SPÖ: Demenz, Delegation reist nach Polen, BiBI 2016, Gemeinderechtspaket, LH Konferenz

Eisenstadt, 4. 10. 2016 –

Demenz – Reden wir darüber!

Symposium des Landesseniorenbeirates widmete sich dem Thema Demenz

Auf Initiative von Landesrat Mag. Norbert Darabos veranstaltete der Landesseniorenbeirat am Montag ein Symposium an der Fachhochschule Burgenland, das sich dem Thema Demenz widmete. Demenz schleicht sich nahezu unbemerkt ein: ein Termin wird vergessen, ein Schlüssel geht verloren, Dinge finden sich an Orten wieder, wo sie nicht hingehören. Der Beginn der Erkrankung wird von Betroffenen und Angehörigen leicht übersehen, da solche kleinen Unsicherheiten bei jedem Menschen gelegentlich vorkommen. Veranstaltungen wie diese sollen all jene informieren, die täglich in ihren Berufen mit dementen Patientinnen und Patienten konfrontiert sind und auch jene, die dementen Menschen bei der Bewältigung ihres Lebens helfen.

spö

Im Burgenland leiden ca. 4.000 Menschen an demenziellen Erkrankungen. Da das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter stark ansteigt und die Zahl der hochaltrigen Personen ständig zunimmt, wird auch die Zahl demenziell erkrankter Menschen immer größer.
Auf das Ansteigen der Demenzerkrankungen reagiert das Land Burgenland mit einer deutlichen Intensivierung der Angehörigenhilfe. „Menschen, die Demenzkranke pflegen sind einer besonderen Belastung ausgesetzt und brauchen daher besonders viel Hilfe und Unterstützung.Unser Ziel ist es, das mobile Angebot für demenziell erkrankte Personen auszuweiten um pflegende Angehörige zu entlasten“, erklärt Landesrat Norbert Darabos.

Die mobile Demenzbetreuung wird von den mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten übernommen. Im Jahr 2015 wurden durch die Demenzbetreuung insgesamt 1.327 Betreuungsstunden für 110 Personen erbracht. Das Land förderte die Demenzbetreuung mit 101.000 Euro.

Hilfe für Patientinnen und Patienten
PatientInnen mit dementiellen Erkrankungen haben im Burgenland verschiedene Anlaufstellen. Zum einen die Krankenanstalten – in Eisenstadt und in Oberwart.
Es sind die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte – die Neurologen, und die Psychiater, die praktischen ÄrztInnen und die MitarbeiterInnen der Hauskrankenpflege die als erste mit einem dementen Patienten konfrontiert sind. Demente Patientinnen und Patienten werden aber auch in allen burgenländischen Pflegeheimen versorgt. Schwerpunktmäßig werden demente Personen im Pflegezentrum Neudörfl betreut. Das Pflegeheim in Neudörfl verfügt über 40 Betten im Demenzbereich.

Demenz frühzeitig erkennen
Besteht der Verdacht auf Demenz, ist es wichtig so früh wie möglich mit einer Therapie zu beginnen. „Es ist keine Schande, wenn man sich zur Abklärung einer zunehmenden Vergesslichkeit an einen Arzt, z.B. den Hausarzt oder einen Facharzt für Neurologie wendet, um abklären zu lassen, ob eine Demenz vorliegt, oder ob andere Ursachen für dieses Symptom verantwortlich sind. Falsche Scham bedeutet den Verlust von kostbarer Zeit, in der andererseits noch mit einem besonders günstigen Behandlungserfolg zu rechnen wäre. Ich möchte daher alle Betroffenen bitten, erste Anzeichen, so schnell wie möglich, von einem Experten abklären zu lassen“, rät Gesundheitslandesrat Darabos.


