LR Darabos Bilanz 1 Jahr nach der Flüchtlingskrise

Eisenstadt, 6. 9. 2016 –

 

Darabos:„Das Beispiel Burgenland zeigt, dass man durch die Schaffung von kleinräumigen und sozialverträglichen Quartieren, die zu höherer Akzeptanz bei der Bevölkerung führen, die Quote ebenfalls zu 100 % erfüllen kann.“

Ein Jahr nachdem Tausende flüchtende Menschen die Grenze in Nickelsdorf überquert haben zog Soziallandesrat Mag. Norbert Darabos Bilanz und zeigte sich überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen und Hilfsorganisationen im Burgenland. Darabos: „Nur durch das professionelle Krisenmanagement der Einsatzorganisationen konnte dieser Flüchtlingsstrom von über 305.000 Menschen die im Burgenland erstversorgt wurden so gut bewältigt werden.“ Aber auch nach der großen Flüchtlingswelle konnte das Burgenland im Bereich der Grundversorgung dank der harten Arbeit der MitarbeiterInnen in der Abteilung 6 im Referat Grundversorgung einiges bewegen. Darabos: „Wir erfüllen die Quote kontinuierlich zu 100%. Das Beispiel Burgenland zeigt, dass man durch die Schaffung von kleinräumigen und sozialverträglichen Quartieren, die zu höherer Akzeptanz bei der Bevölkerung führen, die Quote ebenfalls zu 100 % erfüllen kann. Das ist zwar eine Sisyphusarbeit, aber sie macht sich bezahlt.“

Aktuell sind knapp 2.760 AsylwerberInnen in 99 Gemeinden im Burgenland untergebracht. Seit Juli 2015 wurde die Anzahl der zur Verfügung gestellten Plätze von 1.188 auf über 2.800 erhöht – das entspricht einer Steigerung von 235 Prozent.

„Für Menschlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz“ lautet das Motto der burgenländischen Asylpolitik und genau das wird im Burgenland auch gelebt. Im Burgenland wird Hand in Hand mit den Gemeinden gearbeitet und bei der Unterbringung von Asylsuchenden auf kleine Einheiten gesetzt. „Massenquartiere, wie sie in anderen Bundesländern zu finden sind, wird es im Burgenland nicht geben“, so Darabos. Gerade diese kleinen Einheiten bringen die burgenländische Bevölkerung und die Schutzsuchenden näher zueinander. So findet im Burgenland ein Kennen- und Respektieren lernen schon im Kreis der Ortsgemeinschaft statt. Dadurch lernen die Asylwerber ohne sprachliche Vorkenntnisse das Leben in der Gemeinschaft des Dorfes und die Werte kennen. Wo andere erst über Integration nachdenken, wird das im Burgenland in vielen Gemeinden schon gelebt.

Integration
Ganz nach dem Motto „Für Menschlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz“ arbeitet das Land Burgenland mit seinen Mitarbeitern mit Hochdruck an konstruktiven Lösungen im Bereich der Asylpolitik. „Die Unterbringung von Asylwerbern ist die eine Sache, eine andere ist die langfristige Integration in die Gesellschaft und da setzt das Burgenland Maßnahmen, damit das auch funktioniert. Im Zuge der Strukturreform wurde ein eigenes Referat für Integration, mit einer eigenen Integrationsbeauftragten geschaffen. Außerdem war das Burgenland das erste Bundesland, das Werte- und Orientierungskurse angeboten hat“, betonte Soziallandesrat Darabos. Kritik übte Darabos an der Dauer der Asylverfahren. „Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) bzw. das Bundesministerium für Inneres muss es endlich schaffen, die Verfahren zu beschleunigen. Es treten vermehrt Fälle zu Tage, wo Menschen länger als ein Jahr auf ihr erstes Interview im Asylverfahren warten. Der lange Verbleib in der Grundversorgung führt zur Ressourcenbindung, Desillusion bei den Aslywerbern und sozialen Stillstandskosten in der Republik.“ Landesrat Norbert Darabos schlägt vor, Menschen aus jenen Herkunftsländer mit wenig Bleibechancen gar nicht erst in die Grundversorgung weiterzuleiten, sondern mittels Schnellverfahren, gleich nach Antragsstellung und schneller Behandlung einer möglichen Beschwerde gegen den erstinstanzlichen Bescheid, nicht nach Österreich einreisen zu lassen.

 

 

 

 

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