Allerheiligenstriezel, Bäuerinnen Aktionstag in St. Georgen

Eisenstdt, 24. 10. 2016 –

Allerheiligenstriezel (Rezept für 2 Striezeln)

lwk

In der Zeit vor Allerheiligen haben die Seminarbäuerinnen der Burgenländischen Landwirtschaftskammer natürlich dem Allerheiligenstriezel einen hohen Stellenwert eingeräumt. Seminarbäuerin Ök.-Rat Christine Besenhofer aus Woppendorf im Südburgenland hat bei ihren Kursen unter anderem das nachstehende Allerheiligenstriezel-Rezept vorgestellt und köstliche Striezel gebacken.

Zutaten: 50 dag glattes und 20 dag griffiges Weizenmehl, etwas Salz, 12 dag Zucker, 3 dag Germ, etwas Rum, 1 P. Vanillezucker, 12 dag handwarme Butter,

1 ganzes Ei und 2 Dotter, ca. 0,3 l Milch.

Zum Bestreichen: 1 Ei zum Bestreichen, es kann mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreut werden.

Zubereitung:

Germteig: Germ in warmer Milch mit etwas Zucker geben, (Dampfl herstellen). Dann die trockenen Zutaten mischen (Mehl, etwas Salz, Zucker, Vanillezucker). Dampfl, Eier, handwarme Butter und Milch zu einem mittelfesten Teig kneten und aufgehen lassen. Den Teig in 12 Stücke (für 2 Striezeln mit 6 Strängen) teilen und zu Laibchen schleifen, formen. Diese nochmals aufgehen lassen, Danach die Stränge formen und zusammen flechten. Wieder etwas gehen lassen und mit abgeschlagenem Ei bestreichen, kann mit Hagelzucker oder Mandelblättchen bestreut werden.

Bei 200° 15 Min. backen danach nochmals 15 Min. bei 180° fertig backen.

Das Rezept stammt von Frau Seminarbäuerin Ök.-Rat Christine Besenhofer, 7473 Woppendorf 22


Bäuerinnen-Aktionstag in der Volksschule St. Georgen:

Unser Essen – Gut zu wissen, wo’s herkommt!

„Sowohl in der Werbung als auch in vielen Schulbüchern wird den Kindern oftmals ein nicht mehr zeitgemäßes Leben und Arbeiten am Bauernhof veranschaulicht. Es werden Bilder vermittelt, die mit der Realität nur mehr im Ansatz oder gar nicht zusammenpassen. Dadurch sind bei vielen Kindern größere Wissenslücken gegeben. Hier gilt es zu informieren. Mit dem Aktionstag in 1. Volksschulklassen wollen wir bei den Kindern das Interesse und das Bewusstsein für regionale und saisonale Lebensmittel sowie für die landwirtschaftliche Produktionsweise wecken. Die Schulkinder sollen bei einer gemeinsamen Jause erleben, dass gesunde Ernährung mit Produkten aus der Region auch besonders gut schmeckt“, so der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Franz Stefan Hautzinger, bei einem Aktionstag in der Volksschule St. Georgen, welcher von der Landwirtschaftskammer und der ARGE der Bäuerinnen gemeinsam mit den Landesschulrat Burgenland am 24. Oktober 2016 abgehalten wurde.

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Ing. Friederike Schmitl, Bürgermeister LAbg. Mag. Thomas Steiner, Landesbäuerin KR Eva Rieschl, VS-Direktorin Gudrun Fritz, Landwirtschaftskammerpräsident Franz Stefan Hautzinger und Lan-desschulratspräsident Mag. Heinz Josef Zitz

