SPÖ: Faire Pendlerpauschale, Kassen- und Wahlärzte

Eisenstadt, 18. 8. 2016 –

Pendlerforum: Faire Pendlerpauschale ist großer Arbeitsschwerpunkt im Herbst

Sodl: „Kilometerbezogenes Pendlergeld für burgenländische Pendler gerechter!“

spö

LAbg. Bgm. Wolfgang Sodl, SPÖ

Eine faire Neugestaltung der Pendlerpauschale im Interesse burgenländischer PendlerInnen ist großer Schwerpunkt der Herbstarbeit des Pendlerforums Burgenland. Das kündigt dessen Obmann LAbg. Wolfgang Sodl an, der auch SPÖ-Pendlersprecher im Landtag ist. „Eine Weiterentwicklung der Pendlerpauschale hin zu einem kilometerabhängigen Pendlergeld ist notwendig und sinnvoll. Das wäre vor allem ein Akt der Fairness gegenüber burgenländischen Pendlern, die oft überdurchschnittlich weite Anfahrtswege zum Arbeitsplatz in Kauf nehmen müssen“, argumentiert Sodl. Das Pendlerforum werde in dieser Frage intensiv mit der SPÖ und der Arbeiterkammer zusammenarbeiten. „Wir werden unsere Forderung mit Nachdruck gegenüber dem zuständigen Finanzminister Schelling vertreten“, so Sodl.

Die letzte Reform der Pendlerförderung sei 2013 „auf halbem Weg stehen geblieben“, erläutert Sodl: „Damals wurde zwar – auch aufgrund des großen Drucks der SPÖ Burgenland -ein kilometerbezogener Pendler-Euro eingeführt. Als Basis wurde aber das alte System der Pauschale beibehalten. Genau dort liegt die große Ungerechtigkeit: Die Pendlerpauschale ist ein Freibetrag, der die Steuerbemessungsgrundlage vermindert. Dadurch profitieren Spitzenverdiener überdurchschnittlich. Diese Schieflage ist ungerecht.“

Das gesamte System der Pendlerförderung müsse auf einen kilometerabhängigen Absetzbetrag umgestellt werden sollte, fordert Sodl: „Jeder gefahrene Kilometer muss gleich viel wert sein. Über die Höhe der Pendlerförderung soll allein die Distanz zum Arbeitsplatz entscheiden. Vor allem burgenländische Pendler, die oft weite Strecken zurücklegen, würden deutlich profitieren“, betont Sodl und sieht auch keine budgetären Barrieren: „Diese Umstellung würde keine Mehrkosten für den Finanzminister bedeuten, aber mehr Fairness für Klein- und Mittelverdiener bringen!“

>> Erfolg: Weiter günstige Parkgaragen für Wien-Pendler

Als wichtigen Erfolg für burgenländische Pendler sieht Sodl die Weiterführung der Parkgaragen-Kooperation des Landes mit der WIPARK: Bis Juni 2017 können Burgenländer in Wien Parkgaragen-Plätze mit direkter Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz zu einem Sondertarif von 55 Euro/Monat bzw. 550 Euro/Jahr (in Verbindung mit Jahreskarte der Wiener Linien: 44 bzw. 440 Euro) mieten.

„Das ist ein maßgeschneidertes Angebot für jene PendlerInnen, die trotz Ausbau des öffentlichen Verkehrs nach wie vor auch ihren Privat-PKW nutzen müssen. Es ist erfreulich, dass diese von Landtagspräsident Christian Illedits initiierte Aktion um ein weiteres Jahr verlängert wurde“, betont der Obmann des Pendlerforums. Mehr Infos unter: www.b-mobil.info


SPÖ bekennt sich zum bewährten System aus Kassen- und Wahlärzten

KO Hergovich an VP-Wissenschaftsminister: „Mit mehr Studienplätze den Druck vom Kassenarztsystem nehmen!“

spoe

LAbg. KO Robert Hergovich, SPÖ

Die zuletzt aufgetauchte Einzelforderung nach Abschaffung der Wahlärzte lehnt SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich – ebenso wie schon zuvor SPÖ-Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos – ab: „Die SPÖ Burgenland bekennt sich zum guten Mix aus Kassen- und Wahlärzten. Dieses bewährte System sorgt für Versorgungssicherheit und Qualität bei der Versorgung der burgenländischen Patientinnen und Patienten.“ Es müsse jedoch für ausreichend Nachwuchs an Kassenärzten gesorgt werden um die umfassende Versorgung im vertragsärztlichen Bereich sicherzustellen, fordert Hergovich.

 

In den nächsten Jahren ist aufgrund der umgekehrten Alterspyramide mit einer großen Pensionierungswelle im ärztlichen Bereich zu rechnen. Daher sei jetzt für mehr Nachwuchs zu sorgen, so Hergovich: „Die ärztliche Versorgung darf nicht personell ausgedünnt werden. Um mit mehr Personal den Druck vom System aus Kassen- und Wahlärzte zu nehmen, muss der Wissenschaftsminister die Studiumsplätze in der Humanmedizin aufstocken. Gerade für den ländlichen Raum ist es wichtig, dass neben den wohnortnahen Krankenanstalten ausreichend niedergelassene Ärzte zur Verfügung stehen.“

Im Vergleich zur Jahrtausendwende absolvieren derzeit um ein Drittel weniger Studierende den Bereich Humanmedizin: Im Studienjahr 2000/2001 wurden noch 21.235 Studierende in diesem Bereich registriert, 2014/2015 waren es lediglich 13.351 Studierende.

 

 

Share Button

Schreibe einen Kommentar