SPÖ: Song Challenge Preisverleihung, Frauen Beschäftigung, Finanzausgleich

Eisenstadt, 7. 11. 2016 –

Preisverleihung SongChallenge 2016

Eisenkopf: „SongChallenge ist wichtige Plattform für junge MusikerInnen“

Songs pur, ohne Bühne, ohne Show – trotzdem einem breiten Publikum zugänglich: Das ist das Ziel der SongChallenge des Landesjugendreferats Burgenland. 34 MusikerInnen aus 12 unterschiedlichen Musikrichtungen haben heuer die Möglichkeit genutzt ihre selbst komponierten Musikstücke zu präsentieren. Die besten Eigenkompositionen wurden am vergangenen Freitag im KUZ Eisenstadt ausgezeichnet. „Es war auch heuer wieder eine sehr spannende Song Challenge mit vielen hochwertigen Beiträgen. Die jungen MusikerInnen haben einmal mehr ihr musikalisches Talent und ihr Können unter Beweis gestellt,“ so Eisenkopf.

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Der erste Platz ging an die „Turbokrowodn“ (Frankenau) mit dem Song „Marijana“. „Voice of Germany“. „Ruben Dimitri“ (Kleinwarasdorf) konnte mit „Out of my Head“ den zweiten Platz erreichen. Dritter wurde die „Bandroom Casting Couch“ (Markt Neuhodis) mit „Baumhaus“.

Weitere Platzierungen:

Platz 4: SALMER (St. Margarethen) – „Ich gehör zu keiner Gang“

Platz 5: MR. JONES (Heiligenbrunn) – „Day by Day“

Platz 6: MICHAEL & VIKTORIA (Stinatz)– „With you“

Alle Informationen und  Songs sind online unter www.songchallenge.at  abrufbar.


Frauen-Beschäftigungsprojekt „Meine Chance — Handel und Tourismus“

Frauenlandesrätin Verena Dunst und BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier stellen neues Beschäftigungsprojekt für Frauen vor

Frauenlandesrätin Verena Dunst und BFI-Landesgeschäftsführer Peter Maier stellten heute, Montag, das Projekt „Meine Chance – Handel und Tourismus“ vor. Die auf Initiative der Landesrätin gestartete Maßnahme zielt darauf ab, Frauen nach Zeiten der Kindererziehung und Haushaltsführung auf Jobs in Handel und Tourismus ins Berufsleben neu oder wieder zu integrieren. „Handel und Tourismus eröffnen den Frauen viele Chancen am Arbeitsmarkt. Hier werden viele neue Arbeitsplätze geschaffen und deshalb wollen wir Frauen aus der Region Neusiedl auf Tätigkeiten in diesen Bereichen vorbereiten“, so Dunst. Kursstart ist am 1. Dezember 2016, die Kursdauer beträgt acht Monate. Anmeldungen sind bei der BFI-Servicestelle Neusiedl am See unter +43 (0) 21 67 / 37 87-3510 sowie +43 (0) 664 / 800 45 340 möglich (E-Mail: a.poetscher@bfi-burgenland.at). Kursort: BFI-Servicecenter Neusiedl.

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Potential an Arbeitsplätzen
„Tourismus und Handel gehören irgendwie zusammen und sind ein gutes Gespann. Sie ergänzen sich und können voneinander profitieren“, erklärt BFI-Landesgeschäftsführer Maier. Er nimmt damit Bezug auf eine Studie, an die nachweist, dass der Einkaufsbummel zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten der Touristen zählt. Gleichzeitig wisse man, dass es Frauen, die längere Zeit nicht berufstätig waren, schwer fällt, sich den organisatorischen Anforderungen des Arbeitsmarktes unterzuordnen. Ein Spannungsfeld, das auch für den Arbeitsmarkt nicht unwesentlich sei „und auch ein Potential an Arbeitsplätzen, vor allem in der Region Neusiedl mit den großen Outlet-Centern bietet“. „Im September waren 645 Frauen im Bezirk Neusiedl am See arbeitslos gemeldet, um 38 mehr als im Vorjahr. 150 der Frauen waren über 50 Jahre alt“, betont Dunst die Wichtigkeit von Beschäftigungsprojekten. Dem gegenüber stünden Ausbaupläne wie jene des Mc Arthur Designer Outlet, betont Dunst. Das Center, mit 1.300 Beschäftigten bereits jetzt einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region, werde durch die Erweiterung 300 neue Arbeitsplätze schaffen, so die Landesrätin.

