SPÖ: Kulturpreise vergeben, mehr Arbeitsplätze, Grünes Licht für S7, Ärztemangel, Jugend und Internet, Jagdgesetz

Eisenstadt, 25. 10. 2016 –

Fred Sinowatz-Wissenschaftspreise und Literaturpreis des Landes Burgenland 2016 verliehen

Petra Piuk erhält Literaturpreis, Fred Sinowatz-Wissenschaftspreise für Julia Gregorich, Marie-Sophie Polay, Lukas Szigeti und Thomas Szigeti.

Petra Piuk wurde im Rahmen eines Festaktes am Montagabend im Gymnasium Neusiedl am See mit dem Literaturpreis 2016 des Landes Burgenland ausgezeichnet. Fred Sinowatz-Wissenschaftspreise für vorwissenschaftliche Arbeiten erhielten Julia Gregorich aus Nikitsch, Marie-Sophie Polay aus Neusiedl am See, Lukas und Thomas Szigeti, Brüderpaar aus Zurndorf. Über die Zuerkennung des von der Kulturabteilung des Landes ausgeschriebenen Preises hatte eine kompetente und unabhängige Jury entschieden, Kulturlandesrat Helmut Bieler nahm die Verleihung vor. „Der Literaturpreis und der Fred Sinowatz-Wissenschaftspreis des Landes Burgenland tragen dazu bei, diese wichtigen Bereiche des Kulturlebens stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Die prämierten Arbeiten zeichnen sich allesamt durch beindruckend hohe Qualität und profunde Recherche aus. Ich gratuliere den Preisträgerinnen  und Preisträgern ganz herzlich“, so Bieler bei der Preisverleihung. Musikalisch kongenial begleitet wurde die Feier vom Musikkabarett-Duo BE Quadrat.

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Kulturlandesrat Helmut Bieler zeichnete Julia Gregorich, Lukas und Thomas Szigeti mit dem Fred Sinowatz-Wissenschaftspreis sowie Petra Piuk mit dem Literaturpreis des Landes Burgenland 2016 aus (Marie-Sophie Polay war wegen eines Auslandsaufenthalts nicht anwesend)

Literaturpreis für Kurzprosatext
Seit 2004 wird der Literaturpreis des Landes Burgenland in seiner jetzigen Form alternierend als Preis für ein abgeschlossenes Werk oder als Stipendium für ein in Arbeit befindliches Werk verliehen. Der Literaturpreis 2016 wurde für einen kurzen Prosatext ausgeschrieben. Die Höhe des Preises beträgt 2.500 Euro. Insgesamt gab es 27 TeilnehmerInnen, 13 Männer, 14 Frauen.

Den Literaturpreis erhielt die Südburgenländerin Petra Piuk für ihren Prosatext „Kinderbauernhof“, der „vor allem durch Vielschichtig- und Hintergründigkeit bei geringem Platzbedarf überzeugt“, so die Jury in ihrer Begründung. „Kinderbauernhof“ sei „eine in sich geschlossene, kurze Erzählung, die der Phantasie der Lesenden weite Räume für die Vor- und Nachgeschichte der Story öffnet. Erzählt wird aus einer kindlichen Perspektive, die die Unschuld des sich einfach Mitteilens wahrt, dabei jedoch umso kompromissloser den Blick auf die Dunkelheiten des Daseins richtet“. Es handle sich um „eine durch und durch gelungene, beeindruckende Geschichte“. 2016 ist Piuks Debutroman, „Lucy fliegt“, erschienen.

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Kulturlandesrat Helmut Bieler mit den Gewinnern des Fred Sinowatz-Wissenschaftspreises „Young science“ 2016 und des Literaturpreises 2016. V.l.: LR Helmut Bieler, Lukas Szigeti, Julia Gregorich, Thomas Szigeti, LSR-Präsident Mag. Heinz Zitz

Fred Sinowatz-Wissenschaftspreise im Bereich „Young science“
Der Fred Sinowatz-Wissenschaftspreis des Landes Burgenland wurde erstmals 2004 vom Kulturreferat der Burgenländischen Landesregierung vergeben. Seit 2016 werden Preise auch an SchülerInnen bzw. Schulklassen für vorwissenschaftliche Arbeiten vergeben. Nach einstimmigem Beschluss der Jury werden die „Young science“-Fred Sinowatz-Wissenschaftspreise 2016 zuerkannt:

