SPÖ: Zickentaler Moorochse, Gemeinde Schutzgebiete, Mindestpension erhöhen, Gewalt-Frei

Eisenstadt, 12. 8. 2016 –

Genussregion „Zickentaler Moorochse“: Spezialitäten aus dem Landessüden in aller Munde

Ochs und Moor – im Einklang mit der Natur

Im südlichen Burgenland erstreckt sich zwischen den Orten Heugraben, Eisenhüttl und Rohr, rund um das Naturschutzgebiet „Auwiesen Zickenbachtal“, die Genussregion „Zickentaler Moorochse“. Hervorragende Spezialitäten werden hier im Einklang mit der Natur produziert.

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Agrarlandesrätin Verena Dunst, Dr. Jürgen Frank (Obmann Genuß Region Zickentaler Moorochse), Margaretha Reichtsthaler (Obfrau Genuß Region Österreich)

Agrarlandesrätin Verena Dunst würdigte die Arbeit der Mitglieder rund um Obmann Dr. Jürgen Frank, die mittels extensiver Rinderhaltung zum nachhaltigen Schutz des größten Niedermoores des pannonischen Raumes beitragen und dabei regional, hochwertiges und gesundes Rindfleisch produzieren. „Im südlichen Burgenland haben die Rinderhaltung, die Rinderzucht und der Rinderhandel eine jahrhundertelange Tradition. Die Genussregion „ Zickentaler Moorochse“ trägt aktiv dazu bei, dass dieses Brauchtum nicht in Vergessenheit gerät“, betont Landesrätin Dunst.

Als „Zickentaler Moorochse“ werden ausschließlich Ochsen der Rassen Galloway und Angus, sowie Kreuzungen beider Rassen, bezeichnet. Die Rinder beweiden die Randzonen rund um das Zickentaler Moorgebiet und tragen damit zum nachhaltigen Schutz des größten Niedermoores des pannonischen Raumes bei. Auf den Magerwiesen rund um das Moor weiden maximal 120 Ochsen- die Rinder haben damit eine Weideflächen von fast einem Hektar pro Tier zur Verfügung. „Die Tiere fressen ausschließlich saftiges Gras und duftendes Heu der naturbelassenen Wiesen und verbringen das ganze Jahr über im Freien. Wir haben uns dafür entschieden ausschließlich Ochsen einzustellen, da sie als besonders friedlich, genügsam, winterhart und außerordentlich anpassungsfähig gelten. Das Gebiet hier ist einmalig und der Moorochse daher eine einmalige und unverwechselbare Spezialität“ so Obmann Dr. Jürgen Frank stolz.

Neben dem Moorochsen bietet die Genussregion aber auch ein umfangreiches Besichtigungsprogramm rund um das Naturschutzgebiet. Unter dem Motto „Natur mit allen Sinnen genießen“ kann man Führungen durchs Moor, mit eigens dafür, ausgebildeten Moorbegleitern buchen. Im Anschluss laden die Buschenschanken vor Ort ein, die burgenländische Hausmannskost sowie Spezialitäten vom Moorochsen als auch Schmankerln aus der bäuerlichen Erzeugung zu verkosten. „ Es gibt zahlreiche Spezialitäten vom „Zickentaler Moorochsen“, da findet sich für jeden Geschmack etwas“, so Agrarlandesrätin Verena Dunst. Diese Spezialitäten reichen vom Frischfleisch bis zum Luftgetrockneten Moorochsenschinken bis hin zum Kochschinken. Das Fleisch findet außerdem seine Verwendung im burgenländischen Leberkäse und in diversen Wurstwaren.


Ein unberührtes Fleckchen Natur am Rande des Siegendorfer Nodbachs LAG nordburgenland plus fördert Schutzgebiete

Die Lokale Aktionsgruppe unterstützt nordburgenländische Gemeinden mit finanziellen Mitteln bei der Erhaltung schützenswerter Flächen. Die Marktgemeinde Siegendorf hat an der Initiative teilgenommen, und ihr Naturjuwel rund um den Nodbach als Gemeindeschutzgebiet ausgezeichnet.