Maßgeschneiderte Hilfe zum Ein- oder Wiedereinstieg in die Berufswelt
Um Frauen den Wiedereinstieg in die Beschäftigung zu erleichtern, wurden im Rahmen des aktuellen Projektes unterschiedliche Module entwickelt. Sprachkurse auf Deutsch und Englisch stehen ebenso auf dem Programm  wie Fachmodule für Verkaufstechniken, Verkaufsverhalten und Kommunikation mit den Kund/innen, Warenpräsentation, Beschwerdemanagement, Betriebswirtschaft in der Praxis oder EDV-Grundlagen. Das Ziel der Beschäftigungsmaßnahme ist zudem, die Verbesserung der Mobilität sowie ein gesteigertes Selbstwertgefühl bei Frauen zu entwickeln. „Diese erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten erhöhen die Berufschancen der Teilnehmerinnen und somit auch die Chance auf eine nachhaltige Integration am Arbeitsmarkt. Ein eigenes Einkommen verbessert die persönliche Situation der Frauen und hat auch eine positive Auswirkung auf das Familieneinkommen“, so Dunst, die betont, dass  Projekte mit diesem Ziel auch mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert werden. In der aktuellen  Förderperiode 2014-2020 stehen 2,48 Millionen Euro an ESF-Mitteln zur Verfügung. Die Förderschwerpunkte zielen darauf ab,  die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und Frauenarmut zu bekämpfen.

Hohe Erfolgsquote bei der Integration am Arbeitsmarkt
Die bisherigen Projekte haben gezeigt, wie diese Ziele erreicht werden können. In der Förderperiode 2007-2013 standen dem Referat Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung 1,75 Millionen Euro an ESF-Mitteln zur Verfügung (75% EU, 25% Ko-Finanzierung Land). Damit wurden 30 Projekte (3 burgenlandweit, 18 im Mittel- und Südburgenland, 9 im Nordburgenland) und 27 Auf- und Weiterqualifizierungskurse umgesetzt sowie drei Studien durchgeführt. 597 Frauen wurden in unterschiedlichsten Projekten betreut. Knapp 46 Prozent davon wurden nachhaltig am Arbeitsmarkt integriert.

Interessierte können sich an das BFI Burgenland, Servicecenter Neusiedl wenden (Tel. Tel: +43 (2167) 37 87-0, E-Mail: buero-nd@bfi-burgenland.at).


FAG Verhandlungsabschluss: 5,2 Mio. Euro mehr pro Jahr für das Burgenland

Nach dem Abschluss der Verhandlungen über den Finanzausgleich zwischen dem Bund, den Ländern und den Gemeinden zeigt sich Finanzlandesrat Helmut Bieler zufrieden: „Das Ergebnis ist angesichts wirtschaftlich schwieriger Zeiten ein großer Erfolg. Das Burgenland erhält ab 2017 jährlich rund 5,2 Mio. Euro mehr aus dem Finanzausgleich. Zusätzlich erhalten wir eine Einmalzahlung für die Flüchtlingskosten.“

