SPÖ: Bgld. Tag von BK Kern, SPÖ Frauen, Weinwirtschaft, Pichowetz neuer Intendant in Mörbisch

Eisenstadt, 18. 10. 2016 –

Burgenlandtag von Bundeskanzler Christian Kern: „Das Burgenland ist eine rote Bastion“

LH Niessl: „Der Bundeskanzler hat die volle Unterstützung der SPÖ Burgenland“

Bundeskanzler Christian Kern besuchte heute das Burgenland. Neben einer Diskussion mit Studentinnen und Studenten der FH Burgenland und einem anschließenden öffentlichen Pressetalk mit den Chefredakteuren Christian Uchann von den Bezirksblättern und Markus Stefanits von der BVZ in Eisenstadt stand vor allem die Abschlussveranstaltung im Martinihof in Neudörfl im Mittelpunkt des Besuchs. Im Rahmen eines „Rot-Gold-Heurigen“ referierten dort der Bundeskanzler und Landeshauptmann Hans Niessl vor über 500 Gemeindefunktionärinnen und -funktionären. Beide Spitzenpolitiker nahmen sich im Anschluss eineinhalb Stunden Zeit, um mit jeder und jedem ein Foto zu machen.

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Bundeskanzler Christian Kern bezeichnete das Burgenland in seiner Rede als „rote Bastion“. „Die SPÖ Burgenland gibt Anlass zu Selbstbewusstsein innerhalb der österreichischen Sozialdemokratie“, so Kern weiter. Sozialdemokratische Politik sei eine Politik mit Perspektive und keine Politik der Angstmache, so Kern.

Landeshauptmann Hans Niessl ging in seiner Rede auf die kommenden Gemeinderatswahlen im Oktober 2017 ein. „Die Gemeinden sind das Fundament fürs Land! Wir müssen neue Leute für die SPÖ gewinnen. Wir brauchen die Erfahrung der Älteren und den Schwung der Jungen“, so Niessl. Für den Landeshauptmann ist es wichtig, „Fenster und Türen“ der SPÖ zu öffnen, um die Menschen im Burgenland einzuladen, sich für sozialdemokratische Politik zu engagieren.


SPÖ Frauen Burgenland treffen Bundeskanzler Christian Kern

Im Rahmen seines Bundesländertages im Burgenland traf SPÖ Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst mit burgenländischen Spitzenfunktionärinnen der SPÖ Frauen Bundeskanzler Kern im „Roten Haus“ in Eisenstadt. „Einmal mehr durften wir erfahren, dass Christian Kern ein unglaublicher Unterstützer und Zuhörer ist, wenn es um Frauenanliegen geht, seine Wertschätzung ist sehr wichtig für uns und bestärkt uns, unseren Weg in der Frauenpolitik konsequent weiterzugehen und für unsere Rechte einzutreten “, so Verena Dunst im Anschluss an das Treffen.

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SPÖ Frauen Burgenland rund um Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst mit BK Christian Kern und LH Hans Niessl

“Frauen haben die SPÖ immer durchgetragen und unterstützt, wir müssen das Bild, das wir nach außen hin haben, weiter verändern, bunter werden, es darf nicht nur aus ‚Männern in grauen Anzügen‘ bestehen “, findet Kanzler Christian Kern klare Worte beim ersten offiziellen Zusammentreffen mit den Spitzenfunktionärinnen der burgenländischen SPÖ Frauen.

Bezirksfrauenvorsitzende der SPÖ Frauen, Bürgermeisterinnen und Vizebürgermeisterinnen des Burgenlandes erörterten Themen wie die Bedeutung von Frauen für das Funktionieren von Politik, die Frauenquote in politischen Gremien und Unternehmen, die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und damit verbunden die Möglichkeiten der Kinderbetreuung, die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt und nicht zuletzt die kommende Gemeinderatswahl 2017 beim Treffen in Eisenstadt.


