SPÖ: 90 Jahre Neusiedl, VCÖ Mobilitätspreis 2016, Empfang im Schloß Kittsee, Gewinnzusagen

Neusiedl, 28. 8. 2016 –

Neusiedl am See feiert 90 Jahr-Jubiläum

Festakt anlässlich 90 Jahre Stadterhebung von Neusiedl und offizielle Verleihung des Gemeindewappens

Mit einem Festakt in Anwesenheit von Landeshauptmann Hans Niessl, Wirtschaftslandesrat MMag. Alexander Petschnig, Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf, Bürgermeister Kurt Lentsch und Vizebürgermeisterin Elisabeth Böhm sowie zahlreicher Ehren- und Festgäste feierte Neusiedl am See am Sonntag, 29. August 2016, das 90-Jahr-Jubiläum der Stadterhebung. Im Rahmen der Feier wurde Neusiedl offiziell das Gemeindewappen verliehen.

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Beim Festakt anlässlich 90 Jahre Stadterhebung von Neusiedl. V.l.: LR MMag. Alexander Petschnig, LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, LH Hans Niessl, Bgm. Kurt Lentsch, Vizebgm.in Elisabeth Böhm

„Die erfolgreiche Entwicklung unseres Heimatlandes spiegelt sich beispielhaft in Gemeinden wie Neusiedl am See wider. Der Wirtschaftsraum Neusiedl – Parndorf war in den letzten Jahren Motor des wirtschaftlichen Aufstiegs. Neusiedl ist aber auch ein wichtiges touristisches Zentrum und eine beliebte Schul- und Einkaufsstadt, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern höchste Lebensqualität bietet. Ich gratuliere Neusiedl sehr herzlich zum 90 Jahr-Jubiläum“, sagte Niessl in seiner Ansprache.

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Gemeindewappen offiziell verliehen: LR MMag. Alexander Petschnig, Vizebgm.in Elisabeth Böhm, LRin Mag.a Astrid Eisenkopf, Bgm. Kurt Lentsch, LH Hans Niessl, LtAbg. Manfred Haidinger

 

 


VCÖ-Mobilitätspreis 2016 an Energie Burgenland für E-Carsharing Initiative

Umweltfreundliche Mobilität in den Regionen: großes Potential für Carsharing

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Überreichung des VCÖ-Mobilitätspreises Burgenland 2015 an die EB Burgenland: VCÖ-Geschäftsführer Dr. Willi Nowak, LH Hans Niessl, ÖBB Postbus Regionalmanager Ostregion DI Nikolaus Ott, EB-Vorstand Mag. Michael Gerbavsits und DI Dr. Chrsitian Kurz, Geschäftsführer Energie Burgenland Green Power GmbH

Die E-Carsharing Initiative der Energie Burgenland (EB) ist der diesjährige Gewinner des VCÖ Mobilitätspreises Burgenland. „Die E-Carsharing Initiative der Energie Burgenland setzt einen wichtigen Impuls und zeigt, wie die Mobilität in der Zukunft aussehen wird. Das Burgenland erzeugt 150 Prozent seines aktuellen Strombedarfs aus Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energie. Die Herausforderung wird sein, den im Land in erster Linie aus Wind erzeugten Ökostrom auf die Straße zu bringen und den im Burgenland erzeugten Ökostrom für E-Mobilität zu nutzen. Damit würden wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, sondern auch mehr Wertschöpfung im Land auslösen“, so Landeshauptmann Hans Niessl bei einer Pressekonferenz mit VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak, EB-Vorstand Mag. Michael Gerbavsits und DI Nikolaus Ott, Postbus Regionalmanager Ostregion, in Eisenstadt. Zum Schutz des Klimas und der Umwelt setze das Land seit Jahren wichtige Schritte zur Attraktivierung des Öffentlichen Verkehrs, betont Niessl. So fließen jährlich 17 Millionen Euro in diesen Bereich. Im Rahmen der größten Bahnhofsoffensive wurde mit den Bahnbetreibern die Bahnhöfe Bruckneudorf, Mattersburg und Neusiedl am See mit 50 Millionen Euro auf den modernsten Stand gebracht, modernstes Zugmaterial wurde angeschafft. Das Burgenland fördert auch Micro-ÖV-Systeme. Viele burgenländische Gemeinden bieten Gemeindebusse an. So wird die Implementierung eine Gemeindebusses vom Land mit bis zu 10.000 Euro unterstützt. Auch für den Betrieb gibt es Fördermöglichkeiten. Die E-Carsharing Initiative der Energie Burgenland sei ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung, habe großes Potential und könne dazu beitragen, die E-Mobilität den Burgenländerinnen und Burgenländern näher zu bringen, betont Niessl. Am E-Carscharing Modell der Energie Burgenland nehmen aktuell sechs Gemeinden teil: Siegendorf, Frauenkirchen, Neusiedl am See, Hornstein, Großpetersdorf und Purbach.

