Land lässt Kulturzentrum absichtlich verwahrlosen

Mattersburg, 7. 9. 2016 –

Kulturzentrum Mattersburg:

Land lässt das Kulturzentrum absichtlich verwahrlosen

Die Grünen Mattersburg/Walbersdorf schlagen Alarm: Aus der Bevölkerung gibt es vermehrt Hinweise darauf, dass sowohl im Außen-, als auch im Innenbereich des Kulturzentrums immer mehr mutwillige Zerstörungen stattfinden!

So wurde bereits Anfang Juni am Fuße der Arena eine Bohrung vorgenommen und dabei einiger Schaden angerichtet. Nun wurden auch Teile der Pflastersteine am Weg zu den Büroräumlichkeiten entfernt.

„Die Bausubstanz des Gebäudes ist aktuell noch immer in einem sehr guten Zustand. Sollten aber noch weitere derartige „Aktionen“ folgen, werden auch hier über  kurz oder lang  Mängel festszustellen sein,“ befürchtet die Grüne Gemeinderätin und Bezirkssprecherin.

Am 2. Juli veranstaltete die ÖGFA eine Exkursion unter dem Titel „Schilf und Sichtbeton – Brutalismus und Nachkriegsmoderne im Burgenland.“ Im Rahmen dieser Exkursion konnten u.a. die Innenräume des KUZ – zum ersten Mal nach der Schließung – besichtigt werden. Das Entsetzen der TeilnehmerInnen war groß, denn auch in den Innenräumen wurde bereits vieles zerstört. So wurden z.B. zum Teil schon Deckenverkleidungen heruntergerissen und Kabel hingen lose herunter. Auch ein Großteil des Mobiliars und der technischen Bühnenausstattung war nicht mehr vorhanden.

„„Die Ausstattung des bis zu seiner Schließung voll funktionsfähigen Gebäudes wurde zum Teil bereits demontiert und entfernt, obwohl noch ein Prüfverfahren des Bundesdenkmalamtes läuft,“ ärgert sich Dir. Sonja Sieber . „Bis jetzt wurde nur der Gewinner des Architektur-Wettbewerbes ermittelt, es gibt noch keinerlei fertige Pläne für das Haus. Mir scheint aber, man will hier nicht wiedergutzumachende Tatsachen schaffen, um endlich einen Grund dafür zu haben, das Gebäude als devastiert und verwahrlost zu bezeichnen und es somit endgültig abzureißen!“

Die Grünen fordern die Verantwortlichen des Landes auf, das Kulturzentrum Mattersburg adäquat zu warten, bis endgültig geklärt ist, was mit dem Gebäude passieren wird bzw. welche Baumaßnahmen getätigt werden.

Unterstützt wird die Gemeinderätin auch von LAbg. Wolfgang Spitzmüller, der Anfang September 14 Fragen an LR Helmut Bieler einreichte, die u.a. die Devastierungen im und rund um das KUZ zum Thema machten.

ma

 

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