·        Julia Gregorich aus Nikitsch für die vorwissenschaftliche Arbeit „Folgen bestimmter Faktoren der Klimaerwärmung für Produktion und Ertrag ausgewählter Kulturpflanzen“.
·        Lukas Szigeti aus Zurndorf für die vorwissenschaftliche Arbeit „Die Ereignisse im März/April 1938 und die jüdische Bevölkerung im Bezirk Neusiedl am See“.
·        Thomas Szigeti aus Zurndorf für die vorwissenschaftliche Arbeit „Geprägt durch einen Fluss – Leben mit und an der Leitha am Beispiel Zurndorf“.
·        Marie-Sophie Polay aus Neusiedl/See für die vorwissenschaftliche Arbeit „Roma im Burgenland zur Zeit des Nationalsozialismus“. Sie war wegen eines Auslandsaufenthaltes bei der Verleihung nicht anwesend, den Preis nahm stellvertretend ihr Bruder Marius entgegen.

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Kulturlandesrat Helmut Bieler mit der Gewinnerin des Literaturpreises 2016, Petra Piuk


Win-Win-Situation für das Burgenland:
Mehr Sicherheit, mehr Arbeitsplätze

Hergovich / Schnecker: „300 neue Jobs beim Heer, 75 bei der Polizei: Chance nützen, jetzt bewerben!“

spöEine Win-Win-Situation für das Burgenland orten heute SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich und SPÖ-Sicherheitssprecher LAbg. Ewald Schnecker in ihrer gemeinsamen Pressekonferenz. Der September habe einen positiven Trend am Arbeitsmarkt gezeigt. Dieser Trend könne nun mit neuen Jobs im Sicherheitsbereich fortgesetzt werden: „Die neuen Investitionen in die Sicherheit sind eine große Chance für den burgenländischen Arbeitsmarkt. Neben den 300 neuen Jobs beim Österreichischen Bundesheer im Burgenland, sucht auch die Polizei derzeit 75 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sind Jobs mit Sicherheit!“, so Hergovich und Schnecker. Diese Chance müsse aber auch entsprechend genützt werden: „Wir appellieren daher an alle interessierten Burgenländerinnen und Burgenländer sich rasch zu bewerben!“

Im September konnte das Burgenland erstmals seit 5 Jahren einen Rückgang der Arbeitslosigkeit verzeichnen. Es hat sich auch gezeigt, dass wieder verstärkt Inländer von neuen Jobs profitieren – die Zahl der arbeitslosen Inländer ist statistisch um 202 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen. Diesen Trend wolle man weiter fortsetzen und dafür seien die neuen Sicherheits-Jobs ideal, meint SPÖ-Klubchef Hergovich: „Im sensiblen Bereich Sicherheit ist für einen Bewerber die österreichische Staatsbürgerschaft natürlich Pflicht. Daher profitieren von diesen Jobs garantiert Österreicherinnen und Österreicher, Burgenländerinnen und Burgenländer!“

Zudem wurden die Einstiegshürden gesenkt: Sowohl Mindestgröße, als auch Höchstalter wurden bei der Polizei entschärft. Neben der Staatsbürgerschaft sind ein Mindestalter von 18 Jahren und abgeleisteter Präsenz- oder Zivildienst, ein B-Führerschein und ein tadelloser Leumund notwendig. „Es wäre traurig, diese Chance verstreichen zu lassen. Deshalb appellieren wir an alle interessierten Burgenländerinnen und Burgenländer, die Verantwortung für das Land und die Menschen übernehmen wollen, sich zu bewerben!“, meint Hergovich. Als Einstiegsgehälter warten 1.940,51 Euro brutto beim Heer und 2.222 Euro brutto bei der Polizei.

>>> Schnecker: Weitere Lehrgänge geplant.

