8. 8. 2016 – Polizei News

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Betrugsversuch bei einem international tätigen Unternehmen aus dem Bezirk Oberwart

CEO-Betrug – In diesem Fall gaben sich die Täter als Firmenchef aus und wollten eine Mitarbeiterin zu Geldüberweisungen verleiten.

In betrügerischer Absicht versuchten unbekannte Täter über eine Mitarbeiterin eines international tätigen Unternehmens mit Sitz im Bezirk Oberwart eine Auslandsüberweisung durchführen zu lassen. Dabei übermittelten die Täter an die Firmenanschrift ein Mail mit der Absenderadresse des Geschäftsführer (chief executive officer – CEO), welcher sich im Ausland befand. In diesem Mail wurde die Angestellte beauftragt, dringend eine Auslandsüberweisung von Euro 20.000 an eine Adresse in den USA/Houston durchzuführen. Obwohl von der Firmenleitung durchaus Überweisungen per Mail angeordnet werden, war die Mitarbeiterin hinsichtlich dieser Überweisungsanordnung misstrauisch und führte keine Überweisung durch.

 

Nach Abklärung des Sachverhaltes mit dem Geschäftsführer des Unternehmens wurde die Anzeige erstattet.

Die Landespolizeidirektion Burgenland warnt vor dieser neuen Betrugsmasche. Da diese Betrugsform nach dem gleichen Modi Operandi – Täter versuchen am Telefon oder per Mail, Unternehmen zu Auslandsüberweisungen zu verleiten – abläuft, werden nachstehende Präventionstipps vorgestellt:

  • Erhöhte Aufmerksamkeit bei E-Mails, in denen die Überweisung hoher Summen gefordert wird.
  • Zahlungsanweisungen per E-Mail hinterfragen, auch wenn sie über das interne Firmennetz versendet werden.
  • Überprüfen, ob der im Feld „Empfänger“ angezeigte Name auch zu der „dahinter“ befindlichen Mail-Adresse gehört. Bei vielen E-Mail-Programmen werden Name und Adresse angezeigt, wenn man mit dem Mauszeiger über den angezeigten Namen fährt.
  • Form und Schreibweise in solchen Anweisungen beachten: schlechte Übersetzungen und Rechtschreibfehler sind ein Indiz für Betrugsfälle.
  • Wer bereits eine Überweisung veranlasst hat, soll mit der Bank die Möglichkeit einer Rückbuchung erörtern.
  • Klare, transparente Regeln im Unternehmen –  Mitarbeitersensibilisierung.
  • Strikte Einhaltung eines Vier-Augen-Prinzips bei Geldzahlungen.
  • Rasche Mitarbeiterinformation bei verdächtigen E-Mails oder anrufen.
  • Festlegen von Höchstgrenzen für Überweisungen.
  • Festlegen von Vorgehensweisen für Entscheidungen (z. B. Geschäftspartner ändert seine Kontonummer).
  • Wer geschädigt wird, sollte umgehend eine Anzeige in einer Polizeiinspektion oder unverzüglich unter 059133 erstatten.

Kite-Unfall

Am 6. August 2016, gegen 17:30 Uhr, ereignetes sich auf dem Neusiedlersee im Gemeindegebiet von Podersdorf, Bezirk Neusiedl am See, ein Kite-Unfall. Ein 54-jähriger Mann aus Podersdorf prallte aus ca. 10m Höhe auf die Wasseroberfläche und erlitt schwere Verletzungen im Brustbereich. Er konnte sich noch selbst an das Seeufer retten. Der Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.


Einbruchsdiebstahl

In der Nacht von 5. auf 6. August 2016 wurde in zwei Container in Podersdorf, Bezirk Neusiedl am See, eingebrochen. Bisher unbekannte Täter haben die zwei Container, in welchen Surfartikel gelagert wurden, aufgebrochen. Eine Fahndung wurde eingeleitet.


PKW-Einbruch in Güssing

 Am 7. August 2016 stellte ein Ehepaar aus dem Bezirk Fürstenfeld (Stmk.) ihren PKW auf einem Parkplatz in Güssing ab. Als sie zum PKW zurückkehrten bemerkten sie, dass vorerst unbekannte Täter ihren PKW aufgebrochen hatten. Für diesen Einbruch verwendeten die Täter einen mitgebrachten Schraubenzieher. Aus dem Auto stahl der oder die Täter eine Handtasche. Die weitere Amtshandlung wird vom koordinierten Kriminaldienst im Bezirkskommando Güssing durchgeführt.

Das Auto ist kein Tresor!

Mit einfachen Tipps können sie verhindern, Opfer von Einbruchsdiebstählen in Pkw`s zu werden:

  • Stellen sie ihr Fahrzeug, wenn möglich in bewachten Bereichen oder zumindest in frequentierten Bereichen ab.
  • Lassen sie keine Gegenstände sichtbar im Fahrzeug liegen. Ein Auto ist kein Tresor!
  • Nehmen sie wertvolle und schützenswerte Gegenstände, wie zum Beispiel Ausweise, Kfz-Papiere, Handtaschen, Laptoptaschen, Fotoausrüstung, Mobiltelefone, Navigationsgeräte und ähnliches mit.
  • Sperren sie ihr Fahrzeug nach jedem Verlassen ab und prüfen Sie nach, ob es tatsächlich versperrt ist.
  • Überprüfen Sie die Schlösser regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit
  • Sichern sie auch am Dach montiertes Ladegut.