Wirtschafts- und Tourismusdelegation reist nach Polen

Erweiterung des Marktpotenzials, weitere Internationalisierung und Kooperationsmöglichkeiten im Mittelpunkt

Mit dem Ziel, das Marktpotential auszuweiten, die Internationalisierung weiter voranzutreiben und grenzüberschreitende Kooperationsmöglichkeiten auszuloten, reist eine hochrangige Wirtschafts- und Tourismusdelegation des Burgenlandes, mit Landeshauptmann Hans Niessl, Landtagspräsident Christian Illedits und Wirtschaftskammerpräsident Honorarkonsul Ing. Peter Nemeth an der Spitze, in der Zeit von 05. bis 07. Oktober 2016 nach Polen. Das Programm umfasst Aufenthalte in Pszczyna und Krakau sowie eine Besichtigung des KZ Auschwitz/Birkenau.

Weitere Delegationsteilnehmer sind Anton Putz, Firma Leier, Horitschon, DI Christoph Blum, Trafomodern – Transformatoren GmbH, Hornstein, Peter Prisching, Geschäftsführer AVITA Resort, Bad Tatzmannsdorf, KommR Gerhard Milletich, Schau TV, und Andreas Leithner, Wein – Lagerlogistik GmbH, Parndorf sowie namhafte Unternehmer, Touristiker und Winzer des Burgenlandes. Kontakte mit relevanten polnischen Firmenvertretern sind ebenso Inhalt der Reise, wie mehrere Treffen bzw. Arbeitsgespräche mit hochrangigen politischen Persönlichkeiten.


Handwerk als Schwerpunkt der BiBI 2016

Bildungs- und Berufsinformationsmesse „BiBi“ in Oberwart eröffnet

Angefangen im kleinen Rahmen als Mädchenmesse im OHO, ist sie mittlerweile zu einem fixen Bestand im Schuljahr geworden – die Bildungs- und Berufsinformationsmesse, kurz „BiBi“, die mit insgesamt 58 Aussteller in der Burgenlandhalle im Messezentrum Oberwart heute eröffnet wurde. Bis 6. Oktober bietet die Messe kostenlos Information und Beratung über die aktuellen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler vom 13. bis zum 18. Lebensjahr. 2500 Schülerinnen und Schüler werden erwartet. Ein Schwerpunkt der BiBi 2016 ist das Handwerk. „Die Berufsinformationsmesse soll vor allem vermitteln, dass Mädchen alle Optionen haben, nicht nur die traditionellen Frauenberufe. Außerdem wollen wir junge Menschen für das Handwerk begeistern. Hier eröffnet sich ein weites Berufsfeld mit der Chance, den erlernten Beruf im Burgenland auszuüben“, so Frauenlandesrätin Dunst bei der Eröffnung der BiBi.

spö

Landesrätin Verena Dunst, Mag. Heinz Zitz, Amtsführender Präsident des Landesschulrates für Burgenland mit Schülerinnen bei der Eröffnung der Bildungs- und Berufsinformationsmesse „BiBi“ in Oberwart am Stand der Berufsschule Oberwart

Dazu komme, dass den Mädchen die Vorteile von technischen Berufen vor Augen gehalten werden solle, so Dunst. Die BiBi solle als Wegweiser in Richtung Matura, Lehre, Information, Studium, Schule dienen. Um den Lehrberuf besser zu bewerben sind heuer erstmals die Polytechnischen Schulen, die Burgenländischen Berufsschulen, die Wirtschaftskammer mit den Sparten Handel, Tourismus und Freizeit, Gewerbe und Handwerk sowie die Lehrlingsstelle das WIFI bei der BiBi vertreten.

