SPÖ: FH auf Erfolgskurs, Jahr der kulturellen Vielfalt, Top Jugendticket, Grundversorgung, Verwaltung wird weiblicher, SPÖ Frauen Herbstklausur

Eisenstadt, 1. 9. 2016 –

Fachhochschule als Bildungs-Flaggschiff des Burgenlandes weiter auf Erfolgskurs

LH Niessl: Bedarfsorientierte Ausbildung in Richtung wissensbasierte Wirtschaft und Digitalisierung als Garant gegen Arbeitslosigkeit

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Prof. (FH) DI (FH) Dr. Gernot Hanreich, Rektor der FH Burgenland, Landeshauptmann Hans Niessl, DDr.in Gabriele Ambros, Aufsichtsratsvorsitzende der FH Burgenland GmbH, Mag. Georg Pehm, Geschäftsführer FH Burgenland, und Mag. Josef Wiesler, Geschäftsführer FH Burgenland

Die Fachhochschulen haben insgesamt gesehen in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen und sich zu einer attraktiven Ausbildungsschiene entwickelt. Konkreter Beleg dafür: Jede 3. Person, die sich dazu entschließt, ein Studium zu beginnen, absolviert diese Ausbildung auf einer Fachhochschule. Diesen Trend untermauert die Fachhochschule Burgenland mit eindrucksvollen Zahlen: Mit dem Wintersemester sind nunmehr 2.250 ordentliche HörerInnen – so viele Studierende wie nie zuvor – an der Hochschule inskribiert. Fast 1.000 Studierende kommen in diesen Tagen erstmals an den Campus in Eisenstadt oder Pinkafeld. Sie können in einem der 22 Studiengänge einen Bachelor- oder Masterabschluss machen. „Die Fachhochschule bildet die Spitze unserer Bildungspyramide und ist ein PS-starker Motor für Forschung und Innovation im Burgenland“, sagte Landeshauptmann Hans Niessl. Für ihn sei der weitere Ausbau des FH-Sektors auch ein wichtiger Schritt, um den Wirtschafts- und Beschäftigungsstandort Burgenland weiter zu stärken. Das Land werde in den nächsten fünf Jahren rund 28,5 Millionen Euro in die Entwicklung der Hochschule sowie für den weiteren Ausbau der Forschung investieren.

Niessl: Schwerpunkt im Bereich Technik, Informatik und Digitalisierung
Die Landesregierung habe das Jahr 2016 bewusst zum „Jahr der Bildung“ ausgerufen, „weil wir die Zukunft nicht mit rauchenden Schloten, sondern nur mit den besten Köpfen gewinnen können“, sagte Niessl. Die Fachhochschule stelle dabei ein wertvolles Instrument dar: „Die Absolventen verfügen über Wissen und Kompetenzen, die sich erstens am letzten Stand der Entwicklung befinden und zweitens sofort in den Betrieben, in einem Start-up oder gesellschaftlich relevanten Bereichen eingesetzt werden können.“ Das mache Absolventen für die Wirtschaft so interessant und ihre Beschäftigungs- und Karrierechancen besonders gut.

Den Fachhochschulsektor mit zusätzlich 100 Millionen Euro aus der Bankenabgabe zu stärken, um damit rund 5.000 zusätzliche Studienplätze zu schaffen, sei schon grundsätzlich zu begrüßen, so Niessl. Dass damit vor allem Ausbildungen in Naturwissenschaften, in Technik und Informatik sowie Digitalisierung entstehen sollen, bringe einen Lenkungseffekt mit sich, den Österreich dringend brauche: „Industrie 4.0 ist mehr als ein Schlagwort, sie ist bereits täglich erlebbare Realität. Wer nicht Schritt hält, bleibt zurück“, mahnte der Landeshauptmann.

