Grüne: Social Business, NS Wiederbetätigung

Eisenstadt, 15. 10. 2016 –

„SOCIAL BUSINESS“ KOMMT INS BURGENLAND

GRÜNE WIRTSCHAFT LÄDT INNOVATIVE UNTERNEHMEN ZUM AUSTAUSCH

Die Grüne Wirtschaft sieht sich als Impulsgeberin für innovative und zukünftige Wirtschaftskonzepte. Am Donberstag hat sie zu einem Diskussionsabend nach Deutschkreutz geladen. Landessprecherin Anja Haider-Wallner: „Gerade das Burgenland mit seinen immer noch schwachen Strukturen und geringen Jobchancen bietet viel Potential für die Umsetzung innovativer Geschäftsideen in diesem Segment, das auch international immer bedeutender ist“. Mit ihr diskutierten Georgi Lossmann-Iliev, Bereichsleiter von „magdas RECYCLING“ in Wien und Wolfgang Dieck vom südburgenländischen Start Up „Paletteria“.

Grüne

Georgi Lossmann-Iliev, Anja Haider-Wallner, Hannes Schwetz, Wolfgang Dieck

Hotel „magdas“ im Prater – ein hippes Vorzeigeprojekt der Caritas in Wien

Georgi Lossmann-Iliev stellte gleich zu Beginn klar: „Ein Social Business unterscheidet sich von einem sozial-ökonomischen Betrieb dadurch, dass eines oder mehrere gesellschaftliche Probleme gelöst werden, der Betrieb aber wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen kann und am Ende eine schwarze 0 übrig bleibt“. Er hat die Teilbereiche von „magdas“ vorgestellt und ist besonders auf „magdas Hotel“ eingegangen, einem bahnbrechenden Design-Hotel in Wien, in dem Menschen mit Fluchthintergrund Arbeit finden. „Magdas“ hat einen großen Startvorteil gehabt: die Caritas Wien im Hintergrund, die die Startfinanzierung ermöglichte.

Social Business Burgenland – das Startup „Paletteria“

Wolfgang Dieck ist mit seinem Projekt in Oberwart noch nicht so weit. Gerade eben wurde eine Crowdfunding Kampagne beendet. Die gespendete Summe ermöglicht ihm und seinem Team den Ankauf von Maschinen, die für die Produktion von hochwertigen Design-Möbeln aus alten Paletten und sonstigen Möbeln entstehen. Sein Betrieb soll mehrere positive Auswirkungen haben: Müll wird durch UPCycling zu wertvollen Möbeln und Objekten, Langzeitarbeitslose finden zurück in einen geregelten Alltag und sinnstiftender Tätigkeit und Flüchlinge können sich einbringen und im Tun Deutsch lernen. Wolfgang Dieck braucht noch Geld und UnterstützerInnen, um sein Projekt zum Laufen zu bringen.Vielleicht kommt es aus dem aktuell laufenden Wettbewerb der aws (austria wirtschaftsservice) zum Thema Social Business.

Förderungen der aws an innovative UnternehmerInnen

Bis zu 100.000 Euro an nichtrückzahlbarer Förderung werden an innovative Initiativen vergeben. Hannes Schwetz hat den Call der bis zum 1.12. offen ist, begeistert präsentiert und lädt alle ein, ihre Ideen einzureichen. „Je mehr spannende Projekte hereinkommen, desto mehr Aufmerksamkeit erfährt das Thema und umso wahrscheinlicher ist es, dass diesem gesellschaftlich wichtigen Pilot-Call weitere folgen werden.“


Verhetzung und NS-Wiederbetätigung statt bloßer Sachbeschädigung

Grüne bringen Sachverhaltsdarstellung ein

Die Grünen bringen nun eine Sachverhaltsdarstellung betreffend der NS-Schmierereien in Pinkafeld ein. „Nach unseren Informationen geht man am Polizeiposten Pinkafeld von einem Lausbubenstreich aus und ermittelt scheinbar nur wegen Sachbeschädigung“, zeigt sich der Grüne Abgeordnete Wolfgang Spitzmüller überrascht. Spitzmüller schickt nun eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Eisenstadt, wegen Verdachtes der Verhetzung und der NS-Wiederbetätigung. „Eine gezielte und klare Botschaft, mit eindeutigem Hintergrund“, so Spitzmüller.

Unbekannte hatten in der Nacht von Do. auf Fr. den Rollbalken der Eingangstür eines Allgemeinmediziners in Pinkafeld mit „SS“-Zeichen und den Worten „Syrer Sau“ beschmiert.

grüne

Beim heutigen Flashmob gegen Hetze und Rechtsruck vor der Ordination des betroffenen Arztes haben weit über 200 Menschen aus der Region ihre Solidarität ausgedrückt und ein Zeichen des Miteinanders gesetzt.

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