SPÖ: Österreichisch-Russische Gesellschaft Bgld., Bankomatgebühren, Flüchtlings Containerdorf Potzneusiedl

Eisenstadt, 28. 7. 2016 –

Österreichisch-Russische Gesellschaft Bgld.:
Prior übergibt Vereinsvorsitz an KO Hergovich

Neues Team will Wirtschaftskontakte und Studierenden-Austausch fördern

Die burgenländische Landesgruppe der Österreichisch-Russischen Gesellschaft stellt sich inhaltlich und personell neu auf: Im Rahmen einer Generalversammlung in Klingenbach hat der langjährige Präsident, Landtagspräsident a.D. Walter Prior, gestern seine Funktion in jüngere Hände gelegt. Auf Vorschlag Priors wurde Klubobmann LAbg. Robert Hergovich zum neuen Präsidenten gewählt. Stellvertreterin bleibt HR Dr. Vera Fister. Dem neuen Vorstand gehört auch der Ex-Landtagsabgeordnete Werner Gradwohl an. Die Landesgruppe will diese Plattform in Zukunft verstärkt nutzen, um burgenländische Wirtschaftskontakte und den Studierenden-Austausch zu fördern.

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Die Gesellschaft verstehe sich als „Brücke zwischen West und Ost“ und habe in den letzten Jahren Akzente zur Förderung von kulturellen, touristischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Burgenland und Russland gesetzt, bilanzierte Prior. Die Aktivitäten burgenländischer Betriebe in Russland zu unterstützen, sieht der neue Präsident Hergovich als einen Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Auch die Zusammenarbeit auf dem Bildungssektor soll angekurbelt werden. „Wir wollen beispielsweise die Vermittlung von Praktikumsplätzen für burgenländische Studierende verstärken. Dabei werden wir mit der FH Burgenland zusammenarbeiten“, so Hergovich.

Darüber hinaus gelte es die Chance zu nutzen, die das für 2017 von Österreich und Russland gemeinsam ausgerufene „Tourismusjahr“ für den burgenländischen Tourismus bedeute. Hergovich: „Die burgenländische Wirtschaft ist auf dem von Landeshauptmann Hans Niessl unterstützten Kurs der ‚Internationalisierung‘ ein gutes Stück weitergekommen. Russland ist für etliche burgenländische Unternehmen, aber auch für die Weinwirtschaft, zu einem wichtigen Markt geworden. Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir einen Beitrag leisten, um diesen Weg zu unterstützen.“


Bankomatgebühren treffen vor allem finanziell schwache Menschen

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LR Mag. Norbert Darabos, SPÖ

Soziallandesrat Norbert Darabos spricht sich vehement gegen die Einführung von Bankomatgebühren aus und kann es nicht hinnehmen, dass Dienstleistungsunternehmen, die von ihren KundInnen sowieso schon überhöhte Kontoführungsgebühren verlangen, auch noch beim Beheben des eigenen Geldes kassieren wollen. „Es ist doch verrückt und absolut ungerecht, dass BankkundInnen die ihr hart erspartes Geld auf einer Bank einzahlen, zur Kasse gebeten werden sollen, wenn sie dieses wieder abheben wollen“, zeigt sich Soziallandesrat Darabos entsetzt.

Der burgenländische Soziallandesrat weiß, dass es vor allem Menschen, die finanziell nicht gut situiert sind, am härtesten treffen würde. „Für mich als Soziallandesrat, der die finanzielle Situation von Menschen mit geringerem Einkommen kennt, ist klar, dass eine Einführung von Bankomatgebühren, zum Schutz der Menschen, mit allen Mitteln verhindert werden muss“, erklärt Soziallandesrat Darabos.


Flüchtlings-Containerdorf Potzneusiedl seit 27. Juli 2016 stillgelegt

Landeshauptmann Hans Niessl: Kleine Einheiten sind der wesentlich anspruchsvollere, aber gleichzeitig auch der vernünftigere Weg

LH Hans Niessl
LH Hans Niessl

Das vom Arbeitersamariterbund betreute Flüchtlings-Containerdorf in Potzneusiedl im Bezirk Neusiedl am See ist seit 27. Juli 2016 temporär stillgelegt. Der Einzug erster Asylwerber erfolgte am 11. November 2015. Bis zum gestrigen Tag wurden insgesamt 13.478 Asylwerber betreut. „Die Burgenländische Landesregierung hat sich immer gegen Massenquartiere ausgesprochen und im Burgenland immer auf kleine Einheiten gesetzt. Auf diese kleine Einheiten zu setzen war der wesentlich anspruchsvollere, aber gleichzeitig auch der vernünftigere Weg“, erklärte dazu Landeshauptmann Hans Niessl.

Im Containerdorf wurden Kinder, Frauen und Männer aus Syrien, Afghanistan, Somalia und aus dem Libanon vom Arbeitersamariterbund betreut. Niessl dazu: „Ich bedanke mich für die hervorragende Arbeit, die der Arbeitersamariterbund bei der Betreuung von diesen Flüchtlingen geleistet hat. Das Burgenland erfüllt auch die Asylquote im Moment zu 100%. Wir stehen zu unserer Verantwortung, denn Kriegsflüchtlinge benötigen Schutz und dieser Verantwortung werden wir zu 100% gerecht. Gleichzeitig ist uns aber klar, dass wir Wirtschaftsflüchtlinge nicht aufnehmen können und jene, die keinen positiven Asylbescheid bekommen, wieder rückgeführt werden müssen.“

 

 

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