SPÖ: Weltschulmilchtag, FAG Verhandlungen, Ägyptens Energieminister im Burgenland, MoniQA

Eisenstadt, 27. 9. 2016 –

Weltschulmilchtag am 28. September 2016

Agrarlandesrätin Verena Dunst besucht Kindergarten Großpetersdorf

Anlässlich des bevorstehenden Weltschulmilchtages am 28. September besuchte Agrarlandesrätin Verena Dunst den Kindergarten in Großpetersdorf und verwies im Zuge des Besuches auf die Wichtigkeit der Milch für eine gesunde Ernährung. Milch und die Vielzahl der daraus hergestellten Produkte sind ideale Lebensmittel mit hohem ernährungsphysiologischem Wert. In Mitteleuropa gehören sie zu den Grundnahrungsmitteln. Sie sind vom Kleinkind bis ins hohe Alter Lieferanten wichtiger Nährstoffe.

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Agrarlandesrätin Verena Dunst mit Kindergartenleiterin Emmi Fleischacker und Kindern des KiGa Großpetersdorf

„Milch und Milchprodukte als hochwertige Nahrungsmittel sollte den Menschen von Geburt an über die Kindheit und die Jugend bis ins hohe Alter begleiten. Milch ist reich an wichtigen Inhaltstoffen wie Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente und hilft Defizite im Körperhaushalt der Menschen aufzufüllen. Gesunde Ernährungsgewohnheiten sollten früh gefördert werden“, betont Agrarlandesrätin Verena Dunst.

Die Milch macht´s – drei Gründe für Schulmilch: Kinder brauchen starke Knochen, müssen regelmäßig trinken und brauchen Energie. Eine Portion Schulmilch in der Pause kann die Energiereserven auffüllen und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder stärken. Der durchschnittliche pro Kopf Verbrauch an Milch- und Milchprodukten bei Burgenländer/Innen beträgt 80 Liter pro Jahr. Damit liegt das Burgenland leicht über dem Österreich Durchschnitt der 76,4 Liter pro Kopf beträgt. Trotz eines höheren pro Kopf Verbrauchs an Milch- und Milchprodukten im Burgenland ist der rückläufige Trend bei Schulmilch bedenklich. „Milch zählt zu den gesündesten Lebensmitteln, auch für unser Kleinsten, darüber müssen wir verstärkt aufklären“, ist Agrarlandesrätin Verena Dunst überzeugt.

„Der bevorstehende Weltschulmilchtag bietet aber auch die Gelegenheit ein Lob an die hohe Qualität der österreichischen Milch und Milchprodukte auszusprechen.
Milch und die Vielzahl der daraus hergestellten Produkte sind ideale Lebensmittel mit hohem ernährungsphysiologischem Wert. Daher soll Milch als natürliches und gesundes Getränk weltweit und für alle Altersstufen beworben werden“ so LRin Verena Dunst.


FAG-Verhandlungen: Länder und Gemeinden sind Reformpartner für Österreich

LR Bieler fordert gerechten und tragbaren Finanzausgleich

003Zum zweiten Mal in diesem Monat tagten die Finanzreferenten der Bundesländer zum Thema Finanzausgleich (FAG) in Graz. „Wir wollen am Ende der Verhandlungen einen gerechten und tragbaren Finanzausgleich für das Burgenland. Die heutige Finanzreferentenkonferenz hat uns einen großen Schritt weiter gebracht, um einen fairen Abschluss der Verhandlungen sicherzustellen“, so Finanzlandesrat Helmut Bieler. „Die Länder und Gemeinden sind Reformpartner für Österreich. Wir wollen Entbürokratisierung, Aufgabenentflechtung und die stabile Finanzierung von Kernaufgaben wie Gesundheit, Pflege und Soziales vorantreiben“, so LH-Stv. Michael Schickhofer, derzeit Vorsitzender der LFRK.

Die Menschen werden älter. Die enormen Kostensteigerungen besonders in den Bereichen Pflege, Gesundheit und Soziales gehen zu Lasten der Länder und nicht des Bundes. Daher ist es unbedingt erforderlich den Pflegefonds entsprechend der Altersdynamik bis zum Ende der kommenden Finanzausgleichsperiode zu verlängern. Seit 2008 haben die Länder in diesen Bereichen eine Kostensteigerung von 62%, während das BIP nur um 21% gestiegen ist.

