SPÖ: Selbstständigkeit, Digitalisierung als Chance, 20 Jahr Reinhaltungsverband, Equal Pay Day

Eisenstadt, 14. 10. 2016 –

Landesrätin Dunst fördert Selbständigkeit in der Landwirtschaft

Mehr selbständige Frauen in der Landwirtschaft

Um die Entwicklung des ländlichen Raumes zu fördern, muss der Anteil der Frauen in der Landwirtschaft erhöht werden. Wir wollen im landwirtschaftlichen Bereich Rahmenbedingungen schaffen, die es Frauen leichter ermöglichen, selbstständig Betriebe zu gründen“, so Frauen- und Agrarlandesrätin Verena Dunst.

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Referatsleiterin Mag.a Karina Ringhofer, GF ARGE Petra Strasser BEd, Obfrau ARGE Judith Weikovich, LRin Verena Dunst, Referatsleiter Mag. Michael Förschner

Aus diesem Anlass fand bereits ein erfolgreiches Arbeitsgespräch mit der ARGE der MeisterInnen in der Land- und Forstwirtschaft im Büro von Landesrätin Dunst statt. „Es war ein ausgesprochen positives Vernetzungstreffen, bei dem Ideen für zukünftige, gemeinsame Projekte gesammelt wurden“, meint Frauen- und Agrarlandesrätin Verena Dunst.

Die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der MeisterInnen ist eine Vereinigung von mehr als 1.200 MeisterInnen. Eines ihrer vorrangigen Ziele ist die adäquate Weiterbildung der MeisterInnen.


Digitalisierung als Chance sehen, junge Ideen fördern

SJ-Czech: „Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit!“

Bei einer Pressekonferenz stellten LRin Astrid Eisenkopf und Vorsitzende der Sozialistischen Jugend (SJ) Burgenland Silvia Czech die politischen Initiativen im kommenden Herbst vor. Einerseits wird auf die neue „Bildungsoffensive“ der Sozialistischen Jugend Burgenland gesetzt, andererseits sollen Start-Ups und JungunternehmerInnen gefördert werden. Diese Initiativen werden auch durch das Landesjungendreferat unterstützt. „Jugendarbeit ist immer eine Querschnittsmaterie. Daher möchten wir diese so breit wie möglich anlegen. Als Jugendlandesrätin begrüße ich die Initiative der SJ Burgenland, Jugendliche weiterzubilden und sie vorbereitend auf die Gemeinderatswahlen 2017 mit Soft-Skills, wie Rhetorik, Gruppendynamik und Projektmanagement zu schulen!“ Auch inhaltlich werden im kommenden Herbst neue Akzente gesetzt. Immer mehr Jugendliche gründen Start-Ups oder steigen ins Crowdworking-Geschäft ein. Im Bereich der Digitalisierung und Innovationstechnologie stehen daher wichtige politische Entscheidungen an. „Digitalisierung muss als Chance gesehen werden und junge Ideen müssen gefördert werden! Schnellstmöglich sollen auch im Burgenland Förderungen und sichere rechtliche Rahmenbedingungen für JungunternehmerInnen und CrowdworkerInnen geschaffen werden!“, so Silvia Czech.

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Silvia Czech und Astrid Eisenkopf

Die burgenländische Jugendlandesrätin Astrid Eisenkopf präsentierte heute gemeinsam mit der Landesvorsitzenden der SJ Burgenland neue bildungspolitische Initiativen und ein Resümee der Jugendarbeit im letzten Jahr. Die Sozialistische Jugend Burgenland startete im September mit ihrer „Bildungsoffensive“, die durch das Landesjugendreferat unterstützt wird. Dabei werden 2-tägige „Bezirksseminare“ abgehalten, um junge AktivistInnen weiterzubilden. Einerseits werden grundlegende Soft-Skills, wie Rhetorik und Projektmanagement vermittelt, andererseits wird ein Überblick über die Geschichte der Sozialistischen Jugend und der ArbeiterInnen-Bewegung geboten. „Da ich das Ressort „Jugend“ innehabe, freut es mich, Initiativen wie die neue „Bildungsoffensive“ der SJ Burgenland zu unterstützen. Das erlernte Wissen können die Jugendlichen für die Gemeinderatswahlen im nächsten Jahr sicherlich gut nutzen. Eine deutliche Verbesserung für engagierte Jugendliche bietet in diesem Sinne auch das neue „Gemeinderechtspaket“ in dem endlich einE JugendgemeinderätIn verankert wurde!“, so Eisenkopf.

