SPÖ: Pilotprojekt im KH Oberwart, Welttierschutztag, Kunst aus dem Gefängnis

Eisenstadt, 28. 9. 2016 –

Pilotprojekt „Akutordination Oberwart“ startet im KH Oberwart

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LR Mag. Norbert Darabos, SPÖ

Am 3.10.2016 startet im Bezirk Oberwart ein österreichweit einzigartiges Pilotprojekt im Sinne der Verschränkung zwischen niedergelassenem und Spitalsbereich: In der direkt im Krankenhaus Oberwart angesiedelten Akutordination, in welcher die niedergelassenen Allgemeinmediziner des Bezirkes Oberwart Dienst versehen, haben PatientInnen Montag bis Freitag zu den Tagesrandzeiten von 17 Uhr bis 22 Uhr eine fixe Anlaufstelle für allgemeinmedizinische Notfälle. Im selben Zeitraum wird ein Visitenarzt geh- und transportunfähige Patienten in Form von Hausbesuchen betreuen. Ab 22 Uhr bis 7 Uhr steht ein professioneller Telefonarzt zur Verfügung, falls erforderlich natürlich Rettung und Notarzt. Zentrale Auskunftsstelle für die PatientInnen ist weiterhin die Rufnummer 141.

Ein Ziel des Pilotprojektes ist die Entlastung des teuren Spitalsbereiches. PatientInnen, die ohne Zuweisung das Spital aufsuchen, werden zunächst der Akutordination zugeleitet, wo ein erfahrener Allgemeinmediziner eine Erstbegutachtung vornimmt, gegebenenfalls erstversorgt und je nach Krankheitsbild die PatientInnen zur weiteren Abklärung an die Zentrale Aufnahme- und Erstversorgungseinheit des Krankenhauses Oberwart (ZAE) weiterleitet oder aber auf den niedergelassenen Hausarzt / Facharzt auf den nächsten Tag verweist.

„Nicht zuletzt dient der Pilotversuch der Attraktivierung des Landarztberufes. Durch die zeitliche Begrenzung der Dienstzeiten sollen ÄrztInnen motiviert werden, wieder Landarztstellen zu übernehmen“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.

Die Akutordination selbst soll das bewährte Hausarztsystem nicht ersetzen: Es handelt sich um eine Ordination für allgemeinmedizinische Notfälle; Krankschreibungen, Kontrollen, Wiederbestellungen oder die Weiterverordnung von Medikamenten werden dort nicht stattfinden.

Vom Pilotprojekt umfasst sind sämtliche Gemeinden des Bezirkes Oberwart mit Ausnahme von Litzelsdorf, Kemeten und Deutsch Schützen-Eisenberg, welche weiterhin vom Bereitschaftsdienst Güssing mitversorgt werden. Der Pilotversuch ersetzt den allgemeinmedizinischen Wochentagsnacht-Bereitschaftsdienst in den betroffenen Gemeinden.

Keine Änderungen gibt es vorerst beim allgemeinmedizinischen Notdienst an Samstagen, Sonn- und Feiertagen: Hier bleibt es beim Bereitschaftsdienst in der derzeitigen Form.
Über die bewährte und bekannte Rufnummer 141 bekommen PatientInnen alle erforderlichen Auskünfte.

Träger des Projektes sind das Land Burgenland, die Burgenländische Gebietskrankenkasse, die Ärztekammer für Burgenland, der Burgenländische Gesundheitsfonds und die KRAGES. Weitere Partner sind das Rote Kreuz, die Landessicherheitszentrale sowie der Notruf Niederösterreich.


Tierschutz: Hoher Level im Burgenland

Landesrätin Verena Dunst: erstmalig Tierschutzpreis für landwirtschaftliche Nutztiere und Verwirklichung eines Burgenländischen Tierhaltegesetzes

SPÖ

Landesrätin Verena Dunst und Veterinärdirektor wHR Dr. Robert Fink mit dem Mischlingsrüden „Houdini“, der im Tierschutzhaus Sonnenhof bestens betreut wird

Den diesjährigen Welttierschutztag, den 4. Oktober, nahm die in der Burgenländischen Landesregierung für die Agenden Tierschutz und Tierhaltung zuständige Referentin Landesrätin Verena Dunst zum Anlass, um in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Veterinärdirektor wHR Dr. Robert Fink im Tierschutzhaus Sonnenhof die derzeitige Situation rund um diese Thematik näher zu beleuchten. „Dem Burgenland ist mit dem Tierschutzhaus Sonnenhof ein richtiger und innovativer Schritt im Bereich des Tierschutzes gelungen. Hier wurde eine Einrichtung geschaffen, die beste Voraussetzungen für eine wirksame und nachhaltige Tierschutzarbeit mit einem äußerst geringen Anteil von nicht vermittelbaren Tieren bietet. Die Aufnahme, Erstversorgung und medizinische Betreuung herrenloser Haustiere funktioniert im Burgenland aber flächendeckend, denn neben dem Tierschutzhaus kooperiert das Land auf der Basis von Verwaltungsverträgen mit privaten Tierheimen oder Tierpensionen, wobei hier für das Südburgenland, konkret in Oberwart, eine neue Einrichtung eines privaten Betreibers mit therapeutischem Hintergrund auch vom Land unterstützt werden wird“, so Dunst.

