SPÖ: Biomasse Nahwärme Stegersbach

Stegersbach, 21. 10. 2016 –

Agrarlandesrätin Verena Dunst vor Ort: Biomasse Nahwärme Stegersbach und Heizwerkverband Burgenland stellen sich vor

spö

Agrarlandesrätin Verena Dunst, Anton Taschner (Obmann Biomasse Heizwerkeverband Burgenland), Ernst Friedl (Vizebürgermeister Stegersbach), Mag. Jakob Edler (Betreiber Fernwärmeanlage Stegersbach)

„Biomasse Nahwärme Stegersbach“ modernisiert Anlange und Netz

Am Gelände der „Biomasse Nahwärme Stegersbach“ gab es am Freitag Vormittag einen Pressetermin zum Thema Heizen mit Biomasse im Burgenland. Mit dabei waren neben Agrarlandesrätin Verena Dunst und Vizebürgermeister Ernst Friedl auch der Obmann des Biomasse Heizwerkeverband Burgenland, Anton Taschner, sowie Mag. Jakob als Hausherr und Betreiber der Fernwärmeanlage in Stegersbach.

„In meiner Zeit als Agrarlandesrätin und auch davor als Umweltlandesrätin, war und bin ich stets ein Verfechter erneuerbarer Energien und somit auch von Biomasse“, so LRin Verena Dunst einleitend.

Obmann Taschner ging auf die Vorteile der Biomasse für das Burgenland ein. „Regionale Wertschöpfung, Umweltverbesserung durch Ersetzen von Einzelfeuerungsanlagen, Reduktion der Schadstoffemission durch hochwertige Kesseltechnologie und als neuer Tätigkeitsbereich die Klimatisierung von Gebäuden und Häusern“, waren einige der Punkte, die Taschner als Vorteile der Biomasse hervorstrich.

Der BIOMASSSE HEIZWERKEVERBAND BURGENLAND ist der Zusammenschluss der burgenländischen Fernwärmebetreiber, die im wesentlichen Holz, aber auch Stroh und andere biogene Brennstoffe aus der Region für die Erzeugung von Wärmeenergie verwenden. Die freiwillige Interessensvertretung der burgenländischen Heizwerkeverband zählt derzeit rund 40 Mitglieder. Jedes Mitglied profitiert im Rahmen der Biomassestammtische, Newsletter, Infos auf der Homepage usw. von den Erfahrungen anderer Heizwerkebetreiber. Insgesamt wurden im Burgenland Biomasse-Fernwärmeanlagen mit einer Leistung von ca. 65 MW (65.000 kW) errichtet, die rund. 12.000 Burgenländer/innen (entspricht 4.000 Haushalte bzw. Gebäude) mit umweltfreundlich erzeugter Wärme und Warmwasser versorgen. Der Brennstoff für diese Heizwerke muss somit nicht aus dem Ausland importiert werden und schafft direkt und indirekt Arbeitsplätze bzw. eine Wertschöpfung im Burgenland von ca. 4 Mio Euro. In den burgenländischen Biomasseanlagen werden pro Jahr rund 200.000,00 Schüttraummeter Holzhackgut CO2 neutral zur Energiegewinnung verbrannt. Der Heizwert entspricht rund 17 Mio. Liter Heizöl, wodurch die klimaschädliche CO2-Emission um 55.000 Tonnen vermindert wird. Derzeit werden im Burgenland jährlich rund 15 Mio. € an Folgekosten von Umweltschäden eingespart.

„Das Projekt „Biomasse Nahwärme Stegersbach“ dient der Erweiterung und Verdichtung der Bioenergie-Wärmeversorgung hier in Stegersbach“, so Betreiber Mag. Jakob Edler. Die Adaptierung der Wärmerückgewinnungsanlage, Verbesserung der Kesseltechnik sowie der Ausbau der Rohrleitungen waren Inhalte des Projektes. Die Energieversorung wird dadurch zur Gänze aus der Region sichergestellt. Als zusätzliche Brennstoffe würden Waldhackgut, Hobel- und Sägespäne und Rinde verwendet – so Edler.

Agrarlandesrätin Verena Dunst abschließend: „Die zuschussfähige Investitionskosten für das Projekt „Biomasse Nahwärme Stegersbach“ belaufen sich auf EUR 1.650.000,00. Die Fördersumme beträgt EUR 495.000,00 (Anm.: EU: EUR 244.678,50, Bund: EUR 150.192,90, Land: EUR 100.128,60). Mit dieser Erweiterung ist der Thermenregion Stegersbach ein weiterer Schritt in Richtung erneuerbare Energien eindrucksvoll gelungen.“

 

 

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