Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 2. – 8. 9. 2016

Mattersburg, 9. 9. 2016 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 2. 9. bis 8. 9. 2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Der Regierungschef war am Montag Gast im letzten ORF-„Sommergespräch“. Kern zog eine Bilanz über die ersten 111 „intensiven“ Tage als Bundeskanzler und skizzierte die Eckpunkte seines „New Deals“. Ziel sei es „Vollbeschäftigung bis 2020 herzustellen“, so Kern. Neben Investitionsanreizen für Betriebe möchte der Kanzler die Kaufkraft der Menschen stärken, indem regelmäßig „kleine Steuersenkungen“ vorgenommen werden, welche die Verluste durch die kalte Progression ausgleichen sollen.

Ein weiterer Diskussionspunkt war das Thema Integration. Für Kern stehe die Frage im Mittelpunkt, wie die Zuwanderung in „geordnete Bahnen“ zu bringen und zu reduzieren sei. Die Zahl der ankommenden Menschen müsse auf ein Maß begrenzt werden, das eine gute Integration erlaube. Die „Notverordnung“ sieht er als nötiges Instrument der Vorbereitung auf sich möglicherweise ändernde Maßnahmen.

In einem „Standard“-Interview übte der Bundeskanzler Kritik an der niedrigen Steuerleistung von Großkonzernen. „Jedes Wiener Kaffeehaus, jeder Würstelstand zahlt in Österreich mehr Steuern als ein globaler Konzern. Das gilt für Starbucks, Amazon und andere Konzerne“. Zudem warf Kern Staaten mit Steuerdeals mangelnde Solidarität vor.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich der Nationalratsabgeordnete Werner Amon (ÖVP) auf Position sechs im Ranking.

Der 47-jährige Steirer wurde vergangene Woche zum neuen ÖVP-Generalsekretär bestellt. Parteiobmann Reinhold Mitterlehner habe ihn beauftragt, die Zusammenarbeit von Regierungsteam, Parlamentsklub und Bundespartei zu optimieren: „Es geht darum, dass wir den Menschen deutlich machen, wofür es diese Volkspartei braucht“, so Amon, der gleichzeitig ankündigte: „Wir werden Sie überraschen, darauf können Sie sich verlassen.“ Für ÖVP-Obmann Mitterlehner ist Amon ein „politischer Vollprofi“, der von 0 auf 100 sofort einsteigen könne. Er erfülle „genau das, was wir jetzt brauchen“. Es gelte, „das Angebot der ÖVP noch besser darzustellen“.

Share Button

Schreibe einen Kommentar