft vorstellen: „Das Land könnte Stipendien vergeben. An diese Stipendien wäre dann etwa die Verpflichtung verknüpft, im Burgenland fünf oder mehr Jahre als Arzt zu arbeiten. Pro Jahr sollen 20 Stipendien für Jung-Ärzte seitens des Landes ausgeschrieben werden“, nennt Christian Sagartz das Resümee des spannenden Diskussionsabends.

„Im Burgenland haben wir nicht zu wenige Ärzte, sie sind nur schlecht verteilt. In den Ballungszentren gibt es ausreichend Mediziner, wogegen im ländlichen Bereich ein Mangel herrscht“, zeigt BGKK-Direktor Moder auf und ergänzt: „Eine Möglichkeit, damit sich junge Menschen für eine Praxis am Land entscheiden, ist die Einrichtung von gemeindeübergreifenden Netzwerken.“

Ein wichtiges Kriterium für Dieter Schmid, Präsident der Apothekerkammer Burgenland, ist die Work-Life-Balance: „Es wird uns nur gelingen, neue und junge Ärzte im Burgenland anzusiedeln, wenn die Stellen den Lebensvorstellungen des modernen Arztes entsprechen. Dazu müssen Anreizsysteme geschaffen werden, die eine entsprechende Work-Life-Balance garantieren.“

Diesen Gedanken teilt auch der Präsident der Ärztekammer, Michael Lang: „Wenn man will, dass neue Ärzte ins Burgenland kommen, muss man den angehenden Medizinern ein angenehmes Arbeitsumfeld einrichten, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung schaffen und eine Stellengarantie bieten.“

„Wir wollen den Standort Burgenland für Ärzte so attraktiv machen, dass sie im Land bleiben. Gefordert ist nun die rot-blaue Landesregierung, um bessere Rahmenbedingungen für Jungärzte zu schaffen. Denn wir wollen den Hausarzt als erste Anlaufstelle flächendeckend im Burgenland erhalten“, so Klubobmann Christian Sagartz abschließend.

 

 

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