Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 21. – 27. 10. 2016

Mattersburg, 28. 10. 2016 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 21.10. bis 27.10.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP).

In einer Grundsatzrede in der Aula der Wissenschaften plädierte Mitterlehner u.a. dafür, die Globalisierung als Chance und nicht als Risiko zu begreifen. „Wer Freihandelsverträge nicht will, soll auch sagen, dass ihm Arbeitsplätze egal sind“, so der Wirtschaftsminister: „Unser Wohlstand kommt vom Handel.“ Mitterlehner forderte zudem flexiblere Arbeitszeiten per Gesetz, Studiengebühren und eine Lehrlingsausbildung für erwachsene Flüchtlinge. Die Kürzungspläne der ÖVP bei der Mindestsicherung verteidigte der Vizekanzler. Auf direkte Angriffe auf den Koalitionspartner verzichtete der ÖVP-Chef, im Gegensatz zu Kritik an SPÖ-Standpunkten. Es sei mutlos, mit einer angedachten Maschinensteuer dem Fortschritt nur Steuern entgegenzustellen. Die Forderung nach mehr EU-Investitionen auf Kosten neuer Schulden bezeichnete Mitterlehner als „verantwortungslos“.

Kritik an Mitterlehners Forderung nach einer Arbeitszeitflexibilisierung kam u.a. aus dem Arbeitnehmerflügel der ÖVP. Wenn Mitterlehner Inhalte „rechts von den Neos“ vertrete und die Arbeitnehmer „links liegen“ lasse, dann sei das „undemokratisch“, so der Tiroler AK-Präsident Erwin Zangerl. Auch der rote Präsident der Bundesarbeitskammer, Rudolf Kaske, kritisierte die Forderungen des Wirtschaftsministers. Wenn man einseitige gesellschaftspolitische Modelle propagiere, dann führe das zu einem Auseinanderdriften der Gesellschaft.

Als Neueinsteigerin der Woche etablierte sich Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) auf Position elf im Ranking.

Der Nationalfeiertag musste heuer ohne einen Bundespräsidenten auskommen. Mit Nationalratspräsidentin Doris Bures hielt daher stellvertretend erstmals eine Frau die Rede bei der Angelobung von 1.200 Soldatinnen und Soldaten. In ihrer Rede war Bures bemüht, den Veränderungsprozess, in dem sich das Bundesheer befindet, zu unterstreichen. Es werde weiblicher, wenn auch langsam: „Mögen viele Frauen die Männerbastion Bundesheer erobern.“ Das Heer spiegle heute in weiten Teilen die Diversität des Landes wider, betonte die Nationalratspräsidentin. Die traditionelle TV-Ansprache des Bundespräsidenten fand in diesem Jahr nicht statt und wurde auch nicht von Bures gehalten, „aus Respekt vor dem Amt“, wie sie betonte.

 

 

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