SPÖ: Zwergohreule, Wohnbauförderung, ländlicher Raum

Eisenstadt, 9. 8. 2016 –

Projekt – Zwergohreule

Eisenkopf: „Burgenländisches Artenschutzprojekt schafft nachhaltigen Lebensraum für kleinste heimische Eulenart“

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Andreas Ranner und Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf bei der Beringung einer jungen Zwergohreule in Forchtenstein.

Die Zwergohreule gilt in Österreich laut Roter Liste als „vom Aussterben bedroht“. Es gibt in Österreich nur mehr zwei bedeutsame Vorkommen, eines im Bezirk Mattersburg. Ein entsprechendes Artenschutzprogramm des Landes Burgenland stellt den Fortbestand, der kleinsten heimischen Eulenart, nachhaltig sicher. „Dank des Schutzprojektes und der zahlreichen Bemühungen der Naturschutzorgane kann der Zwergohreule ihr Lebensraum nach und nach zurückgegeben werden“, freut sich Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf. Mittlerweile hat sich im Bezirk Mattersburg wieder eine kleine Kolonie der Eulen angesiedelt.

Ein zentrales Element des Artenschutzprojektes ist die Zurverfügungstellung, Wartung und Kontrolle der Nistkästen. Durch die Nistkästen sollen den Eulen sichere Brutmöglichkeiten geboten werden, da natürliche Baumhöhlen immer seltener werden. Jährlich im Frühjahr wird die Bestandserfassung durchgeführt. Im Sommer werden die Nistkästen kontrolliert und die Jungvögel beringt. „Damit sollen auch wichtige Fragen geklärt werden, z.B. ob die die Eulen an ihre Geburtsorte zurückkehren“, betont Eisenkopf im Rahmen der jährlichen Bestandserfassung. Die Projektkosten für die Jahre 2015-2020 betragen 40.590 Euro.

Die Zwergohreule ist der einzige echte Zugvogel unter unseren Eulen. Sie überwintert im subtropischen Afrika, teilweise auch im Mittelmeergebiet, und kommt im April zu uns zurück. Die kleinste heimische Eulenart bewohnt abwechslungsreiches Kulturland und ist auf eine mosaikartige Landschaft mit vielen Strukturelementen angewiesen, v.a. Streuobstwiesen, Hecken, kleine Gehölze, Wiesen, Brachen. Sie ernährt sich überwiegend von großen Insekten (Heuschrecken, Nachtfalter, Käfer) und zu einem geringen Anteil von kleinen Wirbeltieren. Die Zwergohreule brütet in Baumhöhlen, nimmt aber auch entsprechend geeignete Nistkästen an. Ursprünglich war sie in Österreich weiter verbreitet. „Die Hauptrückgangsursache ist Lebensraumverlust, v.a. das Verschwinden von Streuobstwiesen durch Rodung oder Nutzungsaufgabe, die Umwandlung von extensiv genutztem Grünland in landwirtschaftliche Intensivflächen und der Rückgang an großen Insekten“, betont Naturschutz- und Vogelschutzexperte des Landes Burgenland Andreas Ranner.

Im Rahmen des burgenländischen Arten- und Lebensraumschutzprogrammes befinden sich derzeit rund 10 Projekte für gefährdete Tierarten in Umsetzung: Fischotter, Fledermäuse, Ziesel, Seeadler, Großtrappe, Zwergohreule, Steinkauz, Bienenfresser, Senfweißling und Flussmuschel.


Wohnbauförderung ist Konjunkturmotor und Garant für leistbares Wohnen

125 Mio. Euro stehen 2016 für Wohnbauförderung zur Verfügung

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LH Hans Niessl, SPÖ

Fast 20.000 Wohneinheiten (Eigenheime und Wohnungen) wurden von 2011 bis 2015 im Burgenland gefördert und dafür insgesamt 655 Mio. Euro aus den Mitteln der Wohnbauförderung zugesichert. Allein für 2016 stehen knapp 125 Mio. Euro für Wohnbauförderung zur Verfügung. „Die Wohnbauförderung ist ein wichtiger Konjunkturmotor und ermöglicht zudem leistbares und ökologisches, aber auch junges und betreutes Wohnen. Mietkosten von 5 Euro pro Quadratmeter sind bundesweit konkurrenzlos und unterstreichen, dass das Burgenland ein Musterland bei der Wohnbauförderung ist“, betont Wohnbaureferent Landeshauptmann Hans Niessl.

Handwerkerbonus weiter hoch im Kurs
Als „Renner“ hat sich auch heuer der burgenländische Handwerkerbonus erwiesen. Bis zu 5.000 Euro an nicht rückzahlbarer Förderung konnten private Hausbesitzer bei dieser Sonderaktion für die Sanierung oder Investitionen in die Barrierefreiheit lukrieren. Mit der bis Ende März laufenden Initiative sollten über die Wintermonate Anreize am Arbeitsmarkt gesetzt werden. 1.117 Förderanträge mit einem Fördervolumen von 1,051.599 Euro wurden heuer bewilligt.

