Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 5. 8. – 11. 8. 2016

Mattersburg, 12. 8. 2016 –

Kern, Kurz und Van der Bellen aktuell vorne.

ranking

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 05.08. bis 11.08.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Im Zentrum der innenpolitischen Diskussionen stand u.a. die Türkei-Politik der Bundesregierung. Bundeskanzler Kern hat einmal mehr bekräftigt, dass die EU die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abbrechen sollte. Es gehe um eine Grundsatzdiskussion, sagte er im ORF-Radio. Sollte die Türkei die Todesstrafe wieder einführen, sei das Thema aber ohnehin bald vom Tisch. Dies sei für alle EU-Staaten inakzeptabel. Gleichzeitig betonte der Kanzler, dass ein „Nein“ zu den Beitrittsverhandlungen einen „gemeinsamen Weg“ aber nicht ausschließe. Kern will nun in der EU Verbündete für seine Linie finden will.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dagegen will die Tür für weitere Beitrittsverhandlungen mit der Türkei nicht zuschlagen. Ein solcher Schritt wäre „ein schwerwiegender außenpolitischer Fehler“, sagte Juncker mit Blick auf entsprechende Forderungen Österreichs. Allerdings betonte Juncker, dass ein türkischer EU-Beitritt derzeit nicht infrage komme. Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im EU-Parlament, Elmar Brok, hatte schon zuvor die Absicht von Bundeskanzler Kern kritisiert. Man wolle jetzt nicht „eine Provokation auf die andere setzen“, so Brock. Lob kam dagegen von Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber. „Ich finde es gut, wenn man die Dinge beim Namen nennt, auch wenn sie als diplomatisch unklug bezeichnet werden“, sagte er bei einer Veranstaltung in München. Bundeskanzler Christian Kern und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hätten „außerordentlich klare Worte“ gefunden.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich die Klubobfrau der Grünen, Eva Glawischnig, auf Position fünf im Ranking.

Beim dritten ORF-„Sommergespräch“ zeigte sich Glawischnig überzeugt, dass der von den Grünen unterstützte Hofburg-Kandidat Alexander Van der Bellen bei der Stichwahlwiederholung erneut erfolgreich sein werde. Van der Bellen strahle im Gegensatz zu FPÖ-Kandidat Norbert Hofer „absolute Verlässlichkeit“ aus. Nur eine besonnene Persönlichkeit könne auch Sicherheit geben, so Glawischnig. Ziel der Grünen bei der nächsten Nationalratswahl sei es, eine Regierungsbeteiligung der FPÖ zu verhindern – und eine „neue Mehrheit jenseits von Rot-Schwarz zu ermöglichen“. Außer Frage stellte Glawischnig den Wunsch einer grünen Regierungsbeteiligung.

 

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