Dazu kommen bundesgesetzliche Mehrbelastungen für Länder und Gemeinden wie das Ärztearbeitszeitgesetz. „Wir müssen in Österreich nicht alles schärfer umsetzen, als es die EU verlangt.“, so Schickhofer. Neben dem Ärztearbeitszeitgesetz, der Pflegefinanzierung, der Kinderbetreuung, der Chancengleichheit (Inklusion), dem Sonderpädagogischen Förderbedarf müssen vor allem die Ausgaben im Bereich des Flüchtlingswesens der letzten Jahre ausgeglichen werden. Daher fordern die Länder zumindest einen Ausgleich von EUR 500 Mio. jährlich im Rahmen des neuen Finanzausgleichs sowie die Weiterführung bzw. die Aufstockung des Pflegefonds und die Höherdotierung des sonderpädagogischen Förderbedarfs.

Die Länder, Städte und Gemeinden brauchen wieder faire Rahmenbedingungen. Die Finanzreferenten fordern eine steuerrechtliche Gleichbehandlung von Bund und Ländern. In Gesprächen mit dem Bund sollen auch eine Reihe von bundesgesetzlichen Regelungen und die Grundsteuer neu geregelt werden. Ebenso sollen die Rahmenbedingungen (ÖNormen, Bauordnung, Brandschutz etc.) beim Wohnbau vereinfacht werden. „Damit gehen wir das Thema ‚Leistbares Wohnen‘ im Sinne der Menschen aktiv an. Die Länder sind hier jedenfalls reformbereit“, erklärt Schickhofer. „Darüber hinaus fordern wir die Auszahlung der 180 Mio. Euro Sonderwohnbauprogramm, damit der Konjunktur auch auf diese Weise ein entsprechender Impuls gegeben wird.“

Weiters beschäftigte sich die Finanzreferentenkonferenz mit den gewaltigen Kosten im Flüchtlingswesen und verlangt von der Europäischen Union aus den nicht abgerufenen Mitteln des Kohäsionsfonds die Kosten der Flüchtlingsbetreuung in jenen Ländern zu unterstützen, die in echter europäischer Solidarität besondere Leistungen erbracht haben, wie zum Beispiel Österreich, Deutschland oder Schweden. Denn die bisherige Mitfinanzierung der EU bei den Flüchtlingskosten hat für Österreich bestenfalls einen Symbolwert und ist keine essenzielle Hilfe bei der Finanzierung dieser Herausforderung.

„Wir haben viele Vorschläge zur Entbürokratisierung und zu einer Effizienzsteigerung gesammelt – jetzt gilt es, das auch umzusetzen“, so Landesrat Helmut Bieler.

„Es geht uns darum, dass Aufgaben einer Gebietskörperschaft zugeordnet sind“, so Vorsitzender Schickhofer. Die Länder und Gemeinden schlagen hierfür allen voran die Kinderbildung und –betreuung sowie die Ganztagsschule und Nachmittagsbetreuung vor. „Es kann nicht sein, dass für die Nachmittagsbetreuung in der Volksschule die Gemeinde, das Land und der Bund zuständig sind. In Zukunft muss hier alles aus einer Hand kommen“, so die Finanzreferenten nach der Konferenz.
Abschließend stellen die Finanzreferenten fest: „Es gilt: Mehr Fairness für Österreichs Länder und Gemeinden.“


Ägyptens Energieminister auf Arbeitsbesuch im Burgenland

Burgenlands Energiepolitik findet international Beachtung / Ägypten verstärkt sein Interesse an burgenländischem Know-how bei erneuerbarer Energie