Insgesamt habe Sicherheit einen hohen Stellenwert im Burgenland, erklärt SPÖ-Sicherheitssprecher Ewald Schnecker: „Das Land investiert jährlich rund 21 Millionen Euro in den Bereich Sicherheit. Mit Güssing haben wir eine der modernsten Kasernen Österreichs im Südburgenland. Gerade Güssing, aber auch der Standort Eisenstadt, profitieren von den 300 neuen Arbeitsplätzen beim Heer im Rahmen des ‚Doskozil- Konzepts‘ weiter.“

Aufgrund des hohen Altersschnitts bei den bestehenden Polizistinnen und Polizisten seien bereits weitere Lehrgänge geplant: „Das Durchschnittsalter beim Polizei-Personal liegt im Burgenland bei aktuell 47,1 Jahren. Wir haben immer gefordert, dass mehr ausgebildet wird. Eben weil verstärkt Pensionsabgänge bei der Polizei zu erwarten sind. Wir appellieren daher an die Verantwortlichen, auch für 2018 entsprechende Lehrgänge im Burgenland vorzusehen!“ Sowohl beim Bundesheer als auch bei der Polizei erwarte die Bewerber eine spannende Karriere mit guten Aufstiegschancen und hoher Durchlässigkeit, weiß Schnecker – von Beruf Polizist.

Bewerbungen zur Polizei sind möglich unter 059133/10/0 oder www.polizei.gv.at/bgld, beim Bundesheer in den Servicebüros Eisenstadt (050201/15 40 110) und Güssing (050201/16 310 91).


Grünes Licht für S7: Beide Abschnitte der Schnellstraße sind umweltverträglich

LH Niessl, LR Bieler: „Die S7 ist eine moderne und zeitgemäße Anbindung des Südburgenlandes an das hochrangige Straßennetz. Die UVP Bescheide für beide Abschnitte sind rechtskräftig, es besteht keine Einspruchsmöglichkeit mehr. Einer raschen Umsetzung steht jetzt nichts mehr im Weg.“

Die S7 Fürstenfelder Schnellstraße ist im Bauprogramm der ASFiNAG unter den drei wichtigsten Neubauprojekten Österreichs. Drei Wochen nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes (BVwG) über den Abschnitt Ost der S7 Fürstenfelder Schnellstraße, liegt nun auch das Erkenntnis für den Abschnitt West vor. Die Beschwerde gegen den UVP-Bescheid wurde abgewiesen. Landeshauptmann Hans Niessl: „Die Umweltverträglichkeitsprüfungen für den gesamten Abschnitt der S7 sind nun abgeschlossen, die Bescheide sind rechtskräftig. Nach jahrelangem Warten aufgrund von Einsprüchen kann nun ohne weitere Verzögerung mit der Umsetzung dieses wichtigen Projektes gestartet werden.“ Straßenbaulandesrat Helmut Bieler: „Der Baustart der Schnellstraße ist eine Zukunftschance für eine ganze Region. Ein absolut notwendiges Projekt für die positive Weiterentwicklung der Region Südburgenland und die Entlastung der verkehrsgeplagten Anrainer. Die Verlagerung des bestehenden hohen Verkehrsaufkommens auf die S7 wird wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität entlang der Ortsdurchfahrten beitragen.“

Der 14,8 Kilometer lange Westabschnitt der S7 beginnt beim Knoten Riegersdorf bei Ilz und endet in Dobersdorf im Burgenland. Die Gesamtkosten für diesen Abschnitt betragen rund 471 Millionen Euro. Der Abschnitt Ost führt 13,5 Kilometer von Dobersdorf an die ungarische Grenze bei Heiligenkreuz. Anschließend wird von Ungarn die Autobahn M8 errichtet. Die Kosten für den Ost-Abschnitt der S7 betragen rund 145 Millionen Euro. „Wir stehen hinter diesem Projekt, denn eine intakte, gut ausgebaute Infrastruktur ist für den Wirtschaftsstandort Burgenland und somit für Beschäftigung und Wohlstand im Südburgenland von großer Bedeutung. Weiters wollen wir den Anrainern die Verkehrslawine, mit der sie täglich konfrontiert sind, nicht länger zumuten“, so Landesrat Bieler und Landeshauptmann Niessl abschließend. Laut ASFiNAG werden jetzt die Ausschreibungen für die Baulose finalisiert und – wie vorgesehen – im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten an der so wichtigen Verbindung von der Oststeiermark an die ungarische Grenze begonnen. Die ASFiNAG investiert in diese Verbindung etwa 630 Millionen Euro. Die Fertigstellung der gesamten S7 ist für 2022/2023 vorgesehen.

