SPÖ: Tag der Fische, tägliche Turnstunde

Oberdorf, 22. 8. 2016 –

Internationaler Tag der Fische – Agrarlandesrätin trifft Aquakulturexperten im KOI in Oberdorf

LRin Verena Dunst, Mag. Markus Schrittwieser, MSc und Familie Dirnbeck geben Einblicke in die bgld. Fischzucht und Teichwirtschaft

Aquakultur ist ein absoluter Wachstumsfaktor, die Nachfrage nach Fisch boomt, doch die heimischen Produzenten können den Bedarf bei weitem nicht decken. Agrarlandesrätin Verena Dunst will deshalb die Aquakultur im Burgenland weiter stärken und ausbauen. „Frisch und schmackhaft, regional und gesund, das gilt besonders auch für den heimischen Fisch. Um aber den Konsumentinnen auch in Zukunft hochwertige Fischqualitäten zu liefern, braucht es den Einsatz jeder FischproduzentIn, um den Fischsektor im Burgenland und seine Wertschöpfung zu stärken“, betonte Dunst bei einer Pressekonferenz am Fischteich des Restaurant KOI – Kulinarik am Teich. Durch Förderungen, bessere Vernetzung und Ausbildung der ProduzentInnen soll dies gelingen.

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Lisi und Martha Dirnbeck (KOI – Kulinarik am Teich), Agrarlandesrätin Verena Dunst, Aquakulturexerte Mag. Markus Schrittwieser, MSc

Selbstversorgungsgrad erhöhen

65 Mio. Tonnen gezüchtete Fische, Muscheln und Krebse im Wert von 60 Mrd. Euro werden jährlich weltweit produziert. Aquakultur ist heute weltweit der am schnellsten wachsende Bereich der Lebensmittelproduktion. Geändertes Ernährungsbewusstsein hat zu einem bedeutenden Anstieg des Fischkonsums auch in Österreich geführt – jede/r ÖsterreicherIn isst jährlich durchschnittlich 8 kg heimischen Fisch. Im Burgenland gibt es 504 genehmigte Fischteichanlagen, die jährlich rund 3.800 Tonnen Fisch produzieren; das entspricht einem Selbstversorgungsgrad von lediglich 5 %. Dem stehen rund 70.000 Tonnen (Stand 2012) an ausländischer Importware gegenüber. Für Dunst und Aquakulturexperten und Tierarzt Mag. Markus Schrittwieser, MSc. ein Auftrag, die heimische Produktion anzukurbeln: „Unser Ziel muss sein, den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen“.

Bisher nur Einzelkämpfer

Die Fischzucht erfordert viel Wissen über die neuesten Methoden und Techniken, um im Wettbewerb gegen ausländische Konkurrenz zu bestehen. Bislang arbeiteten die heimischen Aquakulturbetriebe als Einzelkämpfer. „Wir brauchen mehr Vernetzung“, fordert Dunst. „Und es soll auch regelmäßige Informationsveranstaltungen für die Fischereibetriebe geben“. In einem derzeit abgehaltenen Grundkurs der LWK zum Thema Warmwasser-Kreislaufanlagen werden Kenntnisse in Veterinärrecht, Fischgesundheit, Hygiene, Wasserchemie, Fischbiologie, Anlagentechnik und Marketing vermittelt. Am 2. September wird es einen „Tag der Burgenländischen Teichwirtschaft 2016“ in der Messe Inform-Oberwart geben.

Beste Voraussetzungen im Burgenland

Das Burgenland biete die Voraussetzungen für die Produktion von erstklassigem Fisch: Reines Wasser, hohe Produktqualität, Naturschutz, kleinstrukturierte Betrieb und neue Technologien. „Diese Qualitätskriterien wollen wir verstärkt in den Vordergrund stellen, die Fischereibetriebe beim Ausbau der Qualitätsproduktion unterstützen und ihre Wettbewerbskraft weiter stärken“, so Dunst.