Ab 2017 fließen 300 Millionen mehr aus dem Finanzausgleich an Länder und Gemeinden. Die zusätzlichen Mittel sichern die nachhaltige Haushaltsführung, unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales, ab. Weiters wird vom Bund ein einmaliger Zuschuss von 125 Millionen Euro für Migrations- und Integrationsausgaben ausbezahlt.
Ein wesentlicher Punkt im neuen Finanzausgleich ist die Stärkung der Gemeinden. Der oft kritisierte abgeflachte abgestufte Bevölkerungsschlüssel bleibt erhalten, struktur- und finanzschwache, sowie von Abwanderung betroffene Gemeinden erhalten allerdings einen Ausgleich von 60 Mio. Euro. „Von diesen zusätzlichen Mitteln werden vor allem die burgenländischen Gemeinden überproportional profitieren“, zeigt sich Gemeindereferentin Mag. Astrid Eisenkopf optimistisch und gratuliert zum Verhandlungsergebnis „weil das der erste wichtige Schritt in Richtung einfacher, schlanker und transparenter Finanzausgleich ist.“
Der abgeflachte abgestufte Bevölkerungsschlüssel bleibt erhalten, struktur- und finanzschwache, sowie von Abwanderung betroffene Gemeinden erhalten einen Ausgleich von 60 Mio. Euro. Von diesen zusätzlichen Mitteln werden vor allem die burgenländischen Gemeinden überproportional profitieren. Zusätzlich fließen an die Gemeinden 80 Mio. Euro für die Siedlungswasserwirtschaft. Über die Bankenabgabe erhalten Länder und Gemeinden 30 Mio. Euro. Der Pflegefonds wird ab 2018 mit 4,5 Prozent valorisiert, das entspricht einem Wert von 64,4 Mio. bis 2021. Für den Ausbau von Hospiz und Palliativversorgung werden von Bund, Ländern und Sozialversicherung 18 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. „Insgesamt gesehen stellt der neue Finanzausgleich eine solide finanzielle Basis für das Burgenland und die burgenländischen Gemeinden dar, um die bisherigen und auch die zukünftigen Aufgaben im Sinne der Anliegen der burgenländischen Bevölkerung bewältigen zu können“, so LR Helmut Bieler abschließend.


LR Darabos: „Begrüße Einigung zum Finanzausgleich im Gesundheitsbereich“

Darabos erfreut über die Abschaffung des Kinderselbstbehalts.

Der heute beschlossene Pakt zum Finanzausgleich sei auch im Gesundheitsbereich für die nächsten Jahre richtungsweisend, konstatiert Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos. „Mit den Ausgabenobergrenzen von 3,6 Prozent – getreppt auf 3,2 Prozent bis 2022 steht das burgenländische Gesundheitswesen auf stabilen Beinen in den nächsten Jahren“, so Darabos der die Abschaffung des Kinderselbstbehaltes im Zuge des Finanzausgleichs neu als wesentlichen Eckpunkt sozialdemokratischer Gesundheitspolitik bezeichnet.


Finanzausgleich: Landesrat Bieler holt gutes Ergebnis für das Burgenland heraus

Hergovich: „Jährlich 5,2 Millionen mehr & Sonderfonds für Gemeinden“

„Finanzlandesrat Helmut Bieler hat für das Burgenland und seine Gemeinden mehr herausgeholt, als aufgrund der starren Haltung von ÖVP-Finanzminister Schelling zu erhoffen war“, begrüßt SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich den heute präsentierten Pakt zum Finanzausgleich. Insgesamt bringe diese Einigung für das Burgenland ein Plus von 5,2 Millionen Euro jährlich und eine zusätzliche Finanzspritze zur Abfederung der Flüchtlingskosten. Der Verzicht auf die sogenannte „Gastpatientenregelung“ bedeute überdies eine Ersparnis in der Größenordnung von rund 40 Millionen Euro. Vom Sonderfonds für finanz- und strukturschwache Gemeinden wird das Burgenland aufgrund seiner kommunalen Struktur überdurchschnittlich profitieren.

„Unterm Strich bringt der neue Finanzausgleich ein beträchtliches Plus für das Burgenland. Das ist angesichts steigender Kosten für Soziales, Bildung oder Gesundheit ein großer Schritt in die richtige Richtung“, betont Hergovich.

Der Finanzausgleich werde durch einen stärkeren Fokus auf Aufgabenorientierung „insgesamt fairer und transparenter“, ist der SPÖ-Klubchef überzeugt und sieht nur einen Wermutstropfen: „Eine völlige Hinwendung zum Prinzip ‚jeder Bürger ist gleich viel wert‘ ist vor allem an den ÖVP-geführten westlichen Bundesländern gescheitert.“

 

 

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