Die Landesregierung werde daher in den nächsten fünf Jahren (2016-2020) in die Ausbildung an der FH Burgenland rund 20,1 Millionen Euro und in den direkten und verbundenen Forschungsbereich weitere 8,4 Millionen Euro investieren. „Die Fachhochschule ist ohne Zweifel eine Erfolgsstory, sie ist aber ebenso ein Zukunftsversprechen, das wir mit diesen Anstrengungen der Jugend sichern wollen“, unterstrich Niessl.

Ambros: „Stellenwert der Forschung weiter stärken“
„Die Aufholjagd im Bereich Forschung und Innovation geht engagiert weiter“, stellte Gabriele Ambros fest. Die Aufsichtsratsvorsitzende der Fachhochschule und Präsidentin des Rats für Forschung, Technologie und Innovation Burgenland verwies auf derzeit rund 100 Projekte, in denen von der Fachhochschule und der Forschung Burgenland geforscht wird. Die beiden Ideenschmieden seien zu einem echten „Erfolgs-Duo“ geworden, das in den Wettbewerben um nationale und internationale Forschungsgelder sehr gut abschneide. Man habe etwa zusätzliche Gelder für das Burgenland bei der Forschungsförderungsgesellschaft abgeholt, überdurchschnittlich gut bei der jüngsten COIN-Vergabe abgeschnitten und arbeite im Bereich Informatik am derzeit größten Horizon-2020-Projekt der Europäischen Union in Österreich mit.

Um die Wirkung der Forschungstätigkeit noch mehr zu erhöhen, sieht Ambros zwei Herausforderungen: „Es muss uns einerseits noch besser gelingen, die Ergebnisse aus den Projekten auch der regionalen Wirtschaft zugänglich zu machen“, sagte Ambros. Wir bemühen uns sehr darum, Barrieren abzubauen. Sie wünsche sich gleichzeitig auch, dass Wirtschaft und Industrie ihrerseits Schritte auf die Forschungs-Teams zugehen. „Zweitens wollen wir die Kräfte noch mehr als bisher bündeln und der Forschungslandschaft im Burgenland eine neue Struktur geben“, kündigte Ambros an. FTI Burgenland, Technologieoffensive Burgenland und Forschung Burgenland sollen in den nächsten Monaten zusammengeführt werden. „Wir erhalten somit weiter Rückenwind, den wir im Rennen um die besten Ideen brauchen.“

Pehm: „Bereits jeder dritte Studienanfänger geht an eine Fachhochschule“
„Die Fachhochschulen haben sich in den letzten Jahren ein unverkennbares und attraktives Profil erarbeitet“, betonte Geschäftsführer Georg Pehm: „Da hat auch die FH Burgenland etwas Besonderes zusammengebracht.“ Durch die Kombination von theoretischem Wissen und der Orientierung auf die Bedürfnisse der Wirtschaft sowie durch „mehr Qualität“ und ein persönliches Umfeld im Studium seien junge Menschen in einem hohen Maß überzeugt worden.

Die FH Burgenland verzeichnet mit 2.250 ordentlichen HörerInnen in diesem Semester einen Höchststand an Studierenden. „Das sind um 44% mehr als noch vor vier Jahren“, erläuterte Pehm. „Sehr erfreulich ist, dass die Zahl der Studierenden aus dem Burgenland von 411 im Studienjahr 2012/13 auf 676 in diesem Wintersemester gesteigert werden konnte – das ist ein außergewöhnliches Plus von 64%.“ Rund 56% aller Studierenden besuchen einen Bachelor-Studiengang, 44% einen Master-Studiengang. Rund die Hälfte studiert in einem technischen Studienfach. Zwei von drei Studierenden (genau: 68,8%) absolvieren ihr Studium neben einer beruflichen Tätigkeit. Von den über 600 haupt- und nebenberuflich beauftragten Lehrenden werden im kommenden Studienjahr über 2.350 Lehrveranstaltungen angeboten. „Das sind mehr als 51.000 Stunden an hochkarätigem theoretischen und angewandten Wissen – und so viel Wissens-Angebot, wie es das noch nie zuvor im Burgenland gegeben hat“, sagte Pehm.

