ÖVP: Schulpartner, JVP in Kroatien, Neugestaltung Dorfplatz Unterfrauenhaid, Lage für Frauen verbessern

Eisenstadt, 8. 9. 2016 –

Bildungspolitik: Mehr Eigenverantwortung für Schulpartner

Für 32.400 burgenländische Schülerinnen und Schüler hat am Montag die Schule begonnen. Rechtzeitig zum Schulstart fordert ÖVP-Bildungssprecher Christian Sagartz in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schul-Ombudsfrau Susanne Schmid und Schülervertreter Lukas Faymann schnelles Handeln der Bildungsministerin in den Bereichen Eigenverantwortung und Schulpartnerschaft.

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Klubobmann Mag. Christian Sagartz, BA, Bildungssprecher
Dr. Susanne Schmid, Schul-Ombudsfrau
Lukas Faymann, ehem. Schülerunion-Landesobmann

Sagartz an Hammerschmid: Taten statt Sonntagsreden

Schon seit Jahren fordert die Volkspartei auf Bundes- und Landesebene mehr Eigenverantwortung für heimische Schulen. Spät aber doch schlägt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid den Kurs der ÖVP ein und kündigt zum Start des neuen Schuljahres erste Veränderungen in diesem Bereich an. So sollen Direktoren ihre Lehrer künftig selbst aussuchen können. Und: Eltern und Pädagogen sollen gemeinsam ein Konzept entwerfen, wie „ihre“ Schule aussehen soll.

„Mit verstärkter personeller und pädagogischer Eigenverantwortung ist mit dem Start des neuen Schuljahres ein erster wichtiger Schritt gesetzt. Nun müssen weitere folgen“, sagt Bildungssprecher Christian Sagartz und denkt dabei vor allem an eine stärke Einbindung der Schulpartner in Entscheidungsprozesse: „Eine Ganztagsschule darf niemals verpflichtend sein – sollte es Bedarf von Seiten der Eltern und Schüler geben, kann über ein Angebot nachgedacht werden. Außerdem braucht es ein Mitspracherecht des Schulgemeinschaftsausschusses bei Neuanstellungen und mehr Digitalisierung im Unterricht“, sagt Sagartz.

Wie viel es in diesem Bereich noch zu tun gibt, zeige jenes Bild, das sich an vielen Schulen des Landes bietet: Während die Kinder im Pausenhof via Smartphone mit der Außenwelt kommunizieren, herrscht in den Klassenräumen oft verstaubte Kreidezeit. „Das Burgenland darf den Weg von der Kreidezeit in die Zukunft nicht verschlafen. Wir fordern daher budgetäre Mittel für jene Gemeinden, die in die IT-Ausstattung ihrer Schulen investieren, Laptop und Tablet für jedes Schulkind sowie verpflichtende Lehrerweiterbildung im Bereich der digitalen Kompetenzen“, erinnert Sagartz, der indes längst nicht mehr an eine große Bildungsreform glaubt: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Eine große Bildungsreform ist de facto abgesagt, das traut sich nur niemand zu sagen.

 

Schmid: Entscheidungen des SGA werden nicht gehört

Seit Jahrzehnten ist der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) das Gremium der Schulpartnerschaft. Bis heute würden SGA-Entscheidungen nicht immer gehört und Gespräche nicht auf Augenhöhe geführt, kritisiert Schul-Ombudsfrau Susanne Schmid. „An vielen Schulen werden Entscheidungen des SGA nicht ernst genommen oder dem SGA immer wieder wichtige Informationen vorenthalten. Viele Direktoren treffen wichtige Entscheidungen allein. Zudem werden Kosten, wie aktuell im Fall der Spinde, einfach an Eltern ausgelagert und auch Elternvereine zur Kasse gebeten“, weiß Schmid aus der Praxis.

Für Schul-Ombudsfrau Susanne Schmid ist klar: „Es handelt sich hier um demokratische Gremien, die mit Leben gefüllt werden müssen. Ebenso wichtig wäre es, ein gleichartiges Gremium auf Landesebene anzuerkennen. Doch leider unterstützt LSR Zitz einen Landes-SGA nicht“, bedauert Schmid und attestiert auch Hammerschmid politische Scheuklappen. „Der Bundes-SGA leistet sehr gute Arbeit. Leider wird diese von der neuen Ministerin nicht anerkannt, weil hier Parteilinie vor Vernunft regiert und die Angst vor Demokratie offenbar groß ist.“ So wird zwar theoretisch über das Fach „Politische Bildung“ diskutiert, Demokratie aber in der Praxis nicht gelebt.

