30 Jahre Grüne Burgenland, 3 neue Ortsgruppen

Großwarasdorf, 18. 9. 2016 –

GRÜNE BURGENLAND FEIERN 30 JAHRE

In der KUGA Großwarasdorf feierten die Grünen Burgenland heute ihr 30-jähriges Bestandsjubiläum. Bundessprecherin Eva Glawischnig gratulierte persönlich zum Geburtstag und dankte den PionierInnen einer alternativen Politik im Burgenland.

grüne

Ehemalige und aktive LandessprecherInnen, -geschäftsführerInnen und MandarInnen mit Bundessprecherin Eva Glawischnig und Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner.
Torte: Wolfgang Spitzmüller, Grete Krojer, Eva Glawischnig, Regina Petrik, Josko Vlasich, Anita Malli

Ein lautes Lebenszeichen gaben die Grünen Burgenland heute Abend mit einem Festakt in der KUGA Großwarasdorf zu ihrem 30-jährigen Bestehen von sich. Knapp 150 Parteimitglieder und SympathisantInnen feierten gemeinsam mit zahlreichen ehemaligen und aktuellen Abgeordneten, aus Land und Bund, ehemaligen LandessprecherInnen und –geschäftsführerInnen, Bundessprecherin Eva Glawischnig und Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner.

GLAWISCHNIG DANKT GRÜNEN VORDENKERiNNEN

Die Grüne Bundessprecherin dankte den ersten Grünen VordenkerInnen des Burgenlandes: „Es war zweifelsohne ein hohes Risiko, sich gegen das Establishment zu stellen und eine neue Form der Politik im Burgenland einzufordern“. Zu den größten Erfolgen zählt Glawischnig den Schutz von Naturräumen, den Einsatz für Öffentlichen Verkehr oder den Einsatz für die Gleichstellung der Frauen. Vor den Grünen hätte es kaum Frauen in der Landespolitik gegeben. „Ohne die Grünen hätte es auch die Energiewende nicht in dieser Form gegeben, so Glawischnig. Die Grünen haben in der Gesellschaft des Burgenlandes viel verändert. Trotzdem sei es im Burgenland immer noch leider keine Selbstverständlichkeit, sich auf eine Grüne Liste setzen lassen zu können, weil man beispielsweise als SelbständigeR wirtschaftliche Nachteile befürchten müsse.

Der aktuellen Landesregierung im Burgenland gehe es darum, Emotionen zu schüren und mit Ängsten Politik zu machen, so Glawischnig. „Das Burgenland hat etwas Besseres verdient. Gerade das Burgenland darf stolz sein auf Vielfältigkeit – und für den Erhalt dieser Offenheit kämpfen wir!“

AKTIVISTiNNEN ERINNERN SICH

Zu Wort kamen aber vor allem auch die vielen ehemaligen und aktuellen AktivistInnen und FunktionärInnen der Grünen im Burgenland. Das derzeit älteste Mitglied der Grünen im Burgenland, der 90jährige Dieter Fröhlich etwa erzählt über seine Anfänge als Aktivist der Grünen gegen die Atomkraft in Deutschland, wo er seine Wahlplakate aus eigener Tasche finanzierte. Heute plakatiert er immer noch, aber jetzt im Südburgenland. Jüngst im Präsidentschaftswahlkampf für Alexander Van der Bellen.

HERAUSFORDERUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT

Landessprecherin Regina Petrik blickte in ihren Dankesworten auf die Wurzeln der Burgenländischen Grünen: „Sie liegen in Umweltschutzinitiativen, in der Friedensbewegung, in Menschenrechtsaktionen, im Streben nach sozialer Gerechtigkeit und im Kampf gegen Korruption und Hetze.“ Noch heute leiten sich aus diesen Wurzeln die politischen Positionen der Grünen ab: „Aus diesen Wurzeln nähren sich die Antworten auf jede sich neu stellende Frage. Aus diesen Wurzeln heraus begegnen wir den aktuellen Herausforderungen“. Die Haltung der Grünen sei all die Jahre gleichgeblieben: „Welt retten, solidarische Gesellschaft, saubere, anständige Politik, Einbeziehung aller in politische Entscheidungsprozesse, Selbstbestimmungsrechte und den unermüdlichen Kampf für die Gleichstellung von Frauen und Männern in unserer Gesellschaft. Unser Verhalten ändert sich da und dort, weil sich die Welt ändert. Aber die Grundhaltung bleibt die gleiche“.

