Grüne: Offener Brief an Mario Baier, GF Burgenland Tourismus, Forderungen für den öffentlichen Verkehr

Eisenstadt, 23. 9. 2016 –

Sehr  geehrte Damen und Herren,
ich erlaube mir Sie darüber zu informieren, dass sich der im Anhang befindliche Brief an Geschäftsführer Mario Baier im Postkasten von Burgenland Tourismus in Eisenstadt befindet. Beigefügt ist der Ausdruck eines screenhots eines Postings von LR Alexander Petschnig, auf den im Brief bezug genommen wird.
Ebendiesen screenshot zitierte ich auch in der Landtagssitzung vom 22.09.2016 im Rahmen der Fragestunde mit der Frage an LR Norbert Darabos, welchen Einfluss MMag. Petschnig auf die Höhe des Tagsatzes für Asylwerbende im Burgenland hätte. Die kurze Antwort von LR Darabos: „Keine.“
Ich hoffe auf baldige Beantwortung meiner Fragen durch den Geschäftsführer des Burgenland Tourismus und werde Sie natürlich auch darüber in Kenntnis setzen.
Mit freundlichen Grüßen,
Regina Petrik
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MOBILITÄTSWOCHE: GRÜNE FORDERUNGEN FÜR DEN ÖFFENTLICHEN VERKEHR

PendlerInnenfrühstück im Bezirk Neusiedl, 365-Euro-Ticket und Ausbau des Radwegenetzes.

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Grüne aus dem Bezirk Neusiedl beim PendlerInnenfrühstück

Mit einem – inzwischen schon traditionellen – PendlerInnenfühstück starteten die Grünen aus dem Bezirk am Bahnhof in Neusiedl am See in den autofreien Tag am 22. September und bedankten sich mit einer kleinen Jause bei jenen Menschen, die in aller Früh mit den Öffis unterwegs waren. Doch viele BurgenländerInnen, die gerne häufiger Bus und Bahn benutzen möchten, haben aufgrund der Defizite im öffentlichen Verkehrsnetz nicht die Möglichkeit dazu. Anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche, die heuer vom 16. bis 22. September stattfand, erneuern daher die Grünen ihre Forderung nach dem Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. „Wir brauchen Investitionen in Öffis und Radverkehr. Nirgendwo in Österreich sind die Menschen so sehr auf das Auto angewiesen wie im Burgenland. Umweltschonende Mobilität muss leistbarer werden. Gleichzeitig muss aber auch das Angebot und die Qualität verbessert werden, damit öffentliche Verkehrsmittel dem Auto gegenüber konkurrenzfähig werden und eine echte Wahlfreiheit für die Menschen geschaffen wird“, gibt Landesprecherin Regina Petrik die Richtung vor.

SANFTE MOBILITÄT – DAS 365-EURO-TICKET

Verkehrspolitisch kontraproduktiv war in diesem Zusammenhang die kürzlich erfolgte Einführung eines neuen Tarifsystems im Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), das für viele PendlerInnen eine Verteuerung der Fahrkarten brachte. Die Grünen fodern stattdessen das 365-Euro-Ticket für die gesamte Ostregion – fair, transparent und leistbar. Ein entsprechender Antrag wurde in der gestrigen Landtagssitzung von den Regierungsparteien SPÖ und FPÖ abgelehnt. „Das 365-Euro-Ticket wäre nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Förderung von sanfter Mobilität,“ meint Wolfgang Spitzmüller, Landtagsabgeordneter der Grünen, „es wäre vor allem eine soziale Maßnahme. Viele Burgenländerinnen und Burgenländer müssen einen beträchtlichen Teil ihres Lohns für das Pendeln aufwenden. Ein reichhaltiges und leistbares Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln brächte eine spürbare Entlastung für die Betroffenen.“

Privat fahren beide Abgeordneten der Grünen, Spitzmüller und Petrik, für jene Strecken, für die keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen, mit Elektro-Autos. „Wenn das Netz der Ladestationen, vor allem der Schnell-Ladestationen, einen Ausbauschub erfährt, wäre der Umstieg auf ein Elektroauto für viele Burgenländerinnen und Burgenländer eine echte Option. Höhere Anschaffungskosten gleichen sich durch geringe laufende Kosten in ein paar Jahren aus“, weiß Petrik aus eigener Erfahrung.

DIE WICHTIGSTEN VERKEHRSPOLITISCHEN FORDERUNGEN DER GRÜNEN:

  • 60-Euro-Jahresticket für Jugendliche bis 26 Jahre
  • 365-Euro-Jahresticket für die Ostregion
  • Ausbau des öffentlichen Verkehrs in den Regionen – auch am Abend
  • Ausbau der Ladestationen für Elektro-Autos

NORD-SÜD GEFÄLLE

Seit langem fordern die Grünen den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel – besonders im Südburgenland. Die Wiedereröffnung der Bahnstrecke Oberwart-Friedberg für den Personenverkehr und die Elektrifizierung der Strecke Jennersdorf-Graz stehen dabei an oberster Stelle. Wichtig für SchülerInnen: die Sicherung des öffentlichen Verkehrs zwischen Schulstandort und Heimatort während der gesamten Unterrichtszeit. Für PendlerInnen braucht es benutzerfreundliche und länderübergreifende Taktung und Tarife, und auf lokaler Ebene bedarf es einer Unterstützung des Mikro-ÖV, etwa durch Gemeindebusse.

AUSBAU DES RADWEGENETZES

Der Ausbau und die Attraktivierung des Radwegenetzes ist ein wichtiger Baustein eines modernen Verkehrskonzeptes, dessen Umsetzung die Landesregierung seit Jahren wortreich ankündigt. Petrik: „Radfahren im Burgenland darf nicht nur ein Thema für Tourismus und Freizeitgestaltung sein, wir wollen auch gezielt den Alltagsradverkehr stärken.” Derzeit ist das Burgenland mit 5% österreichweit Schlusslicht was den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen betrifft. Die Grünen fordern ausreichend dimensionierte, überdachte Fahrradabstellplätze an den Bahnhöfen und eine bessere Mitnahmemöglichkeit von Zweirädern in den Öffis.

Auch im Radwegenetz der Landeshauptstadt sieht Petrik noch große Lücken. So gestaltet sich die Fahrt mit dem Rad in Eisenstadt oft zum Spießrutenlauf um verstopfte Kreisverkehre und abrupt endene Radwege. “Die Grünen teilen die Analyse der Radlobby Burgenland, die schon vor einem Jahr eine detaillierte Auflistung der Problemstellen vorgelegt hat, und werden auch weiterhin im Eisenstädter Gemeinderat eine rasche Lösung einfordern. Die Stärkung des Radverkehrs führt vor allem im städtischen Bereich zu einer spürbaren Entlastung mit positiven Effekten für alle VerkehrsteilnehmerInnen”, so Petrik.

 

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