SPÖ: Equal Pay Day

Equal Pay Day: SPÖ Frauen Burgenland fordern kollektivvertraglich festgelegten Mindestlohn von 1.700,- Euro

 

Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind mit 21,53 Prozent im Burgenland immer noch sehr hoch. Heute ist Equal Pay Day im Burgenland. Ab diesem Tag arbeiten burgenländische Frauen statistisch gesehen bis Jahresende „gratis“. Die SPÖ Frauen Burgenland rund um Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst machen sich für Lohngerechtigkeit stark. „Frauen müssen endlich genauso viel verdienen wie Männer. Berufsfelder, in denen hauptsächlich Frauen beschäftigt sind, sind immer noch sehr schlecht bezahlt. Hier muss es endlich zu einer Aufwertung durch deutliche Lohnerhöhungen kommen. In Zukunft muss außerdem bezahlte und unbezahlte Arbeit gerechter verteilt werden. Zwei Drittel der unbezahlten Arbeit – also Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, der Haushalt oder auch mit dem Hund zum Tierarzt – werden von Frauen geleistet. Das muss sich ändern, damit sich die Lohnschere endlich schließt“, so Verena Dunst.

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Sylvia Wesselich, Inge Posch-Gruska, Silvia Czech, Caroline Pavitsits, Edith Sack, Sandra Gerdenitsch, Verena Dunst, Astrid Eisenkopf, Hannelore Binder, Klaudia Friedl

Beinahe jede zweite Frau arbeitet Teilzeit. Das bedeutet weniger Gehalt und weniger Pension. Für viele Frauen ist Teilzeit oft eine Notwendigkeit, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. Mit einer Betreuungsquote von fast 100 % bei den Drei- bis Fünfjährigen ist das Burgenland Spitzenreiter in Österreich. Dennoch endet die Notwendigkeit der Betreuung nicht mit Schuleintritt. Daher soll auch das Angebot an ganztägigen Schulformen erweitert werden. 750 Millionen sollen zusätzlich in den Ausbau der Ganztagsschulen investiert werden.

Überstunden sind oftmals die Regel in Betrieben und gehören abgebaut. Dies würde unter anderen durch das Einheben eines sogenannten Überstunden-Euros gelingen. Laut Information der AK Burgenland werden im Burgenland 8,7 Millionen Überstunden geleistet, diese Stunden bedeuten 4.345 Vollzeitarbeitsplätze.

Österreichweit fand der Equal Pay Day bereits am 11. Oktober statt, für das Burgenland gibt es so gesehen also einen kleinen Vorsprung. Erklärtes Ziel ist es, dass der Equal Pay Day auf den 31. Dezember fällt. „Statistiken zeigen, dass sich die Lohnschere erst in gut 40 Jahren schließen wird, wenn wir dieses Tempo beibehalten. Daher fordern wir sofortige Arbeitszeitverkürzung, den Abbau von Überstunden und damit Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Umsetzung des schon länger von uns geforderten kollektivvertraglich festgelegten Mindestlohns von 1.700 Euro brutto“, fordern die SPÖ Frauen einstimmig.

 

 

 

 

 

 

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