Neubaudarlehen als Hauptfokus
Insgesamt 18,289.829 Euro wurden von den Beiräten vom 1.1. bis 30.6.2016 für 168 Anträge auf Neubaudarlehen bewilligt. Davon entfallen 5,374.901 Euro auf  die Errichtung von 132 Eigenheimen, 12,914.928 Euro wurden für den mehrgeschossigen Wohnbau zugesichert – das entspricht  261 geförderten Wohnungen und Reihenhäusern. „Mit den durch die Wohnbauförderung ausgelösten Beschäftigungseffekten schaffen und sichern wir rund 1.500 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft. Im Bereich der gemeinnützigen Bauträger werden mehr als 90 Prozent des gesamten Bauvolumens als Bauaufträge an heimische Firmen vergeben“, so Niessl.

Sanierungen
Neben der Neuschaffung von Wohnraum liegt ein weiterer Fokus der Wohnbauförderung auf der finanziellen Unterstützung von Sanierungsmaßnahmen. Bis Ende Juni 2016 langten 42 Anträge auf Sanierungsdarlehen (mit oder ohne grundbücherliche Sicherstellung) ein; 2,13 Mio. Euro beträgt die dafür bewilligte Fördersumme. Weitere 25 Anträge auf Zuschüsse für Einzel- oder umfassende Sanierungsmaßnahmen wurden positiv beschieden und dafür 136.000 Euro bereitgestellt.

Sicheres Wohnen
Einen weiteren Schwerpunkt der Wohnbauförderung stellt Sicheres Wohnen dar. „Die Sicherheit ist den Burgenländerinnen und Burgenländern ein großes Anliegen, deshalb fördern wir über diese Initiative die Installierung von Alarmanlagen und Sicherheitstüren“, so der Landeshauptmann. Bereits im 1. Halbjahr 2016 haben 362 Burgenländerinnen und Burgenländer von dieser Förderung Gebrauch gemacht. Mit 355 Anträgen entfällt der Löwenanteil auf den Einbau von Alarmanlagen, für die 297.454 Euro bewilligt wurden. Insgesamt wurden für den Bereich Sicheres Wohnen 301.691 Euro zugesichert.

Nicht rückzahlbarer Zuschuss für Sicherheitsmaßnahmen
Wurde der Einbau einer Sicherheitstüre nur bei Wohnungen gefördert, ist dies nach einer Novellierung auch bei Eigenheimen und Reihenhäusern möglich – allerdings nur bei gleichzeitigem Einbau einer Alarmanlage. Die Förderung besteht in jedem Fall aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuss. Förderanträge sind bei beim Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abt. 3 – Finanzen/Hauptreferat Wohnbauförderung, Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt einzubringen. Informationen und Anträge sind bei den Gemeindeämtern oder beim Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abt. 3 – Finanzen/Hauptreferat Wohnbauförderung, 7000 Eisenstadt, Europaplatz 1, Tel.: 057 600 DW 2800 erhältlich.


SPÖ: Stärkung des ländlichen Raums, fairer Finanzausgleich und Ausbau der erneuerbaren Energie

NRAbg. Preiner: „Die Wertschöpfung im ländlichen Raum muss gesichert sein“

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NR Erwin Preiner, BK Christian Kern

Bei einer Unterredung mit Bundeskanzler Christian Kern im Bundeskanzleramt hat heute der burgenländische Nationalratsabgeordnete und Bereichssprecher Erwin Preiner auf die Wichtigkeit des ländlichen Raums hingewiesen. „Der Ausbau der Infrastruktur, sprich Straße, Schiene und Breitbandinternet, sind überlebenswichtig für die ländlichen Regionen, speziell für das Burgenland“, so Preiner. Preiner verwies dabei auf den „Masterplan für ländliche Regionen“, der explizit im Regierungsprogramm verankert ist. Ein weiterer wichtiger Punkt in dem Zusammenhang ist der bevorstehende Finanzausgleich der Länder. „Jeder Bürger muss gleich viel wert sein“, fordert Preiner. Bei der erneuerbaren Energie sieht Preiner noch viel Potential. „Das Burgenland geht hier mit 412 Windrädern mit gutem Beispiel voran“, so der Nationalratsabgeordnete.

