SPÖ: Gedenkstein bei Kulmhof, Wahlärzte, Arbeitszeit

Lodz, 4. 8. 2016 –

Landtagspräsident enthüllt Gedenkstein bei Kulmhof

Sarközis letztes Projekt zum Gedenken an ermordete Burgenland-Roma in Polen präsentiert

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Landtagspräsident Christian Illedits kündigt die Enthüllung des Gedenksteines an

Im Zuge einer Gedenkfahrt enthüllte Landtagspräsident Christian Illedits, gemeinsam mit seiner Kollegin aus der Steiermark, Dr. Bettina Vollath, einen Gedenkstein. Gewidmet ist dieser über 4.000 österreichischen Roma und Sinti, die unter dem Naziregime nach Polen verschleppt und ermordet wurden. Als sein letztes Projekt im Kampf gegen die Diskriminierung von Minderheiten gilt der Gedenkstein zugleich Prof. Rudolf Sarközi. Erst im Mai ist der Obmann des Kulturvereines Österreichischer Roma verstorben. Namens des Burgenlandes ehrte Illedits drei Polinnen und Polen für ihre besonderen Verdienste um das Gedenken an burgenländische Roma.

 

Als ehemaliger Schauplatz der NS-Vernichtungspolitik, ist Polen der bedeutendste Ort des Gedenkens an die Opfer des Nazi-Regimes. An vier historischen Stätten fand sich eine burgenländische Delegation, an der Spitze Landtagspräsident Christian Illedits, ein um die Erinnerung an die vor 75 Jahren verschleppten und ermordeten österreichischen Roma und Sinti zu wahren.

Ihren Ausgangspunkt nahm die Gedenkfahrt im Rahmen des „Internationalen Roma-Gedenkens“ im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Das Datum erinnert an die Liquidierung des „Zigeuner(familien)lagers“ im Jahr 1944. Das ehemalige Ghetto Litzmannstadt erinnert noch heute an die Verschleppung von über 5.000 burgenländischen und steirischen Roma und Sinti. Viele von ihnen liegen heute am nahegelegenen jüdischen Friedhof in Lodz begraben, wo vor fünf Jahren eine Gedenktafel angebracht wurde. In diesem Zusammenhang erkannte Landtagspräsident Christian Illedits die besonderen Verdienste von drei Polinnen und Polen an, die sich um das Gedenken an die Burgenland-Roma verdient machten. Sie erhielten ein Ehrenzeichen des Landes Burgenland.

Im Rahmen einer großen Gedenkfeier enthüllten Landtagspräsident Illedits und die steirische Landtagspräsidentin Bettina Vollath, schließlich einen Gedenkstein am Rande des Roma-Massengrabes im Wald bei Chelmo. 4.300 Roma und Sinti aus dem Burgenland und der Steiermark wurden im Januar 1942 zunächst aus dem Ghetto Litzmannstadt verschleppt und hier in so genannten Gaswagen ermordet. Nur etwa 400 der ursprünglich 7.000 Roma und Sinti überlebten den Holocaust. Der Gedenkstein mit der Inschrift „Gewidmet allen, die als ganze Familien in den Himmel gezogen sind…“ war das letzte Projekt Rudolf Sarközis.

So wie sich der Obmann des Kulturvereines Österreichischer Roma und Sinti erfolgreich für deren Anerkennung als Volksgruppen einsetzte, kämpfte er bis zu seinem Tod im vergangenen März für die gesellschaftliche Gleichbehandlung der Roma und Sinti. Über die Landesgrenzen hinaus setzte Sarközi wegweisende Impulse im Bereich des Miteinander und Füreinander. „Die Politik ist es den Errungenschaften Sarközis schuldig, seine Ziele im Hinblick auf die gesellschaftliche Gleichstellung von Minderheiten weiterzuverfolgen,“ so Illedits.


Eisenstadt, 4. 8. 2016 –

Darabos lehnt Vorschlag für die Abschaffung von Wahlärzten ab

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LR Mag. Norbert Darabos, SPÖ

Die Forderung von SPÖ Gesundheitssprecher Michael Spindelberger, das Wahlarztsystem abzuschaffen, lehnt der burgenländische Gesundheits- und Soziallandesrat Norbert Darabos vehement ab. Aufgrund des in den letzten Jahren festzustellenden stärkeren Wachstums des Wahlarztbereichs, wäre in den Augen von Darabos, eine Diskussion über Maßnahmen zur Regelung des Wahlarztbereichs längst überfällig.

„Als burgenländischer Gesundheits- und Soziallandesrat lehne ich den Vorschlag von SPÖ Gesundheitssprecher Michael Spindelberger, das Wahlarztsystem abzuschaffen, ganz klar ab. Wir brauchen eine intensivere Kooperation zwischen den niedergelassenen Ärzten, die auch ergänzende Synergien schaffen kann“, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos. Eine Abschaffung des Wahlarztsystems wäre vor allem für den ländlichen Bereich problematisch, da sich dadurch noch weniger Ärzte ansiedeln würden.

„Das System hat sich bewährt und es zeigt sich immer wieder, dass ein Mix aus Kassen- und Wahlärzten der richtige Weg ist. Zudem wird den PatientInnen ein Teil der Behandlungskosten rückerstattet“, so Darabos. Außer Frage steht jedenfalls, dass die Sicherstellung einer umfassenden Versorgung im vertragsärztlichen Bereich im Vordergrund steht.


Arbeitszeit: ÖVP will Arbeitnehmer noch mehr in die Knie zwingen

LGF Schuster: „Die ÖVP verabschiedet sich immer mehr von der arbeitenden Bevölkerung hin zur Lobby der Unternehmer“

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LGF Helmut Schuster, SPÖ

Die SPÖ ist der Gegenpol zur neoliberalen Linie der ÖVP. Das bestätigen wieder einmal die Aussagen von ÖVP-Obmann Thomas Steiner bezüglich Flexibilisierung der Arbeitszeit. „Steiner schaut erneut nur auf die Unternehmer und nicht auf die Arbeitnehmer. Im Endeffekt bestimmt nach Steiners Vorstellungen nur noch der Arbeitgeber von wann bis wann gearbeitet wird“, kritisiert SPÖ-Landesgeschäftsführer Helmut Schuster. Auch die Aussage Steiners, dass die Landesregierung nichts gegen die Arbeitslosigkeit mache, widerlegt Schuster. „Steiner dürfte entgangen sein, dass die gesetzten Maßnahmen des Landes zu greifen beginnen“, so Schuster.

 

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen, dass sich der Arbeitsmarkt langsam, aber doch in eine positive Richtung entwickelt. Zudem weist das Burgenland die höchste Beschäftigung seit dem Bestehen des Bundeslandes auf. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den Bezirken Oberpullendorf und Mattersburg. „Und außerdem versucht das Land mit Maßnahmen im Rahmen der Ausbildungsgarantie für junge Menschen oder Förderprogrammen für ArbeitnehmerInnen über 50 dem Trend der steigenden Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken“, so Schuster abschließend.

 

 

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