Der Ausstieg aus mit fossilen Treibstoffen angetriebenen Fahrzeugen sei unabdingbar, wolle man die bei der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 beschlossenen Ziele erreichen, betont Nowak: „Bis 2050 muss das Verkehrssystem ohne Benzin und Diesel funktionieren. Allein die Autos der burgenländischen Haushalte verbrauchen pro Jahr in Summe 137 Millionen Liter Diesel und Benzin“, stellt der  VCÖ-Geschäftsführer fest. Natürlich hätten große Städte gegenüber ländlichen Regionen einen Startvorteil beim Ziel einer CO2-freien Mobilität. Das Burgenland habe aber sehr gute Voraussetzungen um Öko-Strom für E-Mobilität bereitzustellen. „Carsharing ist für die Regionen mindestens so gut geeignet wie für die großen Städte. Einzig die Organisationsform ist eine andere“, so Nowak. Die burgenländischen Haushalte besitzen laut VCÖ rund 28.000 Zweitautos. Hier setzt Carsharing an. Meist sind es Gemeinden die ein Carsharing-Auto anschaffen, das gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden kann. Manche Haushalte ersparen sich dadurch das Zweitauto und eine Menge Geld. Ein Carsharing-Auto ersetzt rund acht private Autos und trägt somit zu einer umweltfreundlichen Mobilität bei.

E-Carsharing Initiative der Energie Burgenland – Kosten sind gering
Noch besser ist die Umweltbilanz, wenn – wie bei E-Carsharing Initiative der Energie Burgenland – ein E-Auto für das Carsharing eingesetzt wird. So funktioniert das Modell: Die EB stellt ein Elektrofahrzeug und die nötige Infrastruktur zur Verfügung. Die Kosten für die Nutzung eines Carsharing-Autos sind gering. Die monatliche Mindestgebühr beträgt 14.40 Euro und beinhaltet die Nutzung für vier Stunden. Für jede weitere Stunde fällt eine Gebühr von 3,60 Euro an, unabhängig von der zurückgelegten Kilometerzahl. Das E-Auto ist bei einem Selbstbehalt von 350 Euro zudem vollkaskoversichert. In einem ersten Schritt nahmen die Gemeinden Siegendorf, Frauenkirchen, Neusiedl am See und Purbach. Mittlerweile sind auch Hornstein und Großpetersdorf mit im Boot.

Das VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Burgenland und den ÖBB durchgeführt und zeichnet vorbildliche Projekte für umweltfreundliche Mobilität aus. Der 25. VCÖ-Mobilitätspreis stand heuer unter dem Motto „Mobil in Stadt und Land“. „Die ÖBB Postbus GmbH unterstützt auch heuer wieder denn VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland sehr gerne. Speziell das heurige Thema ist uns ein besonders wichtiges Anliegen“, so DI Nikolaus Ott, Postbus Regionalmanager Ostregion. Die würde einerseits die Investitionen der ÖBB Postbus in entsprechende Fahrzeuge, andererseits ihre „neuen, sinnvollen, kundenorientierten Verkehrskonzepte zeigen, die noch mehr Menschen für die Benützung des Öffentlichen Verkehrs motivieren sollen“.
„Die E-Carsharing Initiative der Energie Burgenland ist kostenschonend, umweltfreundlich und innovativ zugleich. Ich möchte dem Gewinner sehr herzlich gratulieren und danke dem VCÖ und den ÖBB, das wir diesen Preis auch in diesem Jahr wieder vergeben können“, so Niessl abschließend.


Empfang des Honorarkonsulates der Slowakischen Republik im Schloss Kittsee

Honorarkonsul der Slowakei im Burgenland, Prof. Ing. Alfred R. Tombor Tintera, lud zum Empfang anlässlich des slowakischen Staatsfeiertages

Zu einem Empfang im Schloss Kittsee anlässlich des Staatsfeiertages, des Tages der Verfassung der Slowakischen Republik, hatte der Honorarkonsul der Slowakei im Bundesland Burgenland, Prof. Ing. Alfred R. Tombor Tintera, am 26. August geladen. Der Empfang fand im Rahmen der EU–Ratspräsidentschaft der Slowakei statt. Landeshauptmann Hans Niessl traf dabei mit Minister a.D. MEP S.E. Dr. Eduard Kukan und Vertretern der Slowakischen Republik zu informellen Gesprächen zusammen.  