Die FH Burgenland gehe selbstbewusst in die Verhandlungen zum künftigen „Fächerabgleich“ zwischen Universitäten und Fachhochschulen. „Die Stärken unserer 22 Studiengänge sind ihre Relevanz auf die Berufsfelder sowie auf Forschung und Innovation“, so Pehm. Man werde mit Nachdruck darauf verweisen, wie wichtig eine Hochschule abseits der Großstädte sowohl für die ansässige mittelständische Wirtschaft als auch für die Weiterbildung von Berufstätigen ist. „Wer mit Zentralisten-Brille diese ‚Regionalrelevanz’ übersieht, schwächt die Wirkung des gesamten Hochschulbereichs – und das wollen wir zu jedem Moment bewusst machen.“  

Wiesler: „Studienbedingungen weiter verbessern“
Man habe aus den vorhandenen Geldern für die FH Burgenland in den letzten Jahren ein Maximum an Ergebnis herausgeholt, ist Geschäftsführer Josef Wiesler überzeugt. „Dies trifft zunächst auf die Entwicklung des Studienangebotes und die Forschungsleistung zu, aber auch auf das sogenannte ‚Rundherum’.“ So sei es gelungen, die Rahmenbedingungen für die Lehre auf einen adäquaten Stand zu bringen, in der IT an aktuelle Entwicklungen anzuschließen und sowohl in Eisenstadt als auch Pinkafeld die Laborausstattung deutlich zu verbessern.

„Die FH Burgenland ist auch Vorreiter, was eine moderne, arbeitsteilige und kostengünstige Organisation zur Bewältigung der Aufgaben betrifft“, erläuterte Wiesler. „Wir haben in der Unternehmensgruppe Dienstleistungen, wie Personalmanagement, Finanzen, Beschaffung oder Marketing, auf jeweils eine Einheit zusammengezogen und den Overhead so gering wie möglich gehalten.“ Zugleich arbeite man mit anderen Landesunternehmen eng zusammen – beim Infrastrukturmanagement mit der BELIG, bei der Reinigung mit der FMB, im Hinblick auf die IT mit dem EBRZ oder mit der Energie Burgenland im Bereich des Fuhrparks. „Im Moment entwickeln wir mit der Landesholding weitere Schritte, damit möglichst wenig Geld in der Verwaltung hängen bleibt und möglichst viel im Studium und bei den Studierenden ankommt.“

Hanreich: „Internationalisierung eine der zentralen Herausforderungen“
Für den jüngst von den Studierenden und Lehrenden auf drei weitere Jahre wiedergewählten Rektor der FH Burgenland, Gernot Hanreich, stellt die „Internationalisierung“ in der Ausbildung eine der wesentlichen Herausforderungen für die Zukunft dar. „In einer offenen Gesellschaft und globalisierten Wirtschaft braucht der Einzelne einen weiten Blick über den Tellerrand, hervorragende Sprachkenntnisse, interkulturelle Kompetenzen und ein grenzüberschreitendes Netzwerk“, sagt Hanreich. „Zählbare Ergebnisse sind vor allem durch kombinierte Maßnahmen erreichbar und brauchen ihre Zeit.“ Man baue aber auf einer guten Basis auf und werde nun Schritt für Schritt in jedem Studiengang nach „Internationalisierungs-Chancen“ suchen. Sicher in der Spitzengruppe des FH-Sektors befinde sich die FH Burgenland mit neuen, innovativen Lehr- und Lernmethoden – etwa im Bereich von eLearning und ePlattformen, flexiblen Modellen für berufsbegleitend Studierende oder dem Ziel, durch „prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen“ die Belastungen für Studierende besser auf das Jahr zu verteilen. „Da ist uns eine Dynamik gelungen, die den Studierenden auch im kommenden Jahr viel bringen wird.“