IHS-Studie belegt ökonomische Bedeutung der Weinwirtschaft im Burgenland

Agrarlandesrätin Verena Dunst: Qualität, Innovation und Vermarktung als Wegbereiter des nationalen und internationalen Erfolges

Die Weinwirtschaft im Burgenland hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Volkswirtschaft. Eine von der Österreich Wein Marketing GmbH in Auftrag gegebene Studie über die Wertschöpfung des Weines bezieht sich nicht nur auf Gesamt-Österreich, sondern auch auf die einzelnen Bundesländer. „Diese IHS-Studie zeigt klar die hohe Bedeutung der Weinwirtschaft für unser Bundesland! Aber nicht nur mit Blickrichtung Wertschöpfung, sondern vor allem auch als Imagebringer und Botschafter im In- und Ausland gilt die heimische Weinwirtschaft als eines der Musterbeispiele für den Aufschwung des Burgenlandes in den letzten Jahren. Ganz besonders erfolgreich haben sich jene Bereiche entwickelt, in denen konsequent auf Innovation gesetzt und gezielt vom Quantitäts- auf das Qualitätsdenken übergegangen wurde – nicht nur bei der Produktion, sondern auch bei der Vermarktung. Die heimischen Winzer und Winzerinnen sowie die Marketingorganisationen leisten hier eine tolle Arbeit. Für uns gilt es, diesen erfolgreichen Weg auch in Zukunft weiter zu gehen“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst, die gemeinsam mit Andreas Liegenfeld, Präsident des Burgenländischen Weinbauverbandes, Matthias Siess, Obmann der Wein Burgenland, und Wein Burgenland Geschäftsführer Christian Zechmeister die burgenlandspezifischen Ergebnisse in punkto Wertschöpfung und Beschäftigung der Öffentlichkeit präsentierte.234 Millionen Euro Bruttowertschöpfung im Burgenland 2014 trotz sehr kleiner Ernte.

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Christian Zechmeister, Geschäftsführer Wein Burgenland, Andreas Liegenfeld, Präsident des Burgenländischen Weinbauverbandes, Agrarlandesrätin Verena Dunst und Matthias Siess, Obmann der Wein Burgenland

Auch wenn die rein agrarische Produktion von Wein gegenüber dem Vergleichsjahr 2004 aufgrund einer Serie unterdurchschnittlicher Ernten seit 2010 wenig Dynamik zeigt, sind die gesamtwirtschaftlichen Effekte der steilen Karriere des Weins in Österreich durchaus bemerkenswert. Unter Berücksichtigung direkter Effekte (Wirkungen, die z.B. unmittelbar bei den Weinherstellern entstehen) und indirekter Effekte (Erfassung der Vorleistungskette und nachgelagerter Bereiche) und induzierter Wirkungen (z.B. Konsum der direkt und indirekt Beschäftigten) generierte der Wein in Österreich im Jahr 2014 eine Bruttowertschöpfung von rund 3,6 Milliarden Euro. Im Burgenland wurden etwa 234 Millionen Euro entlang der Wertschöpfungskette generiert. Das bedeutet, dass die gesamte durch die Weinwirtschaft ausgelöste Bruttowertschöpfung bei 3,4 % der burgenländischen Gesamtwertschöpfung lag. Im Burgenland sichert die Weinwirtschaft über 7.400 Arbeitsplätze. Dies macht 6,04 % der burgenländischen Beschäftigten im Jahr 2014 aus.

Profiteure der Weinwirtschaft
40 % der Wertschöpfung und 35 % der Beschäftigung der mit Wein zusammenhängenden Wirtschaft liegen außerhalb der vier Weinbundesländer. Insgesamt wurden 2014 mehr als 75.000 Arbeitsplätze durch die Weinwirtschaft gesichert, was 1,6 % der österreichischen Beschäftigten ausmachte. Betrachtet man ausschließlich das Burgenland, so lässt sich klar sagen, dass neben der Weinproduktion (agrarische Weinproduktion sowie Herstellung von Traubenwein) die stärksten positiven Effekte in den Bereichen Handel, Gastgewerbe und Tourismus entstehen. Alleine durch den Weinhandel und Wein im Gastgewerbe wurde eine Bruttowertschöpfung von 177 Millionen Euro generiert. Selbst nach Abzug diverser Subventionen, die 2014 in Summe immerhin 230,6 Millionen Euro ausmachten, flossen konsolidiert mehr als eine Milliarde Euro an Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand zurück. Auch die öffentliche Hand im Burgenland zählt hier zu den Profiteuren. Nach dem Finanzausgleich erhielt das Land Burgenland 5,7 Millionen Euro an Steuern und Abgaben, die burgenländischen Gemeinden 5,8 Millionen Euro.