Förderung aus Europäischem Meeres- und Fischereifonds (EMFF)

Unterstützung für diese Maßnahmen gibt es aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF); für die Periode 2014 bis 2020 stehen daraus für ganz Österreich Fördermittel von insgesamt 13,9 Mio. Euro zur Verfügung – auf das Burgenland entfallen davon rund EUR 400.000,00. „Ich bin mit dieser Summe so nicht zufrieden, weil sie mir für den Standort Burgenland zu niedrig ist. Es wird meine Aufgabe sein, von den anderen Bundesländern nicht abgeholte Fördersummen zu transferieren, um die Aquakultur im Burgenland weiter auszubauen und zu stärken“, zeigt sich Dunst mit der aktuellen Aufteilung der Fördergelder unzufrieden.
Ziele sind die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und der Produktion, bessere Produktionsbedingungen, die Sicherung und der Ausbau des Beschäftigungsniveaus, bessere Haltungs- und Hygienebedingungen, höhere Produktdiversität, die Verringerung der Umweltbelastung sowie vermehrte Information der VerbraucherInnen über die Vorteile biologischer und regionaler Erzeugung.

Vier Projekte in Umsetzung

Die Agrarlandesrätin nennt vier Projekte, die derzeit bearbeitet und gefördert werden: Investitionen in die Verarbeitung und Vermarktung, ein Projekt „Bewusstsein für gesundes Essen“, Neuaufbau von Fischzuchtanlagen im Hinblick auf die Produktion und Vermarktung für die gehobene Gastronomie und die Sanierung von Fischteichen.


Eisenstadt, 22. 8. 2016 –

Tägliche Turnstunde: Zwei Drittel der Pflichtschulen nehmen an Pilotprojekt teil

Sportsprecher Hergovich: Burgenland als bildungs- & sportpolitischer Vorreiter

spö„Das von Landeshauptmann Hans Niessl und Sportminister Hans Peter Doskozil gestartete Pilotprojekt für die Realisierung der täglichen Turnstunde im Burgenland erweist sich als Erfolgsmodell. Dass sich auf freiwilliger Basis 180 der 240 Pflichtschulen zur Teilnahme gemeldet haben, ist eine großartige Bestätigung des Konzeptes“, zeigt sich SPÖ-Sportsprecher Klubobmann Robert Hergovich mehr als zufrieden mit der Resonanz auf das im Juni vorgestellte neue Angebot. Das Burgenland werde damit zum bildungs- und sportpolitischen Vorreiter in Österreich, so Hergovich: „Nach vielen Jahren vergeblicher Anläufe – auch aufgrund der fehlenden Budgetmittel – gelingt es im kommenden Schuljahr, die tägliche Sport- und Bewegungseinheit breitflächig in einem gesamten Bundesland umzusetzen. Das ist der erste große Schritt hin zur generellen Verankerung im österreichischen Schulwesen.“

Mit Beginn des nächsten Schuljahres wird den Kindern in den teilnehmenden öffentlichen Pflichtschulen im Burgenland eine tägliche Sport- und Bewegungseinheit garantiert. Ermöglicht wird die Umsetzung durch eine enge Zusammenarbeit mit den Sport-Dachverbänden, die zusätzlich zu den SportlehrerInnen auch eigens qualifizierte Bewegungschoaches zur Verfügung stellen.

Die Koordination liegt beim Landesschulrat, die Finanzierung läuft über das Sport- und Bildungsministerium. „Bewegung muss ein fixer Bestandteil im schulischen Alltag werden. Das ist sowohl für die Gesundheit der Kinder wichtig als auch für ihre Lern- und Aufnahmefähigkeit. Das Burgenland zeigt vor, wie dieses Gebot praxisnah in die Realität umgesetzt werden kann“, betont Hergovich.

Nach dem schwachen Abschneiden Österreichs bei den Olympischen Sommerspielen in Rio müssten auch sportpolitisch die Weichen in die richtige Richtung gestellt werden. „Alle Experten sind sich einig, dass der Schulsport in Österreich einen höheren Stellenwert bekommen muss. Auch für diesen Kurswechsel wird das Burgenland mit der täglichen Bewegungseinheit im Unterricht zum Test- und Hoffnungsgebiet“, glaubt der SPÖ-Sportsprecher: „Vor allem die Kooperation zwischen Schulen, Vereinen und Sportlern wird einen kräftigen Schub für eine qualitativ hochwertige Nachwuchsförderung bringen.“

 

 

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