ÖVP: Jugendlandtag verfehlt Ziel

Eisenstadt, 24. 10. 2016 –

Jugendlandtag verfehlt neuerlich das Ziel

Patrik Fazekas, OeVP

Patrik Fazekas, ÖVP

„Der heurige Jugendlandtag verfehlt auch diesmal wieder das eigentliche Ziel und ist leider eine vertane Chance im Sinne Burgenlands Jugendlicher. Anstatt überparteiliche Vermittlung von Demokratie zu forcieren, zieht es die SPÖ erneut vor, Politik mit Scheuklappen zu betreiben und parteipolitische Rücksichtslosigkeit auf dem Rücken der Jugendlichen an den Tag zu legen“, sagt JVP-Landesobmann und ÖVP-Jugendsprecher Patrik Fazekas.

Für den Jugendlandtag wären zahlreiche überparteiliche Konzepte auf dem Tisch gelegen. „Die SPÖ macht aber wie im Land insgesamt Politik mit Scheuklappen. Der Jugendlandtag wird wieder nach Stärke der Parteien besetzt. Größte Frechheit dabei: Die SPÖ hat sich das eigentlich freie Mandat von Gerhard Steier zugeschlagen“, so Fazekas.

Die Junge ÖVP hat einen eigenen Vorschlag für einen starken Jugendlandtag: „Wir wollen ein Schüler- und Lehrlingsparlament verankern, das überparteilich besetzt wird und zweimal im Jahr stattfindet“, erklärt der ÖVP-Jugendsprecher. Damit könne einer großen Zahl von Schüler- und Lehrlingsvertretern die Möglichkeit gegeben werden, Demokratie hautnah mitzuerleben. „Die Besetzung soll nach gesetzlich gewählten Schülervertretern erfolgen. Diese echte Art der Mitbestimmung hätten sich die jungen Burgenländer verdient!“


Handwerk hat goldenen Boden: Mit dem Meister zum Master

„Wir wollen den Lehrberuf für junge Menschen attraktiver machen. Damit bekämpfen wir den Fachkräftemangel und geben jungen Menschen eine Job-Perspektive“, erklärt Klubobmann Christian Sagartz.

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LAbg. Mag. Christian Sagartz, BA, Klubobmann

Um den Lehrberuf für junge Menschen wirklich attraktiver zu machen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, braucht es mehr als rot-blaue Ankündigungen. „Landeshauptmann Nießl erwähnt in jeder Rede Burgenlands Maturantenquote. Er vergisst aber seit Jahren, dass es die Lehrlinge sind, die wir als Fachkräfte in Zukunft brauchen“, so Sagartz. Denn eine starke Wirtschaft braucht gut ausgebildete Lehrlinge.

Mit dem Meister zum Master

„Das Bildungssystem muss durchlässiger werden. Wir schlagen daher vor, dass die Meisterprüfung zu einem fachlich einschlägigen Studium an Universitäten und Fachhochschulen berechtigt. Der Weg vom Meister zum Master muss möglich sein“, betont Christian Sagartz. Die Berufsreifeprüfung ist oft eine unnötige Hürde für motivierte junge Menschen, die bereits eine Meisterprüfung absolviert haben. „Wir wollen eine Aufwertung des Meisters erreichen. Viele Elemente der Berufsreifeprüfung sind bereits in der Meisterprüfung enthalten. Wir wollen das Ansehen der Fachkräfte steigern und einen weiteren Anreiz für den Lehrberuf schaffen!“

Für die ÖVP ist klar: Die beste Ausbildung passiert in den Betrieben! „Daher müssen wir die Betriebe unterstützen, damit sie mehr Lehrlinge aufnehmen und Fachkräfte ausbilden“, so der ÖVP-Klubobmann. „Handwerk hat goldenen Boden. Uns geht es um genau diese Bewusstseinsbildung, damit sich Burgenlands Jugendliche wieder verstärkt einem Lehrberuf zuwenden.“

Handwerk sichern, Lehre aufwerten, Jugend motivieren

Mehr als 200 Lehrberufe warten auf junge Menschen in Österreich. Facharbeiter sind in vielen Branchen dringend gesucht. „Ein Problem ist jedoch das gesellschaftliche Image der Lehre. Die Lehre muss als das gesehen werden, was sie ist: Eine wertvolle und wichtige Alternative zur höheren Schule. Das österreichische duale Ausbildungssystem, bestehend aus Praxis in den Betrieben und Unterricht in den Berufsschulen, ist einzigartig, ein wahres Erfolgsmodell und auch international anerkannt“, so Christian Sagartz.

Die ÖVP hat neben der Aufwertung des Masters drei weitere Stoßrichtungen, um den Lehrberuf zu attraktivieren:

  • Handwerk sichern: Wir brauchen geeignete Fachkräfte in den klassischen Handwerksberufen und im Dienstleistungsbereich. Wir müssen junge Menschen stärker dazu motivieren, dass das Handwerk goldenen Boden hat. Beteiligen wir uns an diesem Prozess, indem wir gemeinsam mit der Wirtschaft auf Produkte und Dienstleistungen aus unserer Region zurückgreifen.
  • Lehre aufwerten: Burgenland Lehrlinge brauchen dieselben Möglichkeiten wie unsere Studenten. Das beginnt bei Lehrlings-Austausch und Auslands-Aufenthalten und geht hin bis zu einem Talente-Stipendium.
  • Jugend motivieren: Wir wollen eine finanzielle Aufwertung der Lehre. Junge Menschen sollen ihren zukünftigen Beruf nicht nach der Höhe der Lehrlingsentschädigung, die im jeweiligen Kollektivvertrag geregelt ist und somit unterschiedlich ausfällt, auswählen, sondern nach persönlichem Talent und Interesse. Deshalb fordern wir eine Mindest-Lehrlingsentschädigung von 500 Euro im ersten Lehrjahr. Denn: Leistung soll sich lohnen. Die Lehrlinge sollen sehen, dass es etwas wert ist, wenn sie sich im Arbeitsleben anstrengen.

„Für die ÖVP hat Handwerk goldenen Boden. Gut ausgebildete und motivierte junge Menschen sind die Zukunft von Burgenlands Wirtschaft“, so Christian Sagartz abschließend.

 

 

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