 

Faymann: Schulsystem muss Beteiligung Betroffener zulassen

Unterstützung bekommen Sagartz und Schmid von Lukas Faymann, dem ehemaligen Landesobmann der Schülerunion Burgenland. „In der Schule von morgen sollen keine Beamten bestimmen, wo es lang geht, sondern die Beteiligten! Schüler, Eltern und Lehrer wissen im Schulalltag am ehesten, wo der Schuh drückt“, sagt Faymann, der aus dem Schulalltag eine andere Vorgehensweise kennt: „Unser Schulsystem muss eine aktive Beteiligung der Betroffenen zulassen. Momentan werden Schulpartner auf allen Ebene, egal ob Schul-, Landes-, oder Bundesebene aus vielen wichtigen Entscheidungen rausgehalten.“

Erst im August hat Lukas Faymann sein Amt als Landesobmann der Schülerunion Burgenland an Wolf Steinhäusl übergeben. Einen Dank richtet der ehemalige Bundesschulsprecher aus Horitschon an die Schulpartner: „Ich möchte mich herzlich bei den Schulpartnern für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedanken. Eltern-, Lehrer-, und Schülervertreter haben in den letzten Jahren in einem informellen Rahmen das vorgelebt, was von der Schulverwaltung oft verhindert wurde.“


Unterfrauenhaid.– Die Junge Volkspartei Unterfrauenhaid rund um Obmann Thomas Niklos organisierte in der letzten Ferienwoche einen Ausflug nach Kroatien. Neben sonnigen Stunden am Strand in Zadar wurden auch einige Sehenswürdigkeiten besucht. Highlights waren der Nationalpark Plitvicer Seen mit seinen traumhaften Wasserfällen sowie die Altstadt von Zadar.

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Ein Teil der Reisegruppe in der Altstadt von Zadar: Stefanie Flatzbauer, Sarah Kientzl, Katrin Pöhl, Christian Spuller, Doris Stinakovits, Judith Kreitschitz, Andrea Schumitsch, Anton Pöhl, Christian Schumitsch, Thomas Niklos


Ideen der Unterfrauenhaider Volkspartei zur Neugestaltung des Dorfplatzes beim Gemeindeamt

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Voriges Jahr im Herbst wurde das alte Postgebäude abgerissen. Seither laufen Gespräche über die weitere Vorgehensweise bezüglich der Platzgestaltung. „Grundsätzlich sind wir der Meinung,  dass der freigewordene Platz mitten im Dorf so wenig wie möglich verbaut werden soll. Bei der letzten Besprechung haben wir die Anforderungen fixiert. Die VP-Fraktion hat sich aktiv mit Vorschlägen und Ideen für einen schönen Platz eingebracht“, sagt Vizebürgermeister Thomas Niklos. Die Ideen der Unterfrauenhaider Volkspartei:

 

  • gepflasterter Platz mit Überdachung aus Stahl/Alu und Glas sowie Sitzgelegenheiten
  • Informationstafel und gleichzeitig Bildschirm für Präsentationen
  • Ladestelle für Elektrofahrräder
  • Trinkbrunnen
  • Kinderecke
  • Wasserelement
  • einheitliche Pflasterung
  • Beleuchtung für den gesamten Platz
  • bei der Bepflanzung soll der Verschönerungsverein eingebunden werden
  • eine Bewässerung für den Rasen und Pflanzen
  • Halb-Öffentliches WC beim Feuerwehrhaus

Zentrales Anliegen der ÖVP-Mittelburgenland:

Vereinbarkeit von Familie und Beruf  für Frauen verbessern

 

006Im Bezirk Oberpullendorf leben laut Statistik Burgenland 19.163 Personen, die weiblich sind. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Mit Ende Juli betrug die Arbeitslosigkeit im Mittelburgenland 7,3%. Bei den Frauen ist die Arbeitslosigkeit mit 7,8% höher. „Oberste Priorität sind mehr Arbeitsplätze für Frauen in unserem Bezirk. Dazu müssen bessere Voraussetzungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Frauen geschaffen werden. Weiteres Ziel ist es, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen und für die Politik zu begeistern. Dafür werden als Unterstützung seitens der ÖVP und KOMMAK Seminare und Coachings angeboten“, so Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich und die Bezirksleiterin der ÖVP-Frauen Gabi Hafner.

Zeitgemäße Frauenpolitik muss den heute vielfältigen Lebenssituationen von Frauen gerecht werden. Jede Frau soll frei über ihre Lebensplanung entscheiden können und Unterstützung erfahren. Frauen stehen oftmals Doppelbelastungen und ungleichen Berufschancen gegenüber. Frauen, auch jene mit guter Ausbildung, finden nur schwer einen Job in unserem Bezirk. „Unser Ziel ist es, dass mehr Frauen im Bezirk einen Arbeitsplatz haben. Dazu müssen bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen werden. So sollen Förder- und Bildungsprogramme für Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern und Aufstiegsmöglichkeiten sichern“, sagt Niki Berlakovich.