Auch inhaltlich werden seitens der SJ Burgenland neue Akzente im Bereich Digitalisierung und Start Ups gesetzt. Digitalisierung betrifft vor allem die kommenden Generationen und ihren Einstieg in die Arbeitswelt. Daher müssen jetzt Vorkehrungen getroffen und beispielsweise Ausbildungsplätze „upgedatet“ werden. Lehre und Schulausbildung müssen besser auf den Arbeitsalltag vorbereiten. Wichtige Schritte sind daher: Die Einführung eines Wahlpflichtfaches „Programmieren“, mehr Open-Source Lernplattformen, I-PAD Klassen und eine Modernisierung des Informatikunterrichts. Auch das Internet ist ein wichtiges Thema für Jugendliche. „Der richtige Umgang mit dem Internet muss schon in der Schule gelernt werden. Nur so können Jugendliche sich sicher im Netz bewegen“. Vonseiten des Landesjugendreferats wurde auf diese Anforderungen bereits reagiert. Workshops zum Thema Netzsicherheit wurden burgenlandweit in Schulen durchgeführt. Das Internet bestimmt zu großen Teilen unser gesellschaftliches Leben. Nicht für alle Jugendlichen ist aufgrund ihrer finanziellen Situation die Teilhabe am Internet aber möglich. Daher muss auch der Breitbandausbau im Burgenland weiterhin forciert werden und freie W-LAN Netzwerke in den burgenländischen Gemeinden installiert werden!“, so Czech.

Natürlich bieten das Internet und Digitalisierung aber auch große Risiken und üben einen massiven Druck auf ArbeitnehmerInnen aus. Der Vorgang „Maschine-ersetzt-Mensch“ ist heute überall erkennbar. Sichere rechtliche Rahmenbedingungen für ArbeitnehmerInnen müssen deshalb geschaffen werden. Auch im Bereich der Start-Ups und Crowdworking- Plattformen sollen prekäre und freie Dienstverhältnisse unbedingt vermieden werden. Den neuen, innovativen Ideen gehört die Zukunft diese muss aber für alle abgesichert sein! „Als SJ Burgenland fordern wir ebenfalls ein Synergie-Zentrum und eine Beratungsstelle für Start-Ups, um Hürden für angehende UnternehmerInnen abzubauen. Weiters soll ein Jugend-Innovationswettbewerb initiiert werden, um jährlich die besten neuen Ideen auszuzeichnen!“, so Czech.

Viele weitere Projekte in der Jugendförderung werden vom Landesjugendreferat das ganze Jahr über umgesetzt. „Grundvoraussetzung für all diese Ideen ist und bleibt Bildung! Daher müssen gerechte Bildungschancen für alle geschaffen werden“, so Czech und Eisenkopf abschließend.


20 Jahre Reinhaltungsverband Region Neusiedler See-Westufer

Nachhaltiger Schutz des Neusiedler Sees und der umliegenden Gewässer

Zum Schutz des Neusiedler Sees und der Gewässer rund um den See wurde 1996  der Reinhaltungsverband Region Neusiedler See-Westufer (RHV NSW) gegründet. Heute umfasst der Verband die neun Gemeinden Mörbisch am See, Rust, Oggau am Neusiedler See, Oslip, Schützen am Gebirge, Donnerskirchen, Purbach am Neusiedler See, Breitenbrunn am Neusiedler See und Winden am See. Anlässlich des 20jährigen Jubiläums lud der Verband  heute, Freitag, zur Feier ins Gemeindeamt Oggau ein. Landesrat Helmut Bieler lobte die beispielgebende Arbeit des Verbandes und wünschte für die Zukunft alles Gute: „Die Gründung vor 20 Jahren war ein mutiger, aber richtiger Schritt, der nachhaltig wirkt – zum Wohle der Bevölkerung und im Sinne der Umwelt. Der Reinhaltungsverband Region Neusiedler See-Westufer ist vorbildlich für die Wasserwirtschaft insgesamt.“

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Landesrat Helmut Bieler gratulierte dem RHV NSW Vorstandsteam zum Jubiläum (v.l.): Obmann-Stv. Bgm. Roman Zehetbauer (Schützen am Gebirge), Bgm. Jürgen Marx ( Mörbisch am See), Landesrat Helmut Bieler, Verbandsobmann Bgm. Ernst Schmid, und die Vorstandsmitglieder, Bgm. Ing. Richard Hermann (Purbach am See) und Bgm. Josef Tröllinger (Breitenbrunn am Neusiedler See)

Basierend auf einer wirtschaftlich-technischen Studie aus dem Jahr 1994 wurde der Verband im Oktober 1996 gegründet. Zwei Jahre später, im Oktober 1998, fiel nach dem offiziellen Spatenstich der Startschuss für die Bauarbeiten. Bis dahin sei viel Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit nötig gewesen, so Verbandsobmann Ernst Schmid, Bürgermeister in Oggau. Heute könne man mit Fug und Recht sagen, dass der Verband eine „umweltpolitische Erfolgsgeschichte ist“. Eine nach mehrjähriger Betriebstätigkeit durchgeführte Studie der Biologischen Station Illmitz belege, dass mit der Reinigungsleistung der Verbandskläranlage eine spürbare Entlastung des Neusiedler Sees verbunden ist, so der Obmann.