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Siegendorfs Bürgermeister Rainer Porics und LAG-Obmann Landtagspräsident Christian Illedits

Siegendorf, 12.08.2016: In der Marktgemeinde Siegendorf befindet sich eines von insgesamt 21 Gemeindeschutzgebieten im nördlichen Burgenland. Im Rahmen der Initiative „Gemeindeschutzgebiete im Nordburgenland“ hat die Marktgemeinde das Gebiet rund um das Rückhaltebecken des Nodbachs im Süden der Gemeinde zu einem Schutzgebiet erklärt. Dieses ist durch den künstlich angelegten Teich vor allem für Wasserpflanzen ein Paradies. An den Sumpfwiesen rund um das Gewässer sind unter anderem die gefährdeten Pflanzen Gewöhnliche Strandsime oder Salz-Simse heimisch. „Unsere Initiative bietet Gemeinden in den Bezirken Mattersburg, Eisenstadt und Neusiedl am See die Möglichkeit auf kommunaler Ebene Schutzgebiete zu errichten. Damit wollen wir einen Beitrag zur Erhaltung wertvoller Naturlebensräume für Tiere und Pflanzen leisten“, erklärt LAG-Obmann Landtagpräsident Christian Illedits. Die Marktgemeinde Siegendorf war eine der ersten Gemeinden, die sich an der Initiative beteiligt hat. „In Siegendorf ist es uns durch die Errichtung eines Schutzgebietes gelungen den Bestand gefährdeter Pflanzen positiv zu beeinflussen“, informieren Illedits und Rainer Porics, Bürgermeister von Siegendorf.

Bevor das Naturjuwel als Schutzgebiet ausgezeichnet wurde, waren noch einige Maßnahmen wie z.B. die Rodung des Schilfs im Bereich der Wasserfläche oder das Pflanzen junger Bäume notwendig. Weiters wurden befestigte Wege errichtet, um die Naturflächen zu schützen. Rund 23.000 Euro wurden in die Errichtung des Schutzgebietes investiert. Von Seiten der Lokalen Aktionsgruppe wurde das Vorhaben der Marktgemeinde Siegendorf mit LEADER-Mitteln in Höhe von rund 18.500 Euro unterstützt. Dazu Illedits: „Für die Errichtung des Gemeindeschutzgebietes in Siegendorf konnten wir einen Fördersatz von 80 Prozent vergeben, das ist eine beträchtliche finanzielle Unterstützung, um auch in Zukunft ein Fleckchen unberührte Natur im Nordburgenland zu finden.“ Die Initiative „Gemeindeschutzgebiete im Nordburgenland“ findet auch in dieser Periode ihre Fortsetzung. „18 Gemeinden haben in der letzten Förderperiode bereits 21 Gemeindeschutzgebiete im Nordburgenland geschaffen, weitere werden demnächst mit der Umsetzung der Initiative starten“, so Illedits.


SPÖ: 20.000 Mindestpensionen im Burgenland auf 1.000 Euro anheben!

KO Hergovich: „Leistung der Arbeitnehmer, vor allem der Frauen, soll sich auch mit Blick auf die Pension lohnen.“

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LAbg. KO Robert Hergovich, SPÖ

Eisenstadt, 11. August 2016. – Die SPÖ bleibe dabei, die Teuerung bei allen Pensionen auszugleichen und kleine Pensionen darüber hinaus deutlich anzuheben, betont SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich: „Wir unterstützen SPÖ-Sozialminister Alois Stöger bei seinem Plan, die Ausgleichszulage – eine Art Mindestpension – auf 1.000 Euro anzuheben. Denn von der Anhebung würden im Burgenland rund 20.000 Pensionistinnen und Pensionisten profitieren, teils mit einem Pensionsplus von 117 Euro monatlich. Besonders Frauen, die lange bei niedrigem Einkommen gearbeitet haben, würden deutlich entlastet werden.“ Damit werde auch der Abstand zwischen Mindestpension und Mindestsicherung vergrößert, so Hergovich: „Es muss sichergestellt sein, dass sich die Leistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch mit Blick auf die Pension lohnt!“ Nach den ÖVP-Kürzungsplänen im Vorfeld des Pensionsgipfels im Februar, fordert der SPÖ-Klubchef nun auch die ÖVP auf, die Pensionserhöhung voll und ganz mitzutragen.

Mehr als ein Viertel der gut 80.000 Pensionistinnen und Pensionisten im Burgenland bekommen derzeit monatlich weniger als 1.000 Euro Pension, viele lediglich die Mindestpension von 882,78 Euro (brutto). Sie würden von der Erhöhung der Ausgleichszulage auf 1.000 Euro, 949 Euro netto nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge, direkt profitieren. Voraussetzung dafür sind 30 Beitragsjahre. „Diese Erhöhung ist leistbar! Denn das Pensionsantrittsalter steigt, die Budgetzahlen und der Bundeszuschuss zu den Pensionen bleiben stabil“, so Hergovich.

Beschlossen wurde dieses Vorhaben beim Pensionsgipfel im Februar. Zuvor hatte die ÖVP mit Angstmache Kürzungen bei den Pensionen verlangt, etwa beim Pensionskonto. „Die ÖVP wollte die damals mehr Beiträge für weniger Pension, Pensionsverluste von bis zu 26 % für heute junge Arbeitnehmer“, erinnert Hergovich, der damals schon gemeinsam mit der Gewerkschaft den ÖVP-Plänen eine Absage erteilt hat. Er fordert die ÖVP auf, gemäß dem Motto „Leistung muss sich lohnen“ die Pensionserhöhung nun mitzutragen und die Vereinbarungen im Interesse der burgenländischen Pensionisten nicht mehr aufzuweichen.