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Empfang des Honorarkonsulats der Slowakei im Burgenland. V.l.:
Minister a.D. MEP S.E. Dr. Eduard Kukan, Prof. Ing. Alfred R. Tombor Tintera, Honorarkonsul der Slowakei im Burgenland, Dr.in Alena Heribanová, Direktorin des Slowakischen Institutes in Wien, Bgm.in Gabriele Nabinger, LH Hans Niessl, LTAbg. Rudolf Strommer, Bgm. NRAbg. Erwin Preiner, LtAbg. Kilian Brandstätter

„Das Burgenland und die Slowakei pflegen traditionell eine gute Partnerschaft, die in Kooperationen und Kontakten auf verschiedenen Ebenen gelebt wird. Die Slowakei hat sich in den letzten Jahren auch für den heimischen Tourismus und für die burgenländische Weinwirtschaft zu einem zunehmend wichtigen Markt entwickelt. Anlässe wie dieser Empfang sind eine gute Gelegenheit, die Beziehungen und die Verbundenheit zwischen den Ländern zu vertiefen“, sagte Niessl beim Empfang. Prof. Ing. Alfred R. Tombor Tintera, Honorarkonsul der Slowakei im Burgenland, sei dabei ein wichtiger Vermittler.


„Herzlichen Glückwunsch! Dies wird Ihr großer Glückstag. Sie haben 5000 Euro gewonnen!“ – Einklagbarkeit von Gewinnzusagen

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LR Verena Dunst, SPÖ

Seriöses Logo, professionell formulierter Text, sogar Briefpapier mit Prägedruck – alles deutete im Schreiben, welches Herr E. erhalten hatte darauf hin, dass er tatsächlich 5000 Euro bei einem Gewinnspiel gewonnen hatte.

Nachdem die erste Freude vergangen war, wurde Herr E. jedoch misstrauisch, weil er sich nicht mehr daran erinnern konnte bei einem Gewinnspiel mitgemacht zu haben. Aus diesem Grund wandte er sich an die KonsumentenschützerInnen des Landes Burgenland.

Gewinnzusagen werden immer wieder dazu benützt, um an Konsumentendaten heranzukommen bzw. Konsumenten für Werbefahrten zu gewinnen. Daher ist schon aus diesem Grund Vorsicht geboten. Darüber hinaus muss man sich im Klaren sein, dass heutzutage niemand etwas zu verschenken hat, besonders nicht an solche Personen, die an keinem Gewinnspiel teilgenommen haben.

Aus rechtlicher Sicht ist zunächst auf die Bestimmung im Konsumentenschutzgesetz (§ 5c) hinzuweisen. Dort heißt es sinngemäß, dass Unternehmer, die Gewinnzusagen an Verbraucher senden und durch die Gestaltung dieser Zusendungen den Eindruck erwecken, dass Verbraucher einen bestimmten Preis gewonnen haben, haben dem Verbraucher diesen Preis auch wirklich zu leisten. Dieser Preis ist auch einklagbar. Dabei ist entscheidend, dass aus der Zusendung der Gewinner eindeutig hervorgeht und nicht erst in einer noch durchzuführenden Ziehung oder auf andere Weise ermittelt werden muss!

Haben Sie keinen Zweifel an der Gewinnzusage, ist die Gewinnübergabe auch von keiner weiteren Ziehung abhängig und wollen Sie daher den Gerichtsweg bestreiten, sei jedenfalls darauf hingewiesen, dass ein derartiger Prozess ein nicht zu unterschätzendes Kostenrisiko in sich birgt und deshalb eine Prozessführung nur bei Vorliegen einer Rechtschutzversicherung zu empfehlen ist.

Herr E. verzichtete letztendlich auf die gerichtliche Einforderung seines „Gewinnes“, weil die Recherche der KonsumentenschützerInnen ergab, dass das Unternehmen nur aus einer Zustelladresse auf einer Südseeinsel besteht und somit das Prozessrisiko zu hoch wäre.

Beschwerden und Fragen können jederzeit an die KonsumentenschützerInnen des Landes (Tel. 057-600/2346) gerichtet werden.

 

 

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