Politikerranking – Top Medienpräsenz vom 29. 7. – 4. 8. 2016

Mattersburg, 4. 8. 2016 –

Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 29.07. bis 04.08.2016 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

pr

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Der Regierungschef hat am Wochenende auf die Vorwürfe des türkischen Präsidenten Erdogan reagiert, wonach Türken in Österreich und Deutschland nicht demonstrieren dürften. Diese Behauptung sei „schärfstens zurückzuweisen“, so Kern. In einem ZIB2-Interview am Mittwoch hat Kern die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei infrage gestellt. Der Kanzler sprach sich dafür aus den „Reset-Knopf“ zur drücken. Aus seiner Sicht seien die Beitrittsverhandlungen mittlerweile nicht mehr als eine „diplomatische Fiktion“. „Diese Beitrittsverhandlungen sind im Moment sehr hohl, in Wahrheit passiert da im Moment kein substanzieller Fortschritt“, so Kern. Ungeachtet der seit Jahren laufenden Verhandlungen habe man sich dem Ziel nicht angenähert. Die „ehrliche Conclusio“ könne somit nur lauten: „Es gibt in Wahrheit keine realistische Beitrittsperspektive.“ Gleichzeitig betonte Kern aber die Wichtigkeit der Türkei in sicherheits- und integrationspolitischen Fragen.

Die Türkei reagierte scharf auf Kerns Aussagen. Außenminister Cavusoglu bezeichnete sie als „besorgniserregend“. Europaminister Celik warf dem SPÖ- Politiker sogar vor, sich die Diktion von „Rechtsextremen“ zu eigen zu machen. EU-Kommissionspräsident Juncker lehnt einen Abbruch der Beitrittsgespräche mit der Türkei ab. Ein solcher Schritt wäre ein „schwerwiegender außenpolitischer Fehler“, so Juncker.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich NEOS-Obmann Matthias Strolz auf Platz fünf im Ranking.

Der 43-Jährige war am Montag Gast bei den ORF-„Sommergesprächen“. Neben außenpolitischen Themen stand auch das Selbstverständnis der NEOS im Mittelpunkt. Strolz sieht die Partei „gereift“, generell sei es aber als kleine Oppositionspartei „schwierig“, weil man oft nicht gehört werde. Als „erste Bürgerbewegung im Parlament“ schiele NEOS nicht nur auf Stimmen, sondern wolle „den Anliegen der Menschen die Stimme geben“. Dazu müsse man „manchmal laut sein“, so Strolz. Der NEOS-Obmann lud insbesondere die Regierungsparteien ein, die Opposition „einzubinden“, es könne nicht sein, dass 50 Prozent der Parlamentarier „für den Papierkram arbeiten“.

 

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