SPÖ Frauen Burgenland begrüßen die Anhebung der Mindestpension auf 1000 Euro

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LR Verena Dunst, SPÖ

„Ich begrüße das Vorhaben von Sozialminister Stöger, die Mindestpension um 117 Euro auf 1000 Euro anzuheben, weil Frauen davon am meisten profitieren! Wir SPÖ Frauen fordern seit geraumer Zeit eine Anhebung, da gerade Frauen aufgrund einer Teilzeitbeschäftigung oder einer niedrigeren Entlohnung oftmals nur geringe Pensionsansprüche haben. Die Umsetzung des beim Pensionsgipfels im Februar beschlossenen Vorhabens ist richtig und längst fällig“, lobt SPÖ Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst den Vorstoß.

 

Gleichzeitig weist Verena Dunst auch auf die weiterhin bestehende Forderung nach einem kollektivvertraglich festgelegten Mindestlohn von 1.700 Euro für eine Vollzeitbeschäftigung hin: „Auch der kollektivvertraglich festgelegter Mindestlohn ist noch ein offener Punkt, der so bald wie möglich behandelt werden muss. Wir sind der Meinung, dass man von seinem Einkommen und in weiterer Folge auch von seiner Pension leben können muss!“

Das Vorhaben, die Ausgleichszulage anzuheben, wurde beim Pensionsgipfel Ende Februar beschlossen. Nach Klärung der Details erwartet man den Gesetzesentwurf. Die SPÖ Frauen unterstützen die Pensionserhöhung, die vor allem für Frauen eine monetäre Erleichterung bringt.


Foto- und Zeichenwettbewerb „Gewalt-Frei“: Die besten Bilder wurden prämiert

Martina Dorner aus Markt St. Martin und Hannes Sommer aus Mörbisch dürfen sich über stattliche Geldpreise freuen

Frauenlandesrätin Verena Dunst und das Referat Frauenangelegenheiten der Burgenländischen Landesregierung schrieben zu Beginn des Jahres unter dem Titel „Gewalt-Frei!“ einen Jugendfoto- und Zeichenwettbewerb aus. Aus den zahlreichen Einsendungen wurden nun die beiden besten Werke ausgewählt und prämiert. Martina Dorner aus Markt St. Martin darf sich mit dem Bild „Gefangen im System der Gewalt“ über den 1. Preis und somit 700 Euro Preisgeld freuen. Der zweite Preis- 500 Euro- ging nach Mörbisch an Hannes Sommer und sein Bild „Trough the Eyes of a Girl“.

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Martina Dorner aus Markt St. Martin mit ihrem Bild „Gefangen im System der Gewalt“, Frauenlandesrätin Verena Dunst und Hannes Sommer mit seinem Bild „Trough the Eyes of a Girl“

Gewalt an Frauen und Mädchen ist leider immer noch traurige Realität. Laut jüngsten Erhebungen haben in Österreich 20 Prozent der Frauen und Mädchen seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. 15 Prozent der Frauen haben seit ihrem 15. Lebensjahr Stalking erlebt. Sexuelle, körperliche oder psychische Gewalt (auch Mobbing und Cybermobbing) gegen Frauen und Mädchen ist eine Menschenrechtsverletzung und stellt einen massiven Verstoß gegen das Recht auf Leben, Freiheit und Würde dar. „Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen und die Menschen dafür zu sensibilisieren, haben wir den Wettbewerb „Gewalt-frei!“ ausgeschrieben. Häusliche Gewalt ist kein Kavaliersdelikt und darf keinesfalls unter den Tisch gekehrt werden“, sagt Frauenlandesrätin Verena Dunst über die Beweggründe den Wettbewerb auszuschreiben.

Mitmachen durften alle Burgenländer und Burgenländerinnen im Alter von 14 bis 19 Jahren.
LRin Verena Dunst: „Ich war überwältigt von der Anzahl und vor allem von der Qualität der eingereichten Bilder. Daher haben wir uns entschlossen zwei Preise zu vergeben! Beeindruckend waren aber nicht nur die Bilder, sondern auch die Titel der Werke und die Geschichten, die hinter den Bildern stehen. Das zeigt, dass dieses Thema die jungen Menschen in unserem Land beschäftigt, sie sich viele Gedanken darüber machen und auf jeden Fall dazu beitragen wollen, Gewalt jeglicher Art zu verhindern.“

 

 

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