„Jahr der kulturellen Vielfalt“ spiegelt alle Facetten der burgenländischen Volkskultur wider

Kulturlandesrat Helmut Bieler zieht positive Zwischenbilanz über das kulturpolitische Schwerpunktjahr 2016 / Nächstes Highlight: „Burning Stone Goes Crossover“ am 10.-11.9.2016, Kulturarena Bernstein

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Karin Ritter vom Burgenländisches Volksliedwerk und Kulturlandesrat Helmut zogen in Eisenstadt Zwischenbilanz über das „Jahr der kulturellen Vielfalt“ und präsentierten mit Bürgermeisterin Renate Habetler die nächsten Veranstaltungen. Die Glasharmonika-Spielerin Christa Schönfeldinger (Trio Trientalis) sorgte für die musikalische Begleitung.

Seit 2004 setzt das Burgenland – federführend dabei die Kulturabteilung –kulturpolitische Jahresschwerpunkte, 2015 mit dem „Jahr der Volkskultur – Burgenland musiziert“. Das kulturelle Jahr 2016 steht ganz im Zeichen der kulturellen  Vielfalt. Mittlerweile ist das „Jahr der kulturellen Vielfalt“ in seiner zweiten Hälfte angelangt, viele Programme wurden bereits erfolgreich absolviert. Dies nahm Kulturlandesrat Helmut Bieler zum Anlass, um heute in der Kulturarena Bernstein gemeinsam mit Projektleiterin Karin Ritter (Burgenländische Volksliedwerk) und Bürgermeisterin Renate Habetler eine Zwischenbilanz zu ziehen und auf kommende Veranstaltungen  hinzuweisen. „Das Burgenland ist das Land der Vielfalt. Das ,Jahr der kulturellen Vielfalt‘ soll dazu beitragen, dass wir uns dieses Reichtums bewusst werden. Ziel war und ist es, allen Bereichen der burgenländischen Kultur eine Bühne zu bieten. Dabei ist wichtig, dass sich Kultur nicht nur in Zahlen messen lässt. Wir wollen auch Werte wie Toleranz, soziale Gerechtigkeit, gegenseitigen Respekt fördern und stärken. Das haben wir erreicht“, zieht Bieler eine positive Zwischenbilanz. Bis Ende August fanden 68 Veranstaltungen im Rahmen des „Jahres der kulturellen Vielfalt“ statt, vom iranischen Frühlingsfest Nouruz bis zum burgenländischen Sautanz, vom Kinderspielefest bis zur Podiumsdiskussion, vom Theateressay bis zum Tag der kulinarischen Vielfalt, von der Reise um die Welt der burgenländischen Bibliotheken bis zum Tanzprojekt. „Bis November sind weitere neun Veranstaltungen geplant. Es ist anzunehmen, dass noch einige dazukommen werden“, so der Kulturlandesrat. Nächstes Highlight ist das „Crossover – Spielen mit Stilen“ im Rahmen von „Burning Stone Goes Crossover“ von 10. bis 11.  September  2016 in der Kulturarena Bernstein. Alle Informationen auf www.jahrdervielfalt.at.

Ganz besonders freue es ihn, dass das ,Jahr der kulturellen Vielfalt 2016‘ offiziell unter die Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission gestellt wurde „und damit unsere Bemühungen um die Pflege der kulturellen Vielfalt des Burgenlandes von höchster Seite gewürdigt werden“, so Bieler. Das kulturelle Profil des Burgenlandes sei vielschichtig wie in kaum einem anderen Bundesland. „Es gibt die sprachliche Vielfalt, die sich längst nicht nur auf das Deutsche, Kroatische, Ungarische und Romanes reduzieren lässt. Eng damit verbunden ist die hiesige ethnische Vielfalt. Von den sechs verfassungsrechtlich anerkannten autochthonen Volksgruppen haben gleich drei ihre Heimat im Burgenland.“ Facettenreich sei auch das Brauchtum und die gelebte Volkskultur im Land. „Darüber hinaus gibt es im Burgenland noch eine bunte künstlerisch-kreative Vielfalt, auf die wir zu Recht stolz sein können. Wir beziehen alle Genres der burgenländischen Volkskultur ein, um unsere Ziele Toleranz, soziale Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekt umzusetzen“, betont Bieler.