Ab Mai 2000 übernahm der Reinhaltungsverband Sammlung, Transport und Reinigung der anfallenden Abwässer seiner Mitgliedsgemeinden. Über ein modernes Prozessleitsystem werden die verbandseigenen Transportleitungen, Pumpwerke, Mischwasserbehandlungsanlagen und die Verbandskläranlage computergesteuert betrieben. Fünf Millionen Liter Abwasser werden an einem durchschnittlichen Tag gereinigt. Bei Regenwetter steige die Abwassermenge auf das Fünffache an, heißt es seitens des Verbandes. In Summe ergebe das rund 3,3 Milliarden Liter Abwasser pro Jahr. Der Reinhaltungsverband Region Neusiedler See-Westufer beschäftigt acht Mitarbeiter.

Der Sitz des Verbandes befindet sich direkt am Standort der Verbandskläranlage, in Schützen am Gebirge. Zu den ursprünglichen acht Gründungsgemeinden stieß im März 1999 Donnerskirchen als neuntes Verbandsmitglied hinzu.

Der RHV NSW ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Abwasser Burgenland Nord (ARGE ABN), der Interessensgemeinschaft kommunaler Abwasserbetreiber im nördlichen Burgenland, die sich unter anderem eine effiziente und nachhaltige Betriebsführung der Kanalisations- und Abwasserreinigungsanlagen zum Ziel gesetzt hat.


Equal Pay Day: SPÖ Frauen Burgenland fordern kollektivvertraglich festgelegten Mindestlohn von 1.700,- Euro

Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind mit 21,53 Prozent im Burgenland immer noch sehr hoch. Heute ist Equal Pay Day im Burgenland. Ab diesem Tag arbeiten burgenländische Frauen statistisch gesehen bis Jahresende „gratis“. Die SPÖ Frauen Burgenland rund um Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst machen sich für Lohngerechtigkeit stark. „Frauen müssen endlich genauso viel verdienen wie Männer. Berufsfelder, in denen hauptsächlich Frauen beschäftigt sind, sind immer noch sehr schlecht bezahlt. Hier muss es endlich zu einer Aufwertung durch deutliche Lohnerhöhungen kommen. In Zukunft muss außerdem bezahlte und unbezahlte Arbeit gerechter verteilt werden. Zwei Drittel der unbezahlten Arbeit – also Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, der Haushalt oder auch mit dem Hund zum Tierarzt – werden von Frauen geleistet. Das muss sich ändern, damit sich die Lohnschere endlich schließt“, so Verena Dunst.

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Sylvia Wesselich, Inge Posch-Gruska, Silvia Czech, Caroline Pavitsits, Edith Sack, Sandra Gerdenitsch, Verena Dunst, Astrid Eisenkopf, Hannelore Binder, Klaudia Friedl

Beinahe jede zweite Frau arbeitet Teilzeit. Das bedeutet weniger Gehalt und weniger Pension. Für viele Frauen ist Teilzeit oft eine Notwendigkeit, um Familie und Beruf vereinbaren zu können. Mit einer Betreuungsquote von fast 100 % bei den Drei- bis Fünfjährigen ist das Burgenland Spitzenreiter in Österreich. Dennoch endet die Notwendigkeit der Betreuung nicht mit Schuleintritt. Daher soll auch das Angebot an ganztägigen Schulformen erweitert werden. 750 Millionen sollen zusätzlich in den Ausbau der Ganztagsschulen investiert werden.

Überstunden sind oftmals die Regel in Betrieben und gehören abgebaut. Dies würde unter anderen durch das Einheben eines sogenannten Überstunden-Euros gelingen. Laut Information der AK Burgenland werden im Burgenland 8,7 Millionen Überstunden geleistet, diese Stunden bedeuten 4.345 Vollzeitarbeitsplätze.

Österreichweit fand der Equal Pay Day bereits am 11. Oktober statt, für das Burgenland gibt es so gesehen also einen kleinen Vorsprung. Erklärtes Ziel ist es, dass der Equal Pay Day auf den 31. Dezember fällt. „Statistiken zeigen, dass sich die Lohnschere erst in gut 40 Jahren schließen wird, wenn wir dieses Tempo beibehalten. Daher fordern wir sofortige Arbeitszeitverkürzung, den Abbau von Überstunden und damit Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Umsetzung des schon länger von uns geforderten kollektivvertraglich festgelegten Mindestlohns von 1.700 Euro brutto“, fordern die SPÖ Frauen einstimmig.

 

 

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