Dr. Mohamed Shaker El-Markabi, Ägyptens Minister für Elektrizität und Erneuerbare Energie, war gestern, Montag, im Burgenland. Wie bereits beim Besuch einer Delegation aus der Region Süd Sinai in der Arabischen Republik Ägypten Ende August, stand Burgenlands Know-how bei der Erzeugung von Windenergie im Mittelpunkt der Gespräche, so Landesrat Mag. Norbert Darabos, der in Vertretung von Landeshauptmann Hans Niessl die Gäste im Windenergie-Informationszentrums Weiden am See empfing. Dem Treffen wohnten seitens des Burgenlandes auch Wirtschaftslandesrat MMag. Alexander Petschnig und Landtagspräsidentin Ilse Benkö sowie Vertreter der Energie Burgenland Windkraft und des Windkraftanlagenbauers Enercon bei sowie auf ägyptischer Seite der neue Botschafter Ägyptens in Wien, S.E. Omar Amer Youssef und Dr. Hassan Mahmoud Hassanin Taha, Staatssekretär im Ministerium für Elektrizität und Erneuerbare Energie.

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Klaus Maras, Energie Burgenland Windkraft Geschäftsführer, Dr. Hassan Mahmoud Hassanin Taha, Staatssekretär im Ministerium für Elektrizität und Erneuerbare Energie, Hassan Baroud, Botschaft der Arabischen Republik Ägypten in Wien, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, S.E. Omar Amer Joussef, Botschafter der Arabischen Republik Ägypten in Wien, LR Mag. Norbert Darabos, Dr. Mohamed Shaker El-Markabi, Minister für Elektrizität und Erneuerbare Energie, Landtagspräsidentin Ilse Benkö und LR MMag. Alexander Petschnig

Ägypten unternimmt derzeit große Anstrengungen seine Energieerzeugung verstärkt in Richtung erneuerbarer Energie auszurichten. Bis vor einigen Jahren sei der Energiebedarf noch zu über 90 Prozent mit Gas abgedeckt worden, so Minister Shaker El-Markabi beim Treffen in Weiden am See. Dabei sei es immer wieder zu Stromengpässen gekommen – mit der Konsequenz, dass in einigen Regionen Ägyptens immer wieder stundenweise die Stromversorgung abgeschaltet werden musste. Deshalb lege man nun den Fokus auf erneuerbare Energien, wobei man neben der Solartechnik auch auf Erzeugung aus Windkraft setze. Die Ziele, die man verfolge, seien ambitioniert, so der Minister. Bis 2020 wolle man den Anteil an erneuerbarer Energie auf 20 Prozent steigern, 2050 soll dieser bei 50 Prozent liegen.

Darabos hob das sehr freundschaftliche Gesprächsklima hervor und betonte, dass seitens Ägyptens großes Interesse an der Umsetzung dieser Projekte bestehe. Erfreulich sei, dass das Burgenland mit seiner Energiepolitik international Beachtung finde und immer wieder als positives Beispiel genannt werde.


„Werkzeuge“ für die Gewährung von Lebensmittel- und Ernährungssicherung

Internationales Forschungsnetzwerk „MoniQA“ kooperiert mit FTI Burgenland mit Blickrichtung nachhaltiger Lebensqualität

MoniQA Association (International Association for Monitoring and Quality Assurance in the Total Food Supply Chain), ein internationaler Non-Profit-Verein in Österreich, der sich in erster Linie mit wissenschaftlicher Forschung im Bereich der Nahrungsmittelanalyse und der -sicherheit befasst, ist 2011 aus dem größten je für Österreich von der Europäischen Union geförderten Lebensmittelprojekt hervorgegangen. Seit 2016 ist das Headquarter von MoniQA im Technologiezentrum der mittelburgenländischen Gemeinde Neutal angesiedelt. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung für das Burgenland wurden nunmehr am 27. September 2016 im MUBA – Museum für Baukultur in Neutal die Leistungen von MoniQA präsentiert. Dazu gehören beispielsweise die Förderung und Koordination von Forschungsprojekten in den Bereichen Ernährung, Nahrungsmittelsicherheit und -technologie, die Entwicklung und Validierung von analytischen Methoden, Unterstützung beim Qualitätsmanagement, umfassende Beratung und Ausbildungsangebote.