Crossover – „Spielen mit Stilen“ in Bernstein
Das „Jahr der kulturellen Vielfalt“ kann bereits auf eine große Zahl an erfolgreichen Veranstaltungen zurückblicken – von Ausstellungen über Darstellende Kunst, wissenschaftliche Veranstaltungen, Feste bis hin zum Brauchtum sowie Projekten wie dem Bibliothekenprojekt, dem „Tag der kulinarischen Vielfalt“ in der Schuhmühle in Schattendorf, zum Straßenfest der Vielfalt in Stadtschlaining  oder zum Handwerkstag in Mönchhof.

Das „Jahr der kulturellen Vielfalt“ ist jedoch noch nicht zu Ende.  „Die nächsten Highlights stehen bereits vor der Tür. Von 2. bis 4. September findet in den Orten Raiding, Kroatisch Geresdorf und Oberpullendorf  das ,Fest der Kulturen‘ statt, Veranstalter ist die KUGA. Und von 10. bis 11 September erwartet Besucher beim ,Burning Stone Goes Crossover‘ und dem ,Crossover – Spielen mit Stilen‘ eine bunte Mischung an Musik: von Brass bis Blues, von Rock bis Ethno, von Gipsymusic bis Volksmusik, von Jazz und Swing bis Blasmusik“, macht „Jahr der kulturellen Vielfalt“- Projektleiterin Karin Ritter Lust auf mehr Volkskultur. Alle Infos: www.jahrdervielfalt.at

Kulturschwerpunkte seit 2004
Der Beginn der Schwerpunktsetzung im Kulturbereich erfolgte 2004, im „Jahr der Volkskultur“. Kulturpolitische Jahresschwerpunkte gab es aus den Bereichen Musik (Haydn 2009, Liszt 2011), Kultur (90 Jahre Burgenland) und Volkskultur 2004, 2010, 2013, der Baukultur 2014 und letztes Jahr mit „Jahr der Volkskultur – Burgenland musiziert“.


Verkaufsrekord beim Top-Jugendticket:
Immer mehr junge Burgenländer profitieren!

LAbg Brandstätter: „Ohne Untätigkeit der zuständigen ÖVP-Ministerin würden noch mehr junge Menschen profitieren.“

spöDas Top-Jugendticket hat auch im Schuljahr 2015/2016 seine Erfolgsgeschichte fortgesetzt und weiter gesteigert, informiert SPÖ-Jugendsprecher LAbg. Kilian Brandstätter über die neuen Verkaufszahlen: „Im abgelaufenen Schuljahr wurden mehr Top-Jugendtickets verkauft als jemals zuvor, insgesamt 269.388 Tickets. Laut VOR-Schätzung haben damit rund 25.000 Jugendliche aus dem Burgenland von dieser wichtigen Maßnahme profitiert.“ Das Top-Jugendticket ist 2012 von den Bundesländern Burgenland, Wien und Niederösterreich über den VOR eingeführt worden. SchülerInnen und Lehrlinge können damit um 50 Euro alle Öffis im VOR-Netz benutzen – auch in der Freizeit. „Mit dem Top-Jugendticket ist den Ländern eine Erfolgsgeschichte und eine massive Erleichterung für Jugendliche gelungen“, so Brandstätter, der jedoch beanstandet, dass diese Erfolgsgeschichte noch größer hätte ausfallen können.

