Viel neues an Burgenlands Schulen

Eisenstadt, 25. 8. 2016 –

Schwerpunkte und Neuerungen im Schulbereich

LH Niessl: „Wir wollen das hohe Bildungsniveau im Burgenland weiter ausbauen. Die Verbesserungen im Schulbereich müssen bei den Kindern ankommen“

Für 32.375 SchülerInnen im Burgenland, unter ihnen 2.600 Erstklässler, beginnt am 5. September das neue Schuljahr. Über Schwerpunkte und Neuerungen im Schulbereich informierten Landeshauptmann Hans Niessl, Präsident des Landesschulrats, und der amtsführende Landesschulratspräsident Mag. Heinz Josef Zitz. So wird die tägliche Turnstunde in drei Viertel der burgenländischen Schulen eingeführt, das Schulstartgeld von 100 Euro wird weiter ausbezahlt, und die Nachmittagsbetreuung, die im letzten Schuljahr bei 35 % lag, ausgeweitet, die Digitalisierung wird ein weiterer wichtiger Schwerpunkt sein.

Motto: „Der Wohlstand eines Landes wird im Klassenzimmer entschieden“
„Das Burgenland ist ein Land der guten Bildung, das zeigen auch die österreichweiten Bildungstests, die hervorragende Ergebnisse für die burgenländischen Schülerinnen und Schüler gebracht haben. Und das belegt auch die Maturantenquote von 52 Prozent ganz eindrucksvoll. Wir arbeiten nach dem Motto ‚Der Wohlstand eines Landes wird im Klassenzimmer entschieden‘. Beste Bildung ist die Basis dafür, in einer wissensbasierten Wirtschaft bestehen zu können“, betonte Niessl. Zitz nennt als die drei großen Schwerpunkte, die sich der Landesschulrat für das kommende Schuljahr gesetzt hat, die Leseerziehung, wo es bereits durch die Tests belegte Erfolge gegeben habe, Bewegung, Sport & Gesundheitserziehung sowie Bildungsinnovation.

Tägliche Turnstunde in drei Viertel der Schulen
Im Rahmen der Schulautonomie wird gemeinsam mit dem Unterrichts- und mit dem Sportministerium ab dem kommenden Schuljahr die tägliche Turnstunde umgesetzt. „Das wird nicht von oben verordnet, sondern ist das Ergebnis einer Befragung der Schulen. Drei Viertel haben das bejaht“. Mit an Bord sind auch die drei Dachverbände, sie werden das notwendige Personal dafür anstellen. Darüber hinaus sei ein Projekt zur Gesundheitserziehung in den Schulen geplant, so Zitz.

Scherpunkt Kindergartenförderung sprachliche Ausbildung
Die weitere Förderung im Kindergarten bei einer Verlängerung der Betreuungszeiten, die sprachliche Ausbildung von Kindern mit Migrationshintergrund, aber auch von burgenländischen Kindern, seien wichtige Schwerpunkte im Kindergartenbereich. Weiterhin geben wird es das Schulstartgeld von 100 Euro.

Personalkostenförderung von max. 18.000 Euro für ganztägige Schulformen
Der Ausbau der ganztägigen Schulformen liegt Niessl besonders am Herzen. Auch für das neue Schuljahr wird es deshalb eine Personalkostenförderung für ganztägige Schulformen geben. Diese beträgt – im Rahmen einer 15a-Vereinbarung mit dem Bund – maximal 18.000 Euro je Schule. Im letzten Jahr habe es eine Betreuungsquote bei der Nachmittagsbetreuung von 35 % gegeben; diese will Niessl weiter erhöhen.

Forschung, Entwicklung, Innovation wird forciert
Die Strategie des lebenslangen Lernens, der Erwachsenenbildung, soll weiter verstärkt umgesetzt werden. In dem an der Fachhochschule in den letzten Jahren aufgebauten Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation soll es Strukturveränderungen geben. „Der Bereich muss weiter ausgebaut werden, im Rahmen der Fachhochschulen, aber auch der Wirtschaftsförderung“, fordert Niessl. „Wir brauchen mehr Vernetzung zwischen FH, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft. Dieser Transfer muss noch intensiver werden“.

Bedarfsorientierte Ausbildung für sichere Jobs
Die duale Ausbildung funktioniere auch im Burgenland sehr gut. Es wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um zu prüfen, wo welche Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Bei den Investitionen in die Berufsschulen Pinkafeld und bald auch Eisenstadt werde besonderer Wert auf höchste Standards gelegt. Die bedarfsorientierte Ausbildung erfolge in enger Abstimmung mit der Wirtschaft, der Industriellenvereinigung. Niessl: „Unser Ziel ist es, so auszubilden, dass die Menschen in Zukunft einen Job haben“. Die Facharbeiterausbildung sei ebenso ein wichtiger Schwerpunkt.

Pädagogische Hochschule: Kooperation mit Uni Klagenfurt
Im Bereich der Pädagogischen Hochschule wird die Kooperation mit der Universität Klagenfurt weiter verbessert, um die Anforderungen an die Mittelstufenlehrer im Hinblick auf die neuen gesetzlichen Bestimmungen auf den neuesten Stand zu bringen. Die Fort- und Weiterbildung der KindergartenpädagogInnen wird an der Pädagogischen Hochschule durchgeführt.  

Pädagogische Innovation österreichweit vorbildlich
Im Rahmen der Bildungsinnovation solle auf die digitalen Herausforderungen reagiert werden, andererseits pädagogische Innovation forciert werden, erklärt Zitz. „Die neuen Technologien erfordern eine Änderung in der PädagogInnenbildung“. Das Burgenland sei im digitalen Bereich schon angekommen: Bereits seit fünfzehn Jahren gebe es im Burgenland einen digitalen Schwerpunkt, früher als in anderen Bundesländern. Jede burgenländische Pflichtschule sei besser versorgt als in jedem anderen Bundesland, und jede Schule habe eine Breitbandanbindung. Dazu stelle das Burgenland in absoluten Zahlen 20 % aller ELSA-Schulen („E-Learning im Schulalltag“) österreichweit, und alle burgenländischen Bundesschulen seien im E-Learning-Cluster. Im Pflichtschulbereich stellt das Land Burgenland 500.000 Euro für die digitale Ausstattung in den Schulen zur Verfügung. Das Lernportal lms.at („Lernen mit System“), eine burgenländische Entwicklung, zähle 240.000 Benutzer österreichweit. Im Kalenderjahr 2015 seien 153 Millionen Webseitenaufrufe auf LMS.at gemessen worden, „das sind 3,3 mal so viele wie bei help.gv.at. LMS zählt damit zu den in Österreich am meisten genutzten Webangeboten“, freut sich Zitz. Und 90 % aller burgenländischen Volksschulen verwenden regelmäßig skooly.at.  

143 Mio. Euro Investitionen bis 2020
„Bis 2020 werden im Burgenland insgesamt 143 Mio. Euro in Schulen investiert“, so Niessl.

 

 

 

 

 

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