Die Spezialisten der Kriminalprävention in der Landespolizeidirektion Burgenland stehen gerne mit unabhängiger und kompetenter Beratung zur Verfügung.


Zehn Hunde gerettet

Beamte der Polizei Nickelsdorf hielten gestern, gegen 07:10 Uhr, einen Kastenwagen mit französischem Kennzeichen an. Der 41-jährige Franzose wollte auf der Autobahn A4 in Nickelsdorf, Bezirk Neusiedl am See, in das Bundesgebiet einreisen. Im Fahrzeug befanden sich weitere sechs Insassen und alle wiesen sich mit gültigen Reisedokumenten aus. Bei einer Nachschau im Laderaum fanden die Polizisten acht, zum Teil mit Tüchern abgedeckte Transportboxen. Für die Boxen stand lediglich Platz mit den Abmessungen von 160 x 160 cm zur Verfügung. Auch fehlte die erforderliche Frischluftzufuhr. In diesen Behältnissen waren acht Hunde (zwischen 2 und 11 Jahre alt) unterschiedlichster Rassen eingesperrt. Im Fußraum wurde ein weiterer Hund einer unbekannten Rasse transportiert. Weiters saß ein Chihuahua  auf der Rücksitzbank. Die Hunde waren größtenteils in erbärmlichem Zustand und zeigten Verletzungen, Ausschläge, Verkrustungen, Stellen ohne Fell und sogar fehlende Ohren. Der 41-jährige Lenker gab an, die Hunde in Serbien übernommen zu haben. Die Tiere wurden angeblich im Internet bestellt und er fungiere als Kurier. Der Amtstierarzt wurde verständigt und stellte fest, dass die Transportkäfige nicht geeignet waren. Auch konnte der Franzose keinen Befähigungsnachweis für diesen Tiertransport vorweisen. Für die Vierbeiner fehlten auch die erforderlichen  Dokumente und Impfungen lagen schon viel zu lange Zeit zurück. Die Hunde wurden einem Tierheim in Nickelsldorf übergeben und werden dort angemessen versorgt. Eine Sicherheitsleistung in der Höhe von 2000 Euro wurde eingehoben und die Weiterfahrt wurde untersagt. Der Franzose wurde angezeigt.


Zwei Boote aus Seenot gerettet

In den letzten Tagen retteten Beamte der Polizei Rust zwei Boote aus einer Seenot. Am 5. August 2016, gegen 10:00 Uhr, fuhren ein Wiener Ehepaar (66-jährige Frau und 70-Jähriger Mann) mit einem geliehenen Elektroboot aus der Ruster Bucht und verständigten nach auftretenden Problemen mittels Mobiltelefon zunächst die Betreiber des Bootsverleihs. Sie würden nicht mehr zurückfinden. Diese begannen mit der Suche, die jedoch negativ verlief. Die Polizei Rust wurde verständigt und nahm die Such auf. Im Bereich der biologischen Station Illmitz fanden die Beamten  (Boot Rust 1) die Eheleute. Das Boot war aufgesessen und nicht mehr manövrierfähig. Aufgrund der geringen Tiefe konnte das Polizeiboot nicht nahe genug zufahren, weshalb die Feuerwehr verständigt wurde. Mit einem Spezialboot der Feuerwehr wurde das E-Boot samt Insassen in den Hafen gezogen. Da widrige Wetterverhältnisse herrschten, waren die zwei bereits unterkühlt und wurden von Sanitätern der Rettung versorgt.

Gestern, gegen 12:50 Uhr, kenterte in der Kanaleinfahrt von Oggau, Bezirk Eisenstadt-Umgebung ein Segelschiff mit vier Passagieren (zwei Frauen 29 und 37 Jahre alt und zwei Männer 33 und 36 Jahre alt). Die verunglückten Wiener konnten noch Polizei und Feuerwehr verständigen. Beamte der Polizei Rust (Boot Rust 1) begaben sich einsatzmäßig zum Unglücksort und bargen gemeinsam mit der Feuerwehr, die im See schwimmenden Segler. Sie waren bereits erschöpft und unterkühlt. Der Segler wurde ausgepumpt und wie die vier Verunglückten in den Hafen Oggau gebracht.


Urlaubsgast bei Sturz in Bachbett ertrunken

Ein Tiroler Urlaubsgast ertrank am 6. August 2016 zwischen 01:00 Uhr und 08:50 Uhr im Tschabach (Gemeindegebiet von Jormannsdorf) Bezirk Oberwart. Laut Zeugenaussagen verließ der 71-jährige Tiroler aus dem Bezirk Kufstein ein Gasthaus in Jormannsdorf und dürfte auf dem Weg in sein Hotel in das Bachbett gestürzt sein. Der intervenierende Gemeindearzt stellte Tod durch Ertrinken fest. Fremdverschulden kann ausgeschlossen werden.

 

 

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