 

Kinderbetreuungsgeld Neu

„Mit dem Kinderbetreuungsgeld Neu und der erhöhten Zuverdienstgrenze von 16.200 Euro pro Jahr wurde eine wichtige Grundlage geschaffen. Mit dieser Grundlage können Frauen nach ihren individuellen Wünschen die Kinderbetreuung gestalten und gleichzeitig den Kontakt zur Berufswelt halten. Durch eine flexibel wählbare Bezugsdauer zwischen 12 und 28 Monaten für eine Person, oder 15 und 35 Monaten für beide Eltern zusammen, können Familien nun ganz individuell die für sie ideale Kinderbetreuungsgeldvariante erstellen. Darüber hinaus werden 18 Monate der Kinderbetreuungszeit als echte pensionsbegründete Beitragszeit angerechnet. Die Zeiten bis zum 4. Geburtstag des Kindes gelten zudem darüber hinaus als Ersatzzeiten. Diese Maßnahme sollen Frauen in ihrer Lebensplanung unterstützen“, zeigt sich NR Berlakovich erfreut.

 

Karenzmanagement

Die Volkspartei möchte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie neu denken. „Ein Karenzmanagement soll sicherstellen, dass  der Wiedereinstieg in den Beruf erleichtert wird. Oft ist es schwer nach der Geburt des Kindes am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Dafür brauchen wir von der Politik konkrete Maßnahmen um Anreize zu schaffen“, fordert Gabi Hafner. Konkrete Maßnahmen:

  • Schulungen auch während der Karenzzeit und Weiterbildungsmöglichkeiten im firmeneigenen Weiterbildungsprogramm
  • 4 Jahre Pension pro Kind

Frauen im Berufsleben

Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um engagierte Frauen zu unterstützen. Die Ausweitung des Nachmittagsangebotes an Schulen und die Anhebung der Zuverdienstgrenze beim Alleinverdienerabsetzbetrages sind weitere Forderungen, um Frauen eine Berufskarriere zu erleichtern.

Frauen findet man hinsichtlich ihrer Kompetenzen unzureichend in Führungsstrukturen. „Wir fordern die Möglichkeit, Frauen in Führungspositionen, Aufsichtsratsposition und auch in führenden politischen Positionen zu bringen. Die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger sollen für dieses Thema sensibilisiert werden. Mit Hilfe von Mentoringprogrammen sollen engagierte Frauen gefördert werden. „Erfolgreiche Frauen sollen vor den Vorhang geholt werden, um so anderen Damen Mut zu machen, sich für Führungspositionen zu bewerben und sich auch politisch zu engagieren. Nur so wird die Stimme und Sicht der Frauen auch in politischen Entscheidungen an Bedeutung gewinnen. Politik für Frauen ist nur dann erfolgreich, wenn sie von Frauen selbst maßgeblich mitgestaltet wird“, ist die Bezirksleiterin überzeugt.

Frauen in der Kommunalpolitik

„Wir ÖVP–Frauen Mittelburgenland sind für die Anliegen, Themen sowie auch Ängste der Frauen in unserem Bezirk offen und erarbeiten gemeinsam Antworten und Lösungen. Wir bieten eine Plattform zur Vernetzung und fördern die Gemeinschaft“, erklärt Bezirksleiterin Gabi Hafner.

„Derzeit gibt es in Österreich unter den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern einen Frauenanteil von nur knapp sieben Prozent. Das ist zu wenig! Wir brauchen mehr Frauen in der Kommunalpolitik, damit die Interessen von Frauen in den Gemeinderäten, Landtagen und im Parlament besser vertreten werden“, sagt Gabi Hafner.

Es ist wichtig, dass Frauen ein gutes politisches Rüstzeug erhalten und damit  selbstbewusst auftreten. Je mehr Politikerinnen gut sichtbar sind, desto mehr Frauen bekommen den Mut, sich ebenfalls politisch zu engagieren. Dazu bietet die KOMMAK Seminare und Coachings unter dem Titel „Frauenoffensive “ im Oktober an.

„Die Frauen sind ein wichtiger Teil der Volkspartei. Im Bezirk gibt es neben den 3 Vizebürgermeisterinnen 2 Ortsvorsteherinnen sowie 46 Gemeinderätinnen. Kares Ziel ist es, den Frauenanteil bei den Spitzenfunktionären und in den Gemeinderäten zu erhöhen“, so Berlakovich und Hafner abschließend.

 

 

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