Der Sonnenhof befindet sich auf einem 30.000 m² großen Grundstück und bietet derzeit Platz für etwa 70 Hunde, 90 Katzen und diverse Kleintiere. Den untergebrachten Tieren wird während des Aufenthaltes im Sonnenhof bestmögliche Pflege, ärztliche Betreuung und eine artgerechte Haltung zuteil, um sie dann schnellst möglich an tierliebende Menschen zu vermitteln. Dunst dazu: „Ein wichtiger Bezugspunkt für die Arbeit des Sonnenhofes ist der Mensch. Nachhaltiger Tierschutz muss beim Menschen beginnen, denn der Mensch gestaltet die Beziehungen zum Tier. Insgesamt gesehen steht deshalb beim Tierschutz die sach- und artgerechte Haltung bzw. Nutzung von Tieren durch den Menschen im Mittelpunkt. Für eine nachhaltige und positive Veränderung im Tierschutz zielt ein guter Teil der Arbeit auf die Verhinderung und Vermeidung von Tierleid ab. Nur durch Information, Beratung, Erklärung und mit pädagogischen Mitteln ist es möglich, den richtigen Umgang mit, aber auch das Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl der Menschen gegenüber Tieren zu fördern. Es muss vermittelt werden, dass man sich vor der Anschaffung eines Tieres auch der damit verbundenen Voraussetzungen und Konsequenzen bewusst ist.“

Katzenkastration
Im Burgenland gibt es bezüglich Streunerkatzen keine landesgesetzlichen Regelungen. Deshalb wurde im Jahr 2013 eine Kooperation im Sinne des Tierschutzes zwischen den Gemeinden, den Tierärzten und dem Land, die sich die Kosten der Aktion teilen, ins Leben gerufen. Die für die Kastrationsaktion vorgesehenen Förderungen werden in Form von Gutscheinen an die interessierten Gemeinden, die selbst um Gutscheine ansuchen müssen, ausgegeben. „Dieser Aktion, die ausschließlich für Streunerkatzen, und nicht für die Besitzer freilaufender Hauskatzen gilt, ist im Jahr 2016 von 1. Jänner bis 30. August gelaufen. Im Zuge dieser Aktion wurden bereits alle zur Verfügung stehenden Gutscheine in Anspruch genommen. Da sich diese Aktion über einen regen Zuspruch erfreut, ist eine weitere Fortsetzung im kommenden Jahr mit Start Jänner 2017 geplant“, betonte Dunst.
 
Tierschutzpreis/Tierhaltegesetz
Auch heuer soll es wieder die Verleihung eines Preises für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Tierschutzes für Privatpersonen und Organisationen geben. Neu ist, dass 2016 erstmalig auch ein Tierschutzpreis für landwirtschaftliche Nutztiere zum Thema Haltung im täglichen Leben verliehen wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Michkuhbetriebe unter den Kriterien Lebensleistung, Lebensdauer und Einhaltung aller artgerechten Haltungsfaktoren. Landesrätin Dunst plant auch die Verwirklichung eines Burgenländischen Tierhaltegesetzes, das Beschränkungen für die Haltung von gefährlichen Tieren beinhalten, wo aber auch Regelungen zum Schutz des Tierhalters selbst, aber auch für seine Umgebung verankert sein sollen.


Kunst aus dem Gefängnis

Vernissage und Versteigerung von Bildern aus einem internationalen Kunstwettbewerb für Gefangene

Bei zwei internationalen Kunstwettbewerben für Gefangene, die von Wien aus organisiert wurden, haben sich mehr als 3000 Gefangene aus 60 Ländern aller fünf Kontinente beteiligt. Die von einer internationalen Jury ermittelten Sieger erhielten Geldpreise und Urkunden. Die Bilder befinden sich heute in internationalen Sammlungen, einige davon auch in Museen. Bilder aus diesen Wettbewerben waren bei einer Veranstaltung, die von der internationalen katholischen Gefängnisseelsorgekommission in Zusammenarbeit mit der Sozialen Gerichtshilfe organisiert wurde, am 27. September 2016 in Steinbrunn zu sehen.

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Dr. Christian Kuhn (Direktor Soziale Gerichtshilfe Wien), Landeshauptmann Hans Niessl, Marina Stanek (Leiterin Integrative Ausbildung), Nicolae Ionescu

„Kunsttherapeutische Maßnahmen sind heute im Strafvollzug ein anerkannter und integrierter Bestandteil der Resozialisierung. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, um sich besser zu verstehen, Fehlverhalten zu erkennen und Wege zu finden, sich zu verändern, Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen. Kunst bietet den Menschen im Strafvollzug aber auch die Möglichkeit, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sich in den üblichen Gesprächssituationen zu öffnen und mitzuteilen. Auf dem Weg zurück in die Gesellschaft kann Kunst zu schaffen, eine wichtige Hilfe sein. Das ist unzweifelhaft und macht den Wert dieser Bilder hier aus. Ich möchte den Organisatoren dieser Veranstaltung, der Katholischen Gefängnisseelsorge und der Sozialen Gerichtshilfe, sehr herzlich für die heutige Veranstaltung, aber auch für Ihr engagiertes Wirken und ihre Verdienste um einen modernen Strafvollzug danken. Sie erfüllen mit ihren Aktivitäten einen wichtigen Auftrag im Zeichen der Menschlichkeit“, betonte Landeshauptmann Hans Niessl.

 

 

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