Denn bestimmte Jugendgruppen wie etwa Studierende sind jedoch bisher davon ausgeschlossen. „Die Ausweitung des Top-Jugendtickets auf alle jungen Menschen in Ausbildung unter 26 ist längst überfällig“, meint der SPÖ-Jugendsprecher. Ohnehin stehe das Vorhaben im Regierungsprogramm der Bundesregierung. Es fehle lediglich die Umsetzung durch ÖVP-Familienministerin Karmasin, so Brandstätter: „Mit mehreren Initiativen und Unterschriftenaktionen haben wir die zuständige Familienministerin aufgefordert, das wie vereinbart umzusetzen. Bis jetzt wurde es zum Leid der Jugendlichen nicht gemacht. Die Ausweitung muss kommen, wir geben nicht auf!“


Burgenland arbeitet im Bereich der Grundversorgung vorbildlich

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LR Mag. Norbert Darabos, SPÖ

Asyllandesrat Norbert Darabos findet die Vorwürfe des Wiener Flüchtlingskoordinators Peter Hacker, dass es im Burgenland keine entsprechende Betreuung und keine Angebot für Asylwerber gibt, als sehr wunderlich und verweist darauf, dass der Großteil der burgenländischen Quartiergeber zuverlässlich und menschlich gegenüber den Asylwerbern handelt. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil schlägt mit seinem Vorschlag die richtige Richtung ein.

„Für Menschlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz“ lautet das Motto der burgenländischen Asylpolitik und genau das wird im Burgenland auch gelebt. „Im Burgenland arbeiten wir Hand in Hand mit den Gemeinden und setzen bei der Unterbringung von Asylsuchenden auf kleine Einheiten. Massenquartiere, wie sie in Wien zu finden sind, wird es im Burgenland nicht geben“, erklärt Asyllandesrat Darabos. In ca. 60% der Asylquartiere gibt es bereits das Angebot, Deutschkurse für Asylwerber. Erwartungen an bessere Chancen in der Großstadt sind der Grund dafür, dass es Asylberechtigte nach Wien zieht, nicht das angeblich schlechte Angebot im ländlichen Burgenland.

„Herr Hacker soll sich lieber um seine Aufgaben kümmern und nicht das Burgenland schlechtreden. Ganz nach dem Motto „Für Menschlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz“ arbeiten wir mit Hochdruck an konstruktiven Lösungen im Bereich der Asylpolitik. Die Unterbringung von Asylwerbern ist die eine Sache, eine andere ist die langfristige Integration in die Gesellschaft und da setzt das Burgenland Maßnahmen, damit das auch funktioniert“, so Darabos. Im Zuge der Strukturreform, im Juli, wurde sogar ein eigenes Referat für Integration geschaffen. Außerdem war das Burgenland das erste Bundesland, das Werte- und Orientierungskurse angeboten hat.


Landesverwaltung: Die Führungsebene wird weiblicher

3 der 7 Bezirkshauptleute sind Frauen. Burgenländische Landesverwaltung hat höchsten Frauenanteil in Leitungspositionen.

Mit 1. September 2016 hat Mag.a Birgit Lentsch die Leitung der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See übernommen. Als dritte Frau an der Spitze einer Bezirksverwaltungsbehörde im Burgenland ist sie in guter Gesellschaft: Immer mehr Frauen finden sich in Leitungsfunktionen in der Landesverwaltung. Bei den Spitzen der Bezirksverwaltungen liegt das Burgenland österreichweit voran – lediglich Wien ist mit einem Frauenteil von 43 Prozent (9 von 21 Bezirken werden von Frauen geleitet) gleichauf mit dem Burgenland, in Vorarlberg sind alle vier Bezirke in Männerhand.