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Dr. Walter Mayrhofer, FTI, Forschungsbeauftragter, Bürgermeister Erich Trummer, Landesrätin Verena Dunst und DR. Roland Poms, MoniQA, Co-Founder and Secretary General

„Lebensmittelsicherheit ist eine gemeinsam getragene Verantwortung. Alle in der Herstellungs- und Vertriebskette handelnden Personen und Unternehmen – angefangen bei den ErzeugerInnen von Rohstoffen, über weiterverarbeitende Unternehmen bis hin zum Handel – müssen sicherstellen, dass KonsumentInnen sichere Lebensmittel beziehen können. Die Sicherheit der Lebensmittel zu gewährleisten, hat daher oberste Priorität“, bekräftigte Landesrätin Verena Dunst, verantwortlich u. a. für Landwirtschaft und Konsumentenschutz im Burgenland. „Österreich zählt zu den Vorzeigeländern, wenn es um Lebensmittelsicherheit geht. Es gibt strenge Regelungen, damit Lebensmittel keine gesundheitlichen Schäden oder Beeinträchtigungen hervorrufen. Um diesen hohen Standard auch in Zukunft zu halten und weiter zu verbessern, müssen Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft noch enger zusammenarbeiten. Von der Ansiedlung des Exzellenznetzwerks MoniQA in Neutal profitieren vordergründig burgenländische Klein- und Mittelbetriebe mit Blickrichtung Regionalität bzw. nachhaltige Lebensqualität und damit schlussendlich alle Konsumentinnen und Konsumenten“, so Dunst weiter.

Das Exzellenznetzwerk MoniQA ist ein weltweit agierender Non-Profit-Verein für Lebensmittelsicherheit und Qualitätsmanagement, dessen Hauptsitz seit einigen Monaten in Neutal im Burgenland angesiedelt ist. Das Netzwerk besteht aus ExpertInnen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Industrie und Wirtschaft. RepräsentantInnen und KooperationspartnerInnen kommen hauptsächlich aus Europa, aber auch aus Asien, Australien, Afrika sowie Nord- und Südamerika. Mitglieder aus Österreich sind unter anderem die österreichische Agentur für Ernährungssicherheit AGES, die internationale Gesellschaft für Getreideforschung und -technologie ICC, die Universität für Bodenkultur – BOKU Wien und das auf Isotopenanalytik spezialisierte Unternehmen Imprint Analytics GmbH und seit kurzem auch FTI Burgenland. „Primäres Ziel von MoniQA ist die Förderung der Zusammenarbeit von Wissenschaft, Industrie und Politik. Wir stellen Instrumente, Informationen und unser Know-how rund um Lebensmittel- und Ernährungssicherheit zur Verfügung. Dazu bieten wir Beratung und Ausbildungen an, entwickeln und validieren analytische Methoden und entwerfen Leitlinien und Gesetzesentwürfe mit“, erklärte Dr. Roland E. Poms, Generalsekretär von MoniQA.

„FTI Burgenland ist stellvertretend für alle burgenländischen Unternehmen der Lebensmittelbranche Mitglied bei MoniQA. Damit ermöglichen wir den Betrieben, die Leistungen von MoniQA zu nutzen“, so Dr. Walter Mayrhofer, Geschäftsführer der FTI Burgenland GmbH. „Die MoniQA Association ist eine innovative Akteurin in der burgenländischen Forschungslandschaft und leistet mit ihren Angeboten einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Lebensqualität sowie zur Vernetzung mit der österreichischen und internationalen Forschungsszene.“ Insgesamt gesehen unterstützt und forciert die FTI Burgenland GmbH die Umsetzung der 2014 beschlossenen burgenländischen Strategie für Forschung, Technologie und Innovation. Ziel ist es, das Land nachhaltig zukunftsfit zu machen. Schwerpunkte sind nachhaltige Energie, nachhaltige Lebensqualität sowie intelligente Produkte und Prozesse. Die FTI Burgenland GmbH hilft bei Projektentwicklungen und Gründungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie bei Fragen rund um Förderungen und stellt ihr großes Netzwerk für die Suche nach den richtigen Partnern für innovative Projekte zur Verfügung. Sie setzt sich für mehr Verständnis und ein besseres Umfeld für Innovationen ein und treibt die Weiterentwicklung von leistungsfähigen Institutionen und Infrastruktureinrichtungen voran – weil kluges Wachstum unsere Zukunft sichert. Details dazu unter www.moniqa.org bzw. www.fti-burgenland.at.

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