Rund zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung lebt in ländlichen Regionen. Die Wertschöpfung fließt aber all zu oft in städtische Gebiete. Aufgrund dessen hat die Bundesregierung einen Masterplan für den ländlichen Raum in das Regierungsprogramm aufgenommen, der die Stärkung der ländlichen Gebiete vorsieht. Ziel ist es, den Wohn-, Arbeits- und Erholungsraum für die ländliche Bevölkerung zu stärken und auszubauen. Wichtig ist hierbei die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und die Sicherung der Wertschöpfung in den jeweiligen Gebieten. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Erreichbarkeit, sprich der Ausbau der Infrastruktur wie Straße, Schiene und Breitbandinternet. Speziell für das Burgenland als „ländlichstes“ Bundesland stellt das eine Herausforderung dar. Preiner sieht hier das Burgenland als Ost-West-Drehscheibe, wo zwei wichtige Infrastrukturvorhaben rasch umgesetzt werden müssen: Zum einen der Schienenausbau im Südburgenland zwischen Hartberg und Szombathely und zum anderen die Verkehrsanbindung der Südost-Autobahn A3 nach Sopron. Ein weiterer entscheidender Punkt ist der Bürokratieabbau bei Betriebsansiedlungen. „Betriebsanlagengenehmigungen müssen durchforstet werden, um Doppel- und Dreifachgleisigkeiten zu vermeiden, denn neue Betriebe sind für Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Attraktivierung des ländlichen Raumes unerlässlich“, so Preiner. Ebenso erforderlich für die ländlichen Regionen ist die Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe. „Wir brauchen mehr Fördermittel um den Ausbau der biologischen Landwirtschaft und der Direktvermarktung zu intensivieren“, so Preiner. Preiner verweist in dem Zusammenhang auf die Kooperation von Direktvermarkter, Gastronomie und Tourismus wie sie z.B. die St. Martins Therme in Frauenkirchen und das Hotel Vila Vita Pannonia in Pamhagen bereits erfolgreich praktizieren.

Preiner: Finanzausgleich muss mehr Gerechtigkeit bringen

Zu den bevorstehenden Finanzausgleichs-Verhandlungen der Länder mit dem Bund stellt Preiner eines klar: „Jeder Bürger muss gleich viel wert sein! Die ungleiche Berechnung der Ertragsanteile einzelner Bundesländer bzw. Gemeinden muss geändert werden!“ Preiner hat in diesem Zusammenhang seine Heimatgemeinde Winden am See im Burgenland mit einer an Einwohnern vergleichbaren Gemeinde in Vorarlberg herangezogen und ist zu dem Schluss gekommen, dass die Vorarlberger Gemeinde pro Jahr € 360.000,- mehr vom Bund erhält als die Gemeinde Winden. „Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die unbedingt beseitigt werden muss!“, so Preiner.

Preiner: Erneuerbare Energie ist unsere Zukunft

Der Ausbau der erneuerbaren Energie ist ebenso im Masterplan für die ländlichen Regionen enthalten. Für Preiner ist diese Energieform unabdingbar für die Energiezukunft Österreichs. Der Nationalrat hat die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens von November 2015 am 8. Juli 2016 ratifiziert, sprich Österreich hat Verpflichtungen übernommen, insbesondere die CO2-Belastung deutlich zu reduzieren, um weniger Zertifikate teuer ankaufen zu müssen. Preiner sieht Österreich jetzt mehr denn je in der Pflicht. Als Vorzeigebeispiel nennt Preiner das Burgenland. Hier wird seit Jahrzehnten der Ausbau der Windenergie gefördert und vorangetrieben. Bereits 412 Windräder sind in den letzten 20 Jahren im Burgenland aufgestellt worden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist für Preiner, dass der Einspeisetarif verbessert oder zumindest auf dem jetzigen Niveau bleiben muss. „Das Ökostromgesetz hat sich künftig danach zu richten, um weitere Anreize im öffentlichen und privaten Bereich für erneuerbare Energie zu haben“, fordert Preiner.

Preiner: Punkto Sicherheit sind wir auf dem richtigen Weg

Angesichts der derzeitig angespannten internationalen Situation sei der österreichische Weg in Sachen Sicherheit vollstens zu begrüßen, meint Preiner. „Die Strategie der SPÖ, insbesondere von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil, ist hier die absolut richtige“, so Preiner. Rückführungen müssen genau so rasch wie möglich durchgeführt werden wie die Integration von Asylwerbern. Wobei für Preiner das Erlernen der deutschen Sprache und die Vermittlung der europäischen Werte dabei Grundvoraussetzung ist. Ebenso ist für Preiner die Ausbildungspflicht für alle, auch Österreicher, bis 18 Jahre z.B. in Lehrwerkstätten ein Gebot der Stunde. „Wir müssen die jungen Menschen in Arbeit bringen, um ihnen eine Perspektive zu geben, damit sie nicht auf falsche Gedanken kommen können“, so Preiner abschließend.

 

 

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