Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 9. – 15. 9. 2016

Mattersburg, 16. 9. 2016 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 09.09. bis 15.09.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Heftige Kritik vom Koalitionspartner ÖVP gab es für Bundeskanzler Kern, der in der Montagausgabe der deutschen Tageszeitung „FAZ“ eine Neuausrichtung der europäischen Wirtschaftspolitik gefordert hatte. Kern betonte, dass die EU von den Bürgern „primär als Promotor einer unfairen Modernisierung gesehen“ werde und damit mitverantwortlich sei für den Aufstieg des Rechtspopulismus. Er forderte eine massive Erhöhung der öffentlichen Investitionen in der EU, sowie noch deutliche Verbesserungen bezüglich der Handelsabkommen CETA und TTIP.

Vizekanzler Mitterlehner lehnte in einem „Presse“-Interview Kerns Vorstoß zu mehr staatlichen Investitionen ab und rückte den Kanzler in die Nähe des Kommunismus. Finanzminister Schelling titulierte Christian Kern in der „FAZ“ als „linken Ideologieträger“. Er sprach ihm auch unternehmerische Kompetenzen ab, da er nicht aus der freien Wirtschaft komme, sondern „aus einer staatlich geförderten Privatwirtschaft“.

Der Bundeskanzler wies die ÖVP-Kritik im Ö1-„Mittagsjournal“ als „Ausdruck einer bestimmten rechten Ideologie“ zurück und konterte mit einem Verweis auf EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, der am Mittwoch in seiner Rede zur Lage der EU eine Verdoppelung des EU-Investitionsfonds gefordert habe. Reinhold Mitterlehner bezeichnete Kerns Konter als Ablenkungsmanöver.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Michael Strugl (ÖVP) auf Position sechs im Ranking.

Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) präsentierte am Sonntag die Schlichtung des Streits zwischen den beiden Landesräten Michael Strugl und Thomas Stelzer. Die zentrale Streitfrage, wer nach Pühringers Rückzug aus der Politik das Finanzressort übernehmen soll, wurde mit einem Kompromiss gelöst.

Thomas Stelzer, Pühringers designierter Nachfolger als Landeshauptmann und Parteiobmann der ÖVP, wird die Finanzagenden übernehmen. Michael Strugl bekommt allerdings ein entscheidendes Mitspracherecht bei der mittelfristigen Finanzplanung, sowie eine Aufwertung des Wirtschaftsressorts zu einem „starken Standortressort“.

 

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