Mag. Heinz Josef Zitz, Amtsführender Präsident des Landesschulrates Burgenland: „In Zeiten, in denen die gesunde Ernährung immer bedeutsamer wird, ist die regionale Herkunft der Nahrungsmittel ein wichtiger Faktor. Gesunde Nahrungsmittel sind untrennbar mit der Landwirtschaft verbunden. Als Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland freuen mich diese Initiativen, die hier für die burgenländischen Schüler/innen getätigt werden. Sie sollen einen bewussten Beitrag für das wichtigste Gut, die Gesundheit, leisten.  Das Essverhalten wird in der frühen Kindheit geprägt – möglicherweise bereits vor der Geburt. Deshalb sollten schon Kinder gesundes Genießen als etwas Selbstverständliches erleben, das auch Spaß machen kann. Die jungen Menschen sollen wissen, dass mit der Entscheidung für ein Produkt die Qualität und die gesamte Wertschöpfungskette mitbestimmt werden. Das wirkt sich unter anderem auf Anbau- und Arbeitsbedingungen, Transportwege und Tierwohl aus“.

 

Mag. Thomas Steiner, Bürgermeister von Eisenstadt: „Ich begrüße Aktionstage wie diese, da sie für die Kinder nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag sind, sondern auch gleichzeitig neue Inhalte vermittelt werden. Es ist wichtig, die regionale Landwirtschaft zu unterstützen zu wissen wo unsere Lebensmittel her kommen und wie sie erzeugt werden.“

 

Landesbäuerin KR Eva Rieschl: „Warum ist Milch wertvoll? Weshalb schmecken nicht alle Äpfel gleich? Wieviel Heu frisst eine Kuh? Wie wird aus Getreide Brot? – Über die Herkunft unserer Lebensmittel gibt es viele Fragen, denn die wenigsten Kinder haben noch die Chance in ihrem engen Umfeld die Herstellung von Lebensmittel zu erleben. Die Bäuerinnen in den Volksschulklassen sind es gewohnt solche und andere Fragen gestellt zu bekommen und auch verständlich beantworten zu können“.

 

„Den Kindern soll der Mehrwert von heimischen Lebensmitteln praxisgerecht gezeigt werden. Das Vorstellen der wichtigsten österreichischen Gütesiegel, wie z. B. AMA-Gütesiegel und Gutes vom Bauernhof, ist auch eine wertvolle Hilfe beim Einkauf im Supermarkt oder beim bäuerlichen Direktvermarkter. Wenn jedes Volksschulkind weiß, woher die Zutaten seiner Schuljause kommen, erhalten schon die ´Taferlklassler` einen guten Einblick in die Arbeitswelt der Bäuerinnen und Bauern und sind angeregt den Wert von Lebensmitteln mehr zu schätzen. Außerdem macht die Zubereitung der eigenen Jause viel Spaß und beim Verkosten verschiedener Lebensmittel in der Gruppe fällt auch die Scheu neue Geschmackrichtungen auszuprobieren. Die Kinder sollen zum bewussten Genießen angeregt werden. Gesunde ausgewogene Ernährung aus der Region und nach Saison soll nicht verordnet, sondern zur Selbstverständlichkeit werden“, so Landesbäuerin Eva Rieschl abschließend.

 

Laut Friederike Schmitl, Geschäftsführerin der ARGE Bäuerinnen und Projektleiterin der burgenländischen Seminarbäuerinnen sollen mit diesem Aktionstag folgende Ziele erreicht werden:

 

  • Das Thema und den Wert der heimischen/regionalen Landwirtschaft in die Schulen bringen.
  • Anhand des eigenen oder eines individuellen Betriebszweiges die zeitgemäße Landwirtschaft praxisbezogen und sympathisch darstellen.
  • Grundwissen über eine gesunde und regionale Lebensmittel vermitteln.
  • Die Themen „Lebensmittel sind kostbar“ und „Welternährungstag“ erläutern.
  • Kreisläufe in der Lebensmittelherstellung vermitteln – z.B. Vom Korn zum Brot; Vom Apfel zum Saft; Schnitzel, woher kommst du?, u.ä.
  • Spaß und Freude am gemeinsamen Zubereiten und Verkosten der mitgebrachten Produkte wecken und zum genussvollen Essen anregen.
  • Die Grundzüge der gesunden Ernährung am Beispiel der Österreichischen Ernährungspyramide des Bundesministeriums für Gesundheit erklären.

Durch die Durchführung des Malbewerbes die Inhalte kreativ wiederholen und festigen.

 

 

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