Positive Entwicklung durch Qualitätsorientierung und penible Arbeit
Es lässt sich eindeutig dokumentieren, dass der Durchschnittsverdienst in der agrarischen Weinproduktion deutlich gestiegen ist, während der Anteil der Subventionen an der Wertschöpfung deutlich zurückgeht. Diese positive Entwicklung war nur durch die penible und qualitätsorientierte Arbeit der heimischen Winzer und Winzerinnen möglich. Die Österreich Wein Marketing und auch die Wein Burgenland haben hierbei die Winzer und Winzerinnen tatkräftig unterstützt und somit auch einen Anteil an dieser Erfolgsgeschichte beigetragen“, erklärte dazu der burgenländische Weinbaupräsident Andreas Liegenfeld. Christian Zechmeister, Geschäftsführer der Wein Burgenland ergänzte, „dass die Weinwirtschaft auch eine wichtige Rolle als Arbeitgeber innehat. Mehr als 7.400 Arbeitsplätze in Personenjahren gerechnet, haben einen Zusammenhang mit Wein. Dies bedeutet, dass jeder 17. Arbeitsplatz im Burgenland durch die Weinwirtschaft gesichert wird. Für eine kleine Branche, wie die Weinwirtschaft, ist dies ein immens hoher Wert!“


Seefestspiele Mörbisch mit neuer Intendanz

Gerald Pichowetz übernimmt ab 2018 künstlerische Leitung

Wegen des Vertragsablaufes der aktuellen Intendantin Dagmar Schellenberger am 31. Dezember 2017 wurde die künstlerische Leitung der Seefestspiele Mörbisch gemäß der Stellenbesetzungskriterien des Landes Burgenland neu ausgeschrieben. In einem darauf hin eingeleiteten Auswahlprozess wurde Gerald Pichowetz als neuer künstlerischer Leiter der Seefestspiele Mörbisch bestellt. Der bekannte Schauspieler und Theaterdirektor Gerald Pichowetz wurde bei einer Pressekonferenz am 19. Oktober 2016 von Kulturlandesrat Helmut Bieler, Landesrätin Maga. Astrid Eisenkopf und Bürgermeister Jürgen Marx neuer Intendant vorgestellt. Pichowetz kann als Direktor des Gloria Theaters und ehemaliger Leiter der Bühne 21 auf jahrelange Erfahrung im Bereich der künstlerischen Leitung zurückgreifen. „Die Jury kam beim Hearing zu einem objektiven und eindeutigen Ergebnis“, so Bieler.

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Kulturlandesrat Helmut Bieler, Landesrätin Maga. Astrid Eisenkopf und Bürgermeister Jürgen Marx präsentierten Gerald Pichowetz als neuer künstlerischer Leiter der Seefestspiele Mörbisch ab 2018



Mag. Peter Zulehner, Vorsitzender der fünfköpfigen Hearingkommission, stellte den Ablauf sowie die wesentlichen Parameter des vorangegangenen Objektivierungsverfahrens vor: Die fünfköpfige Jury prüfte die fünf Kandidaten der engeren Auswahl u.a. nach folgenden Kriterien, darunter künstlerische Kompetenz, bisherige Erfolge bei ähnlicher Aufgabenstellung, Teamkompetenz, Innovationsstärke, bewusster und kompetenter Umgang mit Konflikten, Auftreten und Charisma sowie strategische Weitsicht. „Mit diesem Hearing haben die Seefestspiele Mörbisch ein Best Practice geliefert. Genauso haben solche Verfahren abzulaufen“, so Zulehner. „Das Ergebnis des Auswahlverfahrens wurde in der Generalversammlung vom Vorstand des Vereins der Seefestspiele Mörbisch am 17. Oktober 2016 angesichts des eindeutigen Urteils der fachlich kompetenten Hearingkommission angenommen“, erklärten Kulturlandesrat Helmut Bieler und Landesrätin Maga. Astrid Eisenkopf unisono.

„Von A – Applaus bis Z – Zugabe“
„Ich bin übermannt von Freude und Demut, diese großartige Aufgabe übernehmen zu können“, so Gerald Pichowetz. „Diese Aufgabe, das weltweit größte Operettenfestival zu schultern, werde ich mit tausendprozentiger Freude angehen.“ Pichowetz sieht seine Ziele darin „Unterhaltungs- und Musiktheater auf höchstem Niveau zu bieten. Mörbisch lebt nicht von der Intimität, sondern von der Opulenz.“ Seinem Dienstantritt im Januar 2018 sieht er freudig und voller Tatendrang entgegen und stellt seine zukünftige Tätigkeit unter das Motto „Von A – Applaus bis Z – Zugabe.“

 

 

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