Als große Herausforderungen für die Zukunft der Grünen konstatiert Petrik die Mitarbeit an einer solidarischen Gesellschaft, in der niemand Angst zu leben braucht, Klimaschutz, einen neuen Stil in der Politik und ein Wirtschaftsystem, das den Herausforderungen der heutigen Zeit bestehen kann.

GESCHICHTE DER GRÜNEN IM BURGENLAND

Am 11. Oktober 1986 konstitutierten sich die Grünen Burgenland auf ihrer ersten Landesversammlung im Kulturzentrum Mattersburg. Seit dem Jahr 2000 sind sie im Landtag vertreten. Bei der vergangenen Landtagswahl im Jahr 2015 erreichten die Grünen das beste Ergebnis aller bisherigen Landtagswahlen im Burgenland und sind derzeit mit zwei Mandaten im Landtag vertreten.


45. LANDESVERSAMMLUNG DER GRÜNEN BURGENLAND:
GESTÄRKT INS NEUE ARBEITSJAHR

Drei Grüne Ortsgruppen starten neu: Bruckneudorf/Kaisersteinbruch, Gols und Pinkafeld.

Gemeinsam mit den bereits bestehenden grünen Ortsgruppen werden im kommenden Jahr auch die drei heute angelobten neuen Ortsparteien in den Gemeinderatswahlkampf starten. Zur 45. Landesversammlung in der KUGA Großwarasdorf hießen die Grünen Parteimitglieder ihre neuen MitstreiterInnen aus Bruckneudorf/Kaisersteinbruch, Gols und Pinkafeld herzlich willkommen. Im Gegensatz zu Bruckneudorf und Gols hatte es in Pinkafeld bereits früher eine grüne Vertretung im Gemeinderat gegeben. Zur heutigen Landesversammlung hat Mirjam Kayer die neue Ortsgruppe Pinkafeld vorgestellt. Gerhard Mölk präsentierte die Ziele für die neu gegründete Bruckneudorf und Kaisersteinbruch, Thomas Jakob stellte die Ortsgruppe Gols vor. Weitere Ortsgruppen befinden sich derzeit in Gründung.

PERSONELLE ÄNDERUNGEN

Auch in der Landespartei gab es über den Sommer zwei personelle Wechsel: Im Landesparteivorstand übernimmt Vorstandsmitglied Andrea Kiss die Funktion der Finanzreferent. Der frühere Finanzreferent Helmut Czasny scheidet aus dem Grünen Landesvorstand aus. Als Pressereferent der Landespartei folgt Bernd Renner auf Walter Fikisz.

In den Grünen Bundeskongress werden als burgenländische Delegierte Federica Hannel, Anja Haider-Wallner, Daniel Fabsits, Sarah Glatz, Chistine Heimhilcher, Gabriele Huterer, Andrea Kiss, Anita Malli, Gerhad Mölk, Maria Racz, Irmi Salzer und Wolfgang Weeber entsandt. Als Ersatzmitglieder für den Bundeskongress wurden Monika Bargmann, Hermann Frauenberger, Dan Jakubowicz, Günter Ranftl, Ernestine Rosenberger, Jutta Spitzmüller und Irmgard Seidler delegiert.

THEMEN: GEMEINDEPOLITIK, ASYLWESEN, UMWELT

Zu den inhaltlichen Themen der Landesversammlung zählten unter anderem die aktuelle Asylpolitik im Burgenland, Themen aus der Gemeindepolitik sowie Fortschritte bei der Vermeidung von Pflanzengiften in burgenländischen Gemeinden.

grüne

Ehemalige und aktive LandessprecherInnen, -geschäftsführerInnen und MandarInnen mit Bundessprecherin Eva Glawischnig und Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner.
Torte: Wolfgang Spitzmüller, Grete Krojer, Eva Glawischnig, Regina Petrik, Josko Vlasich, Anita Malli

 

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