Trotz eines enormen Anstieges der Frauenbeschäftigung in den letzten Jahrzehnten, entscheiden sich Mädchen und junge Frauen nach wie vor deutlich seltener als Burschen und junge Männer für technische Ausbildungs- und Berufswege. Hier gelte es noch immer vorhandene Klischees und eingefahrene Rollenbilder aufzubrechen, weisen Jutta Zagler von Mona-Net und Mag.a Karina Ringhofer, Leiterin des Referates Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung darauf hin, dass hier noch viel Aufklärungsarbeit nötig sei. Dies beginnt beim Einfluss von Familie und sozialem Umfeld auf Berufsbilder und Berufswahl und endet beim Minderheitenstatus von Frauen in technischen Berufen, der abschreckt und als dauernde Belastung erlebt werden kann. „Es muss zur Selbstverständlichkeit werden, dass jedes Kind das werden kann, was es will“, fordert Zagler. Dauerbrenner bleibe natürlich auch die Forderungen nach gleichem Geld für gleiche Arbeit.

Über das Jahr verteilt unterstützt das Referats Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung zahlreiche Mädcheninitiativen mit dem Ziel, „Mädchen so gut wie möglich für die Zukunft zu rüsten und ihnen zu zeigen, was alles möglich ist“, so Dunst. Zu diesen Initiativen zählen neben der BiBi der Roberta Cup / Roberta Workshops des BUZ Neutal, der Girls‘ Day – jedes Jahr im April, MonA-Net oder FiT-Frauen in die Technik. Sämtliche Angebote haben dasselbe Ziel – nämlich den Anteil von Mädchen/Frauen in technischen Berufen zu erhöhen, den Mädchen und jungen Frauen eine  „frauenuntypische“ Branche schmackhaft zu machen.


Landtagsparteien über burgenländisches Gemeinderechtspaket einig

Eisenkopf: „Das neue Gemeinderecht wird frischen Wind aber auch mehr Kontrolle und Transparenz in die Gemeindeämter bringen“

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit allen im Landtag vertretenen Fraktionen ist am Dienstag im Landhaus in Eisenstadt das neue Gemeinderechtspaket vorgestellt worden. Es wurde unter den Stichworten mehr Kontrolle, mehr Demokratie, mehr Wertschätzung ausgearbeitet und wird von allen im Landtag vertretenen Parteien getragen. Dazu Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf: „Das neue Gemeinderecht wird frischen Wind aber auch mehr Kontrolle und Transparenz in die Gemeindeämter bringen.“ Das Gesetz soll heuer noch beschlossen werden und mit 1. Jänner 2017 in Kraft treten.

spö

LAbg. Gerhard Hutter, LAbg. Regina Petrik, SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich, Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf, FPÖ-Klubobmann Geza Molrar, ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz

Nach sechs Monaten und mehr als 100 Verhandlungsstunden haben sich die Landtagsparteien im Burgenland auf ein Gemeinderechtspaket geeinigt. Es sieht unter anderem einen zweiten Wahltag bei Kommunalwahlen, mehr Rechte für Ein-Personen-Fraktionen und eine Anhebung der Bürgermeistergehälter vor. „Den zweiten Wahltag, wird es bereits bei der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl 2017 geben. Im Gemeinderat kann künftig jede Partei an Ausschüssen teilnehmen und pro Sitzung einen Tagesordnungspunkt beantragen. Auch schriftliche Anfragen an den Bürgermeister werden ermöglicht“, so Eisenkopf.

Moderne Rahmenbedingungen werden durch die Möglichkeit, per E-Mail zur Gemeinderatssitzung einzuladen, umgesetzt. Zur Stärkung der Kontrollrechte gibt es künftig ein Recht für Mandatare auf Akteneinsicht zu Verhandlungsgegenständen im Gemeinderat. Dazu kommen Kontrollrechte für den Prüfungsausschuss und ein Vieraugen-Prinzip bei der Kassenführung. Auch die Aufsichtsbehörde erhalte mehr Kontrollmöglichkeiten, um bei vorsätzlichen, wiederholten Verstößen gegen die Gemeindeordnung geeignete Mittel zur „Richtungskorrektur“ zur Verfügung zu haben.

