Umdenken bei Zeitumstellung

Mattersburg, 12. 10. 2016 –

ÖVP-Becker fordert von EU-Kommission Umdenken bei Zeitumstellung

„Schluss mit verantwortungsloser Verweigerung, die Zeitumstellung zu überprüfen“ / Gesundheitsrisiken und Schaden bis zu 300 Milliarden Euro

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„Wir brauchen endlich ein Umdenken in der EU-Kommission und eine Überprüfung der zweimal jährlichen Zeitumstellung. Experten belegen, dass diese keine Energieersparnis, aber erhebliche Gesundheitsrisiken und hohe Kosten für die Wirtschaft bringt“, so der ÖVP-Europaabgeordnete Heinz K. Becker anlässlich einer Expertenkonferenz mit neuesten Ergebnissen zu negativen Auswirkungen der Zeitumstellung. ****

Bei der heutigen Expertenkonferenz präsentierten Russell Foster, Professor für Neurowissenschaften an der Universität Oxford, und Till Roenneberg, Professor für medizinische Psychologie an der Universität München, ihre Ergebnisse zu den Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Bio- und Schlafrhythmus.

Becker fasst zusammen: „Die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse weisen klar nach, dass die Zeitumstellung eine dramatische Störung unserer körperlichen und psychischen Funktionen durch den direkten Eingriff in unsere Innere Uhr bewirkt. Das Argument, bei der Zeitumstellung handle es sich eh nur um eine Stunde, ist falsch. Speziell Kinder und ältere Menschen brauchen oft Wochen für die Umstellung und leiden gesundheitlich. Darüber hinaus werden seit Jahren die Steigerung von Verkehrsunfällen und lebensgefährliche Komplikationen bei Operationen beobachtet.“

Daher müsse „Schluss sein mit der verantwortungslosen Verweigerung der zuständigen Kommissarin Bulc, die Risiken und die Sinnhaftigkeit der Zeitumstellung zu überprüfen“, betont der ÖVP-Politiker und fordert die EU-Kommission auf „endlich zu handeln und den Riesenaufwand für etwas, das keine Vorteile, sondern nur Schaden bringt, zu beenden“. Laut Becker seien die Zeitumstellungen ein gewaltiger gesamtwirtschaftlicher Verlust in der Höhe von 1 bis 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der EU. „Das sind bis zu 300 Milliarden Euro jedes Jahr, die wir dringend für Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Sicherheit der Bürger in ganz Europa brauchen. Die einzige Konsequenz kann daher nur sein, die vorliegenden wissenschaftlichen Daten zur Grundlage der Aufhebung der Zeitumstellungen zu machen“, betont Becker.

 

 

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