 

Gemeinsam für eine gesicherte Gesundheitsversorgung

GesundheitsreferentInnen sind sich einig

Bei der heutigen GesundheitsreferentInnenkonferenz der Länder in Graz wurde unter anderem ein Beschluss gefasst, um einem bevorstehenden Ärzte- und Amtsärztemangel vorzubeugen. Alle Gesundheitsreferenten unterstützen die Forderung des Burgenlandes, mehr Studierende zum Medizinstudium aufzunehmen, um einem drohenden Ärztemangel zuvorzukommen. Weiters stimmen alle Länder überein, dass der Medizineraufnahmetest evaluiert werden muss, um der sozialen Kompetenz von künftigen Ärztinnen und Ärzten mehr Augenmerk zu schenken. Mit dem gemeinsamen Beschluss der GesundheitsreferentInnen ist das Gesundheits- und Wissenschaftsministerium nun gefordert, sich dieser Thematik anzunehmen.

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„Im Sinne einer dauerhaft abgesicherten Gesundheitsversorgung ist es unsere Aufgabe, eine ausreichende, bedarfsgerechte, ärztliche Versorgung für unsere Bevölkerung zu gewährleisten. Ich freue mich, dass nun alle Länder die Forderung des Burgenlandes unterstützen“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.

Die bisher gesetzten Maßnahmen sollen vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft evaluiert und gegebenenfalls ergänzt werden. „Ein neues, attraktives Berufsbild des Allgemeinmediziners sowohl in ländlichen Regionen als auch im urbanen Raum mit modernen, flexiblen Rahmenbedingungen und ambulanten Versorgungsformen ist die Voraussetzung dafür, Jungmediziner für diese wertvolle, unverzichtbare und wohnortnahe medizinische Versorgung der Bevölkerung zu gewinnen“, ergänzt Darabos.

Erhöhung der Anzahl der Studienplätze
Die GesundheitsreferentInnen aller Bundesländer fordern zudem die Auswirkungen einer Erhöhung der Anzahl der Studienplätze zu evaluieren und fordern die zuständigen Minister auf, zeitnah zu den damit zusammenhängenden Fragen einen Arbeitskreis einzurichten.


Vernetzungstreffen zu „Safer Internet“ in Eisenstadt

Eisenkopf „Kinder und Jugendliche sensibilisieren“

Die Nutzung von digitalen Medien bringt neben vielen Chancen auch zahlreiche Nebenwirkungen mit sich. Kinder und Jugendliche sind hier eine sensible Zielgruppe, denen der verantwortungsvolle Umgang mit Handy und Co. näher gebracht werden soll. Die Initiative „saferinternet.at“ veranstaltet auch im Burgenland Vernetzungstreffen für Organisationen der außerschulischen Jugendarbeit. Jugendlandesrätin Astrid Eisenkopf hieß die TeilnehmerInnen willkommen: „Es ist mir ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche im Umgang mit digitalen Medien auf potentielle Gefahren zu sensibilisieren.“

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Kinder und Jugendliche wachsen heutzutage mit digitalen Medien auf. Für sie ist die tägliche Nutzung von Smartphones und Tablets selbstverständlich. Der burgenländische Jugendanwalt Mag. Christian Reumann sieht darin eine sensible Entwicklung: „Das Internet ist wohl das größte Netzwerk, mit welchem wir täglich konfrontiert sind. Es bietet eine Reihe von Möglichkeiten und Chancen, aber auch Gefahren. Deshalb ist es auch wichtig, die sich daraus ergebenden komplexen Themenstellungen vernetzt zu bearbeiten“.

Die Initiative „saferinternet.at“ veranstaltet österreichweit Vernetzungstreffen zum sicheren Umgang mit Internet und Smartphone. Ziel der Treffen ist es, einen Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen Organisationen der außerschulischen Jugendarbeit sowie anderer jugendrelevanter Einrichtungen und Organisationen in ganz Österreich zu ermöglichen. Dabei geht es insbesondere um Informationen und Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen rund um die verantwortungsvolle Internet- und Handynutzung durch Kinder und Jugendliche.

Moderne Jugendarbeit im Burgenland
Eines dieser Informations- und Vernetzungstreffen fand am 25. Oktober in Eisenstadt statt. Jugendlandesrätin Mag. Astrid Eisenkopf verweist auf die Relevanz der Initiative: „Die Hälfte aller jugendlichen Internetnutzer hat bereits – bewusst oder unbewusst – persönliche Daten weitergegeben. Saferinternet.at leistet hier eine wichtige Arbeit, um den Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien näher zu bringen.“ Eine moderne Jugendarbeit bedeutet für die Jugendlandesrätin, im Bereich der digitalen Medien verstärkt Maßnahmen zu setzen, um die schleichenden Gefahren wieder verstärkt in Erinnerung zu rufen. Erst kürzlich startete Eisenkopf eine Initiative gegen Cyber Mobbing. Ein weiteres Vernetzungstreffen findet am 17. Jänner 2017 in der Bezirkshauptmannschaft Oberwart statt. „Das digitale Zeitalter hat bereits begonnen. Es ist mir ein großes Anliegen, Kinder und Jugendliche im Umgang mit digitalen Medien auf potentielle Gefahren zu sensibilisieren.“


Jagdgesetz: ÖVP will Jäger und Landwirte gegeneinander ausspielen

Sodl kontert Bauernbund-Kritik: LR Dunst beseitigt VP-Baustelle

„Statt sich konstruktiv am neuen Jagdgesetz zu beteiligen, geht es der ÖVP Burgenland einmal mehr nur darum, einzelne Bevölkerungsgruppen – diesmal Jäger und Landwirte – gegeneinander auszuspielen“, reagiert der Agrar- und Jagdsprecher des SPÖ-Klubs, LAbg. Wolfgang Sodl, mit Kopfschütteln auf die jüngste Bauernbund-Kritik. Gerade Bauernbund-Obmann Berlakovich habe es als früher zuständiger Landesrat nicht geschafft, einen Interessenausgleich zwischen Jagd und Landwirtschaft herzustellen. „Landesrätin Dunst muss auch in diesem Fall eine Baustelle beseitigen, die die neue Landesregierung von der ÖVP geerbt hat“, so Sodl.

Sodl zeigt sich besonders darüber verwundert, dass Berlakovich beim bestehenden Jagdgesetz ein „funktionierendes System“ für alle beteiligten Interessenlagen ortet. „Ich kann nicht nachvollziehen, wie Berlakovich zu dieser Aussage kommt. Gerade kleine landwirtschaftliche Betriebe hatten in der Vergangenheit massive Probleme bei der Abwicklung der Wildschäden – denn speziell bei kleinen Schäden ist der Aufwand unverhältnismäßig groß. Das dürfte dem Großagrarier Berlakovich entgangen sein“, hält Sodl fest.

Wesentliche Ziele des von Landesrätin Dunst in Gang gesetzten Reformprozesses seien unter anderem eine faire Regelung der Schadensabwicklung und eine möglichst restriktive Regelung der Gatterjagd.

Aktuell befinde sich der Gesetzesentwurf in Begutachtung und es stehe allen Seiten offen, Stellungnahmen abzugeben. „Ich lade den Bauernbund bzw. die ÖVP herzlich ein, sich konstruktiv am laufenden Gesetzgebungsprozess zu beteiligen. Politische Scharmützel einer beleidigten Ex-Regierungspartei bringen uns sicher nicht weiter“, betont Sodl und hält zu den verfassungsrechtlichen Bedenken des VP-Duos Berlakovich-Temmel fest: „Die Kollegen können beruhigt sein: Es wird definitiv kein Gesetzes in den Landtag einlaufen, das verfassungsrechtlich nicht vorab auf Herz und Nieren geprüft wurde.“

 

 

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