Mehr Wertschätzung sollen Burgenlands Bürgermeister und Gemeinderäte durch eine Anhebung des Gehalts bzw. ihrer Sitzungsgelder erhalten. Dazu SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich: „Die Gehälter für Bürgermeister und die Sitzungsgelder für Gemeinderäte werden angehoben. Bisher war das Burgenland hier Schlusslicht. Nun werden wir im Mittelfeld liegen. Auch kann sich ein Bürgermeister künftig bis vier Wochen nach der Wahl entscheiden, ob er haupt- oder nebenamtlich tätig sein will. Wir haben bald eine Gemeindeverfassung die sich sehen lassen kann – nämlich die modernste Gemeindeverfassung Österreichs.“

Für FPÖ-Klubobmann Geza Molnar ist es ein gutes, wenn auch mit vielen Kompromissen ausgearbeitetes Gesetz. Molnar: „Jeder hat Abstrichen machen müssen. Aber wir finden uns alle in diesem Paket wieder und wir sind alle der Meinung, dass das ein Wurf ist, der sich sehen lassen kann.“

„Mit der Novelle werden wesentliche Anpassungen präsentiert, die der Praxis näher kommen“, sagte ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz. Die Grünen zeigten sich erfreut, dass nun auch die Rechte kleiner Fraktionen in den Gemeinden gestärkt werden und können das Paket „mit gutem Gewissen und mit vollem Herzen unterstützen“, so Landesgeschäftsführerin Regina Petrik. Gerhard Hutter vom Bündnis Liste Burgenland betonte: „Mit dieser Gesetzesvorlage kann man auf einer guten Basis weiterarbeiten. Einige unserer Anregungen sind umgesetzt worden und finden sich im Gemeinderechtspaket wieder.“

Das neue Gemeinderechtspaket soll mit den Stimmen aller Parteien Anfang Dezember im Landtag beschlossen werden.


LH Niessl bei der Landeshauptleutekonferenz in Graz

Landeshauptmann Niessl begrüßt das Sicherheitskabinett und thematisiert den befürchteten Ärztemangel

spö

Im Rahmen der Landeshauptleutekonferenz fand heute Mittag eine Pressekonferenz von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer gemeinsam mit seinem Tiroler Amtskollegen Günther Platter sowie dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl und Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner im Weißen Saal der Grazer Burg statt. Die Pressekonferenz war der Schlusspunkt der am Vormittag stattgefundenen Landeshauptleutekonferenz und bot den Spitzen der Bundesländer sowie der Bundesspitze Gelegenheit, die Ergebnisse der Sitzung zu thematisieren. Präsentiert wurde auch die „Gemeinsame Erklärung″, wobei vereinbart wurde, dass Bund und Länder gemeinsam neue Wege gehen wollen.

Diskutiert wurde im Rahmen der Sitzung auch das Thema Sicherheit. In diesem Zusammenhang hob Landeshauptmann Niessl hervor: „Ein Thema war auch das Sicherheitskabinett, das ich persönlich sehr begrüße. Denn das Burgenland ist für ganz Österreich, ja für die EU, Sicherheitsdienstleister und für uns ist es daher ganz wichtig, dass wir auch in Zukunft in einem guten Austausch mit der Bundesregierung bleiben.″ Auch der nächste Vorsitzende der LH-Konferenz, der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, unterstrich die Bedeutung der Bewältigung der Flüchtlingswelle und in diesem Zusammenhang die Notverordnung.

Landeshauptmann Hans Niessl hat für das Burgenland den Punkt „Ärzte und Amtsärztemangel“ auf die Tagesordnung setzen lassen. „In den nächsten 10 Jahren geht ein Großteil der Ärzte in Pension. Schon jetzt finden sich für eine Kassenstelle kaum noch Bewerber. Noch stehen 75 % der Medizinstudienplätze Österreichern zu. Diese Regelung läuft jedoch Ende des Jahres aus. Hier müssen wir alles daran setzen, um diese Quotenregelung zu verlängern. Gerade im ländlichen Raum sehen wir die ärztliche Versorgung gefährdet, wenn wir nicht jetzt geeignete Gegenmaßnahmen setzen.“

 

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar