ÖVP: Digitalisierung nicht verschlafen, Rot-Blau pfeift

Eisenstadt, 1. 8. 2016 –

Vom Winterschlaf in die Zukunft – Rot-Blau darf die Chancen der Digitalisierung nicht verschlafen

Rot-Blau darf die Chancen der Digitalisierung nicht verschlafen. Das sagen Klubobmann Christian Sagartz und Jugendsprecher Patrik Fazekas bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag mit kritischem Blick auf den digitalen Fortschritt im Burgenland. „Der digitale Markt kann ein riesiger Wachstumsfaktor sein und viele neue Jobs schaffen. Dazu müssen Chancen wahrgenommen und Weichen rechtzeitig gestellt werden“, sind sich die ÖVP-Mandatare einig.

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LAbg. Mag. Christian Sagartz, BA, Klubobmann
LAbg. Patrik Fazekas, Jugendsprecher

Chance #eins: Starkes Internet in jeder Ortschaft!

Es ist ein immenser Wettbewerbsnachteil für das Burgenland. Noch immer gibt es zahlreiche Häuser, die keinen Zugang zu schnellem Internet haben. Vor allem im Südburgenland ist die Versorgung mit Breitband-Internet unzureichend. „Wir müssen die ländlichen Regionen des Burgenlandes näher ans Zentrum bringen – und das geht vor allem dann, wenn wir bei der flächendeckenden Breitband-Versorgung Fortschritte machen. Mit einer schnellen Internetversorgung haben wir mehr Chancen, Arbeit zu halten und zu schaffen“, betont Klubobmann Christian Sagartz.

Erste Schritte wurden bereits in Zeiten der ÖVP-Regierungsbeteiligung gesetzt. Damals präsentierte das Land mit den drei führenden Telekommunikationsanbietern Österreichs A1, T-Mobile und Drei den „Burgenland-Breitband-Pakt“. Durch diesen Pakt sollte bis 2019 eine flächendeckende Versorgung mit mindestens 100 Mbit/s im Burgenland sichergestellt werden. „Wenn wir schon weiter weg vom Zentrum leben, müssen wir Wege finden, die uns schneller und flexibler machen. Die rot-blaue Landesregierung darf dieses Ziel daher nicht aus den Augen verlieren“, mahnt Sagartz.

Die Forderungen der Volkspartei Burgenland:

  • Starkes Internet: Im Jahr 2020 soll es in jedem Haushalt des Burgenlandes Internet mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Mbit/Sekunde geben.
  • Öffentliche Hotspots: In öffentlichen Gebäuden und an öffentlichen Plätzen des Burgenlandes soll es im Jahr 2020 frei zugängliches WLAN geben.
  • Moderne Bauordnung: Verankerung einer Breitbandleitung in der Bauordnung für den öffentlichen und geförderten Wohnbau.

Chance #zwei: E-Government ausbauen!

Um die Chancen des digitalen Fortschritts wahrnehmen zu können, muss sich das Burgenland rechtzeitig auf den Strukturwandel vorbereiten und Weichen in Politik und Bürokratie stellen. „Die Welt ist im Umbruch, das Burgenland darf hier nicht zurückbleiben, sondern sollte neue Technologien bewusst nutzen, um wohnortnahe Arbeitsplätze zu schaffen und Unternehmer zu Investitionen zu ermutigen. Ein Bürokratie-Abbau im Wirtschaftsbereich ist notwendig“, so Sagartz.

E-Government bietet rund um die Uhr einen unbürokratischen, schnellen und bequemen Weg, mit den Behörden in Kontakt zu treten, sowie Anträge und Formulare online zu bearbeiten. „Erste Versuche in diesem Bereich gibt es bereits. Leider hinken wir anderen Bundesländern aber hinterher. Die rot-blaue Landesregierung ist hier säumig“, mahnt Sagartz.

Die Forderung der Volkspartei Burgenland:

  • Online-Behördenwege ermöglichen und mittelfristig verpflichten (Antragstellung, Bescheidzustellung, Beschwerden, etc.)
  • Das Burgenland soll eine Musterregion für E-Government werden.

Chance #drei: Weichen in der Bildung stellen!

Um die Chancen des digitalen Fortschritts bestmöglich zu nutzen, muss Österreich auch Weichen in der Bildung stellen. Jugendsprecher Patrik Fazekas verweist auf eine Studie der Oxford Universität, die besagt, dass 47% der heutigen Arbeitsplätze in kommenden zwei Jahrzehnten potenziell automatisierbar sind. „Damit wir die Chancen der Digitalisierung nutzen können, müssen wir die junge Generation auf die Jobs von morgen vorbereiten“, betont Fazekas.

Wie viel es noch zu tun gibt, zeige jenes Bild, das sich an vielen Schulen des Burgenlandes bietet: Während die Kinder im Pausenhof via Smartphone mit der Außenwelt kommunizieren und sich über digitale Medien vernetzen, herrscht in den Klassenräumen oft verstaubte Kreidezeit. „Das Burgenland darf den Weg von der Kreidezeit in die Zukunft nicht verschlafen. Nur so können wir unseren Kinder das notwendige Rüstzeug mit auf den Weg geben“, so Fazekas.

Die Forderungen der Volkspartei Burgenland:

  • Bereitstellung budgetärer Mittel für jene Gemeinden und Schulen, die in die IT-Ausstattung ihrer Bildungseinrichtungen investieren.
  • Schaffung von High-Speed-Internetanschlüssen und WLAN an Schulen.
  • Digitale Pilotklassen bzw. Schulversuche zur Digitalisierung des Unterrichts.
  • Eine flächendeckende Ausstattung von Schulen mit E-Books, Laptops und Tablets.
  • Einführung von digitalen Klassenbüchern und Online-Schulkonten für Hausaufgaben.
  • Schaffung einer Online-Kommunikationsplattform (z.B. für digitale Elternsprechtage).
  • Verpflichtende Lehrerweiterbildung im Bereich digitaler Kompetenzen.

Errichtung eines digitalen Klassenbuchs, das online von Schülern, Eltern und Lehrern eingesehen werden kann.


Rot-Blau pfeift auf tausende arbeitslose Burgenländer

„Als Volkspartei Burgenland haben wir klare Konzepte für einen starken Wirtschafts- und Arbeitsstandort. Der Gegensatz dazu ist die burgenländische Landesregierung: Rot und Blau verwalten die monatlich steigende Arbeitslosigkeit und bleiben ansonsten untätig“, kritisiert Klubobmann Christian Sagartz.

Im Burgenland ist die Arbeitslosigkeit im Juli erneut angestiegen, diesmal um 0,9%. „Damit liegt das Burgenland über dem Österreich-Schnitt. Nießl, Darabos & Co. pfeifen scheinbar auf die tausenden arbeitslosen Burgenländer!“, so Christian Sagartz. „Unsere Konzepte liegen der Landesregierung vor, sie müsste sie nur umsetzen. Wir wollen die Arbeitszeit flexibilisieren, Prämien und Überstunden steuerfrei stellen und mittels Bürokratie-Abbau die Wirtschaft entlasten. So könnte die Arbeitslosigkeit nachhaltig gesenkt werden.“

„Wir verstehen die Frustration jener, die morgens aufstehen, hart arbeiten und am Ende des Monats gleich viel haben wie jene, die sich nur auf den Staat verlassen“, sagt Sagartz und spricht sich für eine Deckelung der Mindestsicherung auf 1.500 Euro aus: „Die Mindestsicherung soll denen helfen, die sie wirklich brauchen. Alle anderen brauchen Arbeitsanreize und keine Sozialanreize. Denn es braucht einen spürbaren Unterschied zwischen Arbeitseinkommen und Sozialleistungen!“

 

 

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