4. 8. 2016 – Polizei News

 

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Trickbetrug im Bezirk Neusiedl am See

Drei Unbekannte stahlen gestern, gegen 13:00 Uhr, bei einem Trickbetrug in einem Kaufhaus im Bezirk Neusiedl am See, Bargeld. Zunächst betraten eine etwa 40-jährige Frau (mit schwarzen Haaren und mit dunkler Bluse bekleidet) sowie ein etwa 35- bis 45-jähriger Mann (ebenfalls mit schwarzen Haaren und dunklem Hemd) das Geschäft. Sie kauften Waren im Wert von 10 Euro und der Mann wollte mit einem 500 Euroschein bezahlen. Beim Wechseln wollte der Verdächtige immer andere Scheine zurück und kundschaftete so offenbar den Inhalt der Kassenlade aus. Die beiden verließen dann wieder das Geschäft. Die 40-Jährige kam in weiterer Folge mit einer etwa 20-jährigen Frau erneut in das Geschäft und lockte den geschädigten Geschäftsinhaber mit Fragen zu Produkten immer weiter vom Kassenbereich weg. Währenddessen wurden vermutlich von der 20-Jährigen Bargeld aus der Kasse entwendet. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt. Sollten in den letzten Tagen ähnliche Diebstähle bekannt geworden sein, bittet die Polizei um Hinweise an die Telefonnummer 059133 1151 oder jede andere Polizeidienststelle.


Schlepper im Gemeindegebiet von Andau festgenommen (Bez. Neusiedl am See)

24-jähriger Iraker wird verdächtigt, 15 Männer, Frauen und Kinder über die Grenze geschleppt zu haben.

In den Morgenstunden des 3. August 2016 wurden durch eine Polizeistreife in einem Weingarten im Gemeindegebiet von Andau (Bez. Neusiedl am See) Personengruppe ersehen. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass diese Personengruppe, bestehend aus fünf Männer, fünf Frauen und fünf Kinder – diese stammen aus dem Iran und Irak – kurze Zeit zuvor von einem Schlepper auf ungarischer Seite ausgesetzt wurden.

Im unmittelbaren Nahebereich dieser Amtshandlung wurde durch Organe des österreichischen Bundesheeres ein PKW mit ungarischem Kennzeichen angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Dieses Fahrzeug wurde von einem 24-jährigen irakischen Staatsangehörigen gelenkt. Der Lenker konnte sich nicht ausweisen bzw. konnte nicht die für die Einreise bzw. deren Aufenthalt im Bundesgebiet erforderlichen Dokumente vorweisen. Da nun der Verdacht bestand, dass diese Person unrechtmäßig ins Bundesgebiet eingereist ist, wurde der Iraker den Polizeiorganen übergeben.

Im Zuge der polizeilichen Befragungen führten die geschleppten Personen aus, dass sie mit dem vom 24-jährigen Iraker gelenktem Fahrzeug zur österreichisch/ungarischen Grenze gebracht wurden. Der der gewerbsmäßigen Schlepperei verdächtigte irakische Staatsangehörige bestritt bei der polizeilichen Einvernahme jeglichen Tatzusammenhang.

Die nunmehr unrechtmäßig im Bundesgebiet aufhältigen Personen bzw. unrechtmäßig eingereisten Personen wurden in das Competence-Center Eisenstadt und Schattendorf verbracht.

Seitens der Staatsanwaltschaft Eisenstadt wurde die Anzeige auf freiem Fuß angeordnet.


Ruhezeiten nicht eingehalten – Reisebus fast 70 Stunden ohne Pause unterwegs

Ein neues Equipment der Landesverkehrsabteilung Burgenland brachte gestern Erfolg bei der Kontrolle eines Reisebusses. Eine spezielle Software macht es möglich, die Aufzeichnungen der Tachografen von LKW und Bus rückwirkend für 28 Tage auszuwerten.

Am 03.08.2016, um 13:00 Uhr, wurde von einer Polizeistreife auf der A4 bei der Grenzübertrittsstelle Nickelsdorf ein rumänischer Reisebus für eine Verkehrskontrolle angehalten. Im Reisebus befanden sich 56 Fahrgäste auf der Linienfahrt von England (Manchester) über Österreich nach Rumänien (Braila).

Im Zuge dieser Verkehrskontrolle wurde festgestellt, dass die Daten der vorgelegten Fahrerkarten (elektronische Tachografenscheibe) nicht mit dem tatsächlichen Einsatz übereinstimmten. Mittels des neuen, vom Land Burgenland zur Verfügung gestellten Software ist es möglich, die Aufzeichnungen der Tachografen bei Bus und LKW rückwirkend für 28 Tage, auszuwerten.

Bei dem angehaltenen Reisebus konnte festgestellt werden,  dass insgesamt sechs rumänische Lenker abwechselnd seit dem 30.07.2016, um 15:40 Uhr, bis zum Kontrollzeitpunkt am 03.08.2016, um 13:00 Uhr, ununterbrochen ohne Ruhezeit den Reisebus lenkten. Dies entspricht einer Einsatzzeit der Lenker von 69,2 Stunden. Im vorgenannten Zeitraum wurde lediglich eine Ruhepause (Stillstand des Fahrzeuges) von 5 Stunden eingelegt. Zwei der mitgereisten Lenker verließen bereits an der ungarisch/österreichischen Grenze das Fahrzeug. Die vier im Omnibus verbliebenen Lenker fuhren somit die Strecke von Braila (Rumänien) nach Manchester (England) und wieder zurück bis zum Kontrollort Nickelsdorf. Von den Angezeigten wurde eine Distanz von 4.989 km zurückgelegt. Den vier Lenkern wurde die Weiterfahrt untersagt und die erforderliche Ruhezeit angeordnet.

pn

 

 

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