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Landesamtsdirektor Mag. Ronald Reiter, Bezirkshauptfrauen Mag.a Franziska Auer (Bez. Eisenstadt-Umgebung), Mag.a Dr.in Nicole Christina Wild, MBA (Bez. Güssing), Mag.a Birgit Lentsch (Bez. Neusiedl am See), LH Hans Niessl, Frauenlandesrätin Verena Dunst

Nur Qualifikation zählt
„Die Aufnahme in Leitungsfunktionen erfolgte und erfolgt im Burgenland ausschließlich nach der Qualifikation und nicht aufgrund von Quoten. Beim Frauenanteil in Leitungspositionen ist die burgenländische Landesverwaltung österreichweit Vorreiter“, betonte Personalreferent Landeshauptmann Hans Niessl, der kürzlich die drei Bezirkshauptfrauen gemeinsam mit Frauenlandesrätin Verena Dunst zum Gespräch empfing. „Gleichbehandlung ist bei uns kein Schlagwort, sondern eine Selbstverständlichkeit“, so Niessl.

„Die Frauen im Landesdienst erbringen auf allen Ebenen hervorragende Leistungen, das stellen sie tagtäglich unter Beweis. Im Burgenland wird diesem Umstand seit Jahren auch Rechnung getragen, indem Frauen bei gleichen Qualifikationen die gleichen Chancen eingeräumt werden, in Führungspositionen zu gelangen. Frauen würden es als Beleidigung empfinden, holte man sie nur aufgrund ihres Geschlechts in eine Leitungsposition“, zeigte sich Dunst erfreut über so viel Frauenpower.


SPÖ Frauen Burgenland legen in heutiger Herbstklausur Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Monate fest

Bei ihrer heutigen Herbstklausur haben die SPÖ-Frauen rund um Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst die Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Monate festgelegt. Im Mittelpunkt standen dabei Themen und Anliegen der Burgenländerinnen, die während der Sommermonate in vielen Gesprächen mit den Frauen gesammelt wurden. „Im Sommer sind wir verstärkt in Bädern, Freizeiteinrichtungen oder auch Einkaufszentren unterwegs, wir informieren, führen Gespräche und erfahren so im direkten Kontakt und völlig ungezwungen, welche Anliegen die Frauen haben und welche Themen sie beschäftigen. Diese Gespräche sind unverzichtbar und sehr wertvoll für uns, da sie volle Berücksichtigung in unserer frauenpolitischen Arbeit finden“, so Verena Dunst zu Beginn der Klausur.

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LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, LAbg. Edith Sack, Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst, LAbg. Bgmin. Klaudia Friedl, LAbg. Doris Prohaska, Landesfrauengeschäftsführerin Mag.a Sandra Gerdenitsch, Mag.a Eva Weinek, BRin Bgmin. Inge Posch-Gruska

„Durch die Gespräche mit den Burgenländerinnen erfahren wir viel über ihre Lebensumstände und hören, dass die Frauen die hohe Lebensqualität im Burgenland schätzen, es aber gleichzeitig noch viel zu tun gibt. Wir haben heute viele Ideen diskutiert, weiterentwickelt und die Umsetzungen geplant. Gut gerüstet gehen wir nun in die Herbstarbeit, wir haben viel vor“, zeigen sich die SPÖ Frauen motiviert.

Wichtige Punkte auf der Tagesordnung waren demnach Kinderbetreuungsmöglichkeiten im Burgenland, der geplante Ausbau der Ganztagsschule, die Anhebung der Mindestpensionen, Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen oder die Arbeitsmarktsituation. Auch wurden die Aktionsplanungen für Fixpunkte wie dem „Equal Pay Day“ im Oktober oder „16 Tage gegen Gewalt“ im November in Angriff genommen.

Die SPÖ Frauen Burgenland sind mit ihrer Arbeit das ganze Jahr über nah an den Burgenländerinnen, und arbeiten an Lösungen, damit Frauen Alltag und Berufsleben einfacher bewältigen können. Ihr Anspruch als Sozialdemokratinnen ist es, sich für Frauen stark zu machen und als echte Ansprechpartnerinnen für die Anliegen der Frauen wahrgenommen zu werden.

 

 

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