Klimaschutz von Oberwart bis nach Marrakesch

Oberwart, 29. 10. 2016 –

Grüne fordern mehr Klimaschutz-Anstrengungen

Am vergangenen Samstag, informierten NAbg. Christiane Brunner und LAbg. Wolfgang Spitzmüller im Oberwarter Parker über den Klimaschutz. (Am Bild mit der Grünen Bezirksgruppe Oberwart: Dan Jakubovicz, Gabi Huterer, Maria Racz, Dagmar Frühwirth-Sulzer, Erna Nachtnebel, Daniel Fabsits)

grüne

Von 7.-18. November findet die kommende Klimakonferenz in Marrakesch statt. NAbg. Christiane Brunner war in Oberwart und berichtete was nach dem Klimavertrag von Paris in Marrakesch passieren wird und was wir in Österreich tun müssen.

Der Klimavertrag von Paris bedeutet: das fossile Zeitalter ist zu Ende! Bis zum Jahr 2050 muss Österreich (wie alle anderen Industrienationen) sein Gesellschafts-, Wirtschafts- und Energiesystem auf 100 Prozent erneuerbare Energie umgestellt haben,“ so die Umweltsprecherin der Grünen.

In Marrakesch wird es um knallharte Arbeit zur Erreichung dieser Ziele gehen.

Knapp ein Jahr nach Beschluss des Weltklimaabkommens in Paris liegen in Österreich die Treibhausgasemissionen (2015 laut Prognose der Europäischen Umweltagentur für 2015) wieder knapp über dem Stand von 1990. Die EU insgesamt liegt hingegen bei minus 24%. Der Trend in Österreich geht also in die völlig falsche Richtung.

Dennoch hat die Bundesregierung seither noch keine einzige Klimaschutzmaßnahme gesetzt und auch keine einzige Maßnahme vorgeschlagen, sämtliche Grüne Initiativen wurden vertagt,“ ärgert sich die Grüne Umweltsprecherin NAbg. Christiane Brunner. Jeder einzelne Tag an dem nicht gehandelt wird, ist ein verlorener für den Klimaschutz und die Welt.

Ähnliches berichtet LAbg. Wolfgang Spitzmüller aus dem Burgenland, „Das Burgenland ist zwar bei der Windenergie Vorreiter, aber darüber hinaus werden keine konkreten Klimaschutz-Maßnahmen getroffen.“ Eher im Gegenteil meinen die Grünen, es werden zB. neue Straßen gebaut und Einkaufszentren weiter außerhalb der Ortschaften genehmigt, alles Treibhausgas-Verstärker.

Im Grünen 10-Punkte Programm zum Klimaschutz, geht es um Verkehr, Ernährung, Sanierungsoffensive,…..:

  1. Klimaschutzoffensive im Verkehr: Öffentlichen Nahverkehr ausbauen. LKW-Maut ausdehnen und Dienstwagenprivilegien abbauen.

  2. Raus aus dem Öl: Bundesweites Umstiegs-Programm auf erneuerbare Heizsysteme. Unbürokratisch, leicht und leistbar.

  3. Sanierungsoffensive NEU: Sanierung mit Umstellung auf erneuerbare Raumwärme wird durch bessere Förderungen einfacher und finanzierbar.

  4. Ökostromausbau: Mit einem Ökostromgesetz NEU 100% Öko-Strom bis 2030 erreichen. Das ist auch die beste Versicherung gegen Atomkraft.

  5. Klimaschädliche Subventionen streichen: Frei gewordene Mittel gehen in Sanierung und Effizienzmaßnahmen.

  6. Ökologisch-soziale Steuerreform: Energieverschwendung wird stärker, Arbeit weniger mit Steuern belastet. Das schont das Klima und schafft Arbeitsplätze.

  7. Ernährungswende: Biologische und regional produzierte Lebensmittel forcieren. Das vermeidet Transportkosten, Pestizide und CO2.

  8. Klimaschutz durch Bildung: Unterrichtsschwerpunkte zu Energie und Klimaschutz. Solarstrom auf den Schulen und Kindergärten.

  9. Ökologischer Hochwasserschutz: Ein bundesweites Investitionsprogramm gibt den Flüssen wieder mehr Raum und hilft, Katastrophen zu vermeiden.

  10. Klimakiller abschalten: Kohlekraftwerke stilllegen. Wir brauchen schon lange keinen dreckigen Kohlestrom mehr.

Share Button

Schreibe einen Kommentar