Stopp dem Mietpreis-Wucher! ÖVP muss gesetzlicher Mietobergrenze endlich zustimmen!

Mattersburg, 18. 8. 2016 –

Mieten erneut Preistreiber – Wohnen wird zunehmend zum Luxus! Mietrechtsreform muss noch heuer kommen!

„Auch wenn die allgemeine Teuerung mit 0,6 Prozent auf vergleichsweise niedrigem Niveau bleibt, so ist das kein Grund zum Aufatmen! Denn Mieten zählen mit einem Plus von 2,7 Prozent erneut zu den Preistreibern! Auch die Betriebskosten für Mietwohnungen sind mit 1,6 Prozent erneut gestiegen. Ein gefährlicher Trend der seit Jahren anhält und Wohnen immer mehr zum Luxus macht! Denn betrachtet man die Jahre 2008 bis 2014, so sind die Mietpreise mit einem Plus von 28 Prozent richtiggehend ‚explodiert‘! Hier muss endlich gehandelt werden! Die ÖVP darf die längst überfällige Mietrechtsform nicht länger behindern! Es braucht eine wirksame, gesetzliche Mietobergrenze! Das neue Mietrecht muss noch in diesem Jahr beschlossen werden“, stellt Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) klar.

„Besonders sozial Schwächere leiden unter den steigenden Mietpreisen. Monat für Monat wenden sich verzweifelte SeniorInnen an den Pensionistenverband Österreichs, die größte und mitgliederstärkste Interessensvertretung der älteren Generation, und beklagen, dass sie nicht wissen wie sie sich die Miete für den nächsten Monat überhaupt noch leisten sollen! Wie eine Untersuchung der Arbeiterkammer ergab, geben die Mieter von privaten Altbauwohnungen – unter ihnen viele SeniorInnen – bereits fast die Hälfte ihres monatlichen Einkommens fürs Wohnen aus! Wollen SeniorInnen dann in eine kleinere, seniorengerechtere Wohnung umziehen, so scheitert dies häufig an den horrenden Maklerkosten! Das dürfen wir nicht länger zulassen“, so Glatz. Der Pensionistenverband Österreichs fordert daher ein Maßnahmenpaket für leistbares Wohnen!

Forderungen des Pensionistenverbandes für leistbares Wohnen:

• Ein einheitliches Mietrecht – klar, einfach und transparent: wie im Koalitionsabkommen paktiert!

• Klare gesetzliche Begrenzung der Mieten

• Ebenso klare Regeln für die Betriebskosten (durch u.a. Streichung der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus dem Betriebskostenkatalog)

• Keine Maklerkosten für MieterInnen – so wie seit 1. Juni 2015 in Deutschland.

• Schaffung einer klaren, gesetzlichen Regelung zur Wartungs- und Erhaltungspflicht

• Entfall der Mietvertragsgebühr für Junge, beim erstmaligen Mietvertragsabschluss sowie für Personen mit Einkommen und Pensionen unterhalb der Steuerfreigrenze

• Mehr Wohnbauförderung für den sozialen Wohnbau

• Die sofortige